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Behörde vermutet natürlichen Tod Schweizer nach Covid-Impfung gestorben

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Die erste Schweizerin wird vor Heiligabend im Kanton Luzern geimpft: Nun mussten die Behörden einen ersten Todesfall unter die Lupe nehmen.

(Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

In der Schweiz ist erstmals nach einer Covid-Impfung ein Todesfall aufgetreten. Der Hinweis darauf stammt aus Kreisen von Corona-Skeptikern im Kanton Luzern. Ein Zusammenhang zwischen Sterbefall und Impfung schließen die Behörden aber inzwischen aus.

Nach dem Tod einer kurz zuvor gegen das Coronavirus geimpften Person in der Schweiz sehen die Gesundheitsbehörden keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Impfung. Auf Grund der Krankengeschichte und des Krankheitsverlaufs sei ein Zusammenhang zwischen dem Tod der 91-jährigen Person aus einem Pflegeheim im Kanton Luzern und der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer "höchst unwahrscheinlich", erklärte die Gesundheitsbehörde Swissmedic am Abend.

Laut Swissmedic litt der Verstorbene an mehreren schweren Vorerkrankungen. Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legten einen direkten Zusammenhang mit der Impfung nahe. Es werde von einer natürlichen Todesursache ausgegangen. In der Schweiz hatte die Impfkampagne gegen das Coronavirus am 23. Dezember begonnen. Bisher seien bei den Impfungen keine unbekannten Nebenwirkungen aufgetreten, betonte Swissmedic.

Der erste Hinweis auf den Vorfall ging auf einen Schweizer Corona-Skeptiker zurück: Christoph Pfluger hatte in der Zeitschrift "Zeitpunkt" zuerst darüber berichtet. Danach soll der Betroffene in einem Heim für Demenzkranke an Heiligabend geimpft worden sein, ohne dass das Impfteam zuvor den zuständigen Heimarzt kontaktiert hätte. Laut dem Magazinbericht hatte der Heimbewohner bereits zuvor allergisch auf Grippeimpfungen reagiert und war deshalb nicht mehr geimpft worden. Er habe dann unter Schmerzen der Harnröhre und des Bauches gelitten und sei am Morgen des 29. Dezember gestorben. 

Nebenwirkungen wie bei Grippeimpfung  

Bisher ist in der Schweiz einzig die Schutzimpfung von Pfizer und Biontech zugelassen. Anlässlich der Zulassung hatte Swissmedic am 19. Dezember geschrieben, dass die häufigsten in den Zulassungsstudien dokumentierten Nebenwirkungen vergleichbar mit jenen nach einer Grippeimpfung seien. Swissmedic werde die Sicherheit des Impfstoffs genau überwachen und Maßnahmen ergreifen, sollten Sicherheitssignale auftreten, hatte es damals geheißen.

Eine der ersten Schweizerinnen, die den Wirkstoff als Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bekam, war eine 90 Jahre alte Frau aus einem Altenheim bei Luzern, teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons mit. Die ersten knapp 110.000 Impfdosen waren einen Tag zuvor angeliefert und von der Armee im ganzen Land verteilt worden.

Quelle: ntv.de, mau/rts