Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:49 Brasilien verlängert Einreise-Sperre für Ausländer +++

Die brasilianische Regierung von Präsident Jair Bolsonaro schränkt die Einreise nach Brasilien auf dem Luftweg wegen der Coronavirus-Pandemie um weitere 30 Tage. Das geht aus einer Veröffentlichung im "Diário Oficial", einer Art Amtsblatt, hervor. Demnach dürfen Ausländer, die nicht permanent in Brasilien leben, per Flugzeug weiter nicht in das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas einreisen. Die Einschränkung hat seit Ende März zunächst für 30 Tage gegolten. Nicht betroffen von der Einschränkung sind Ausländer, die Frachttransporte durchführen oder sich im internationalen Transit befinden.

+++ 23:31 Ford erwartet fünf Milliarden Dollar Quartalsverlust +++
Der zweitgrößte US-Autobauer Ford erwartet wegen der Coronavoris-Pandemie mit tiefroten Zahlen im laufenden Quartal. Das bereinigte Betriebsergebnis dürfte mit mehr als fünf Milliarden Dollar ins Minus absacken, da die Autoverkäufe weltweit erheblich zurückgingen, warnt der Konzern. Bereits im vergangenen Quartal musste Ford einen Nettoverlust von 2,0 Milliarden Dollar verkraften. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hat das Unternehmen noch 1,1 Milliarden Dollar verdient.

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+++ 23:13 Corona-Krise trifft Google +++
Die Coronavirus-Pandemie dämpft das Wachstum von Google. Zum Jahresstart legt der Umsatz um 13 Prozent auf 41,2 Milliarden Dollar zu, wie der Google-Mutterkonzern Alphabet mitteilt. Der Gewinn klettert um 2,7 Prozent auf 6,84 Milliarden Dollar. "Die Performance in den ersten beiden Monaten des Quartals war stark, aber im März haben wir eine starke Drosselung bei den Werbeeinnahmen erlebt", so Google-Finanzchefin Ruth Porat. Im März führten viele Länder Kontaktsperren ein, Läden weltweit mussten zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr schließen.

+++ 22:54 Ratingagentur Fitch stuft Italien auf "BBB-" herab +++
Die Ratingagentur Fitch senkt wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Bonitätsnote für Italien auf "BBB-" von "BBB". Der Ausblick sei dabei "stabil", teilt die US-Agentur mit. Der Schritt sei die Folge der signifikanten Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft und Finanzen des Landes. Der Euro gibt nach der Fitch-Veröffentlichung zum Dollar nach. Die Ratingagentur hat bereits im Februar erklärt, es drohe eine Herabstufung und verwies dabei auf ein extrem hohes Niveau der Staatsverschuldung sowie fehlende Reformen etwa beim Haushalt. Inzwischen gehört das Euro-Land zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Staaten weltweit.

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+++ 22:32 Zahl der Todesfälle in britischen Kliniken steigt auf über 21.600 +++
In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 586 Menschen im Krankenhaus am Coronavirus gestorben. Insgesamt seien damit bislang 21.678 Krankenhauspatienten an den Folgen einer Infektion ums Leben gekommen, sagt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Die Behörden registrieren zudem 3996 neue Infektionsfälle. Damit steigt die Zahl der Infektionsfälle auf 161.145. Kritiker bemängeln, dass die Todesfallzahlen in Großbritannien unvollständig sind. In der offiziellen Statistik werden nur die Toten in Krankenhäusern erfasst, nicht aber die Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Hancock kündigt an, dass die Zahl der Todesfälle in Pflegeheimen ab Mittwoch ebenfalls täglich veröffentlicht werden soll.

+++ 22:16 US-Vizepräsident Pence verzichtet bei Klinikbesuch auf Maske +++
US-Vizepräsident Mike Pence hat ungeachtet einer entsprechenden Vorschrift bei einem Klinikbesuch keine Atemschutzmaske getragen. Auf Videos ist zu sehen, wie Pence am Bett eines Patienten in dem Krankenhaus in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota stand. Alle Personen um ihn herum hatten Nase und Mund mit Masken bedeckt. Die Mayo Clinic schrieb auf Twitter, Pence sei vor seiner Ankunft über die Richtlinie zum Tragen von Masken informiert worden. Wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Tweets wurde dieser wieder gelöscht. Seit Mitte April verlangt die Klinik von allen Patienten und Besuchern, eine Atemschutzmaske zu tragen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Vizepräsident Pence leitet die Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses.

+++ 22:06 Lufthansa-Tochter AUA beantragt 767 Millionen Euro an Hilfen +++
Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat in Österreich 767 Millionen Euro an Hilfen beantragt. "Ich kann bestätigen, dass wir heute Abend einen offiziellen Antrag auf staatliche Beihilfe an die ÖKB und COFAG gestellt haben", sagt AUA-Sprecher Peter Thier zur APA. Ein großer Teil der Summe bestehe aus rückzahlbaren Krediten, der andere Teil seien Zuschüsse, die noch zu verhandeln sind, so der Sprecher weiter. Abgewickelt werden die Staatshilfen von der Corona-Finanzierungsagentur COFAG, die den 15 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds verwaltet. Beantragt werden die Kredite daraus über die Hausbank. Im Fall von AUA handelt es sich um ein Konsortium, an dem dem Vernehmen nach unter anderem Erste Bank und Raiffeisen beteiligt sind.

+++ 21:52 Spanien und Portugal lockern Maßnahmen schrittweise +++
Spanien will seine strikten Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende Juni schrittweise aufheben. Im "besten Fall" werde die Rückkehr zur "neuen Normalität" zwischen sechs und acht Wochen dauern, sagt Ministerpräsident Pedro Sánchez. Die Lockerung soll demnach in vier Schritten erfolgen. Nachdem bereits Kinder unter Aufsicht eines Erwachsenen wieder an die frische Luft durften, sollen ab kommendem Samstag auch Sport im Freien und Spaziergänge von Mitgliedern eines Haushalts wieder erlaubt sein. Im nächsten Schritt sollen dann Läden, Restaurants, Hotels und Kirchen unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Die Schulen bleiben Sánchez zufolge bis auf wenige Ausnahmen noch bis September geschlossen. Auch Portugal will langsam zum Alltag zurückkehren. Der seit dem 19. März geltende nationale Notstand solle am Samstag um Mitternacht enden, erklärt Präsident Marcelo Rebelo de Sousa.

+++ 21:31 Trump erwägt verpflichtende Tests für Fluggäste aus dem Ausland +++
US-Präsident Donald Trump denkt über verpflichtende Tests für aus dem Ausland anreisende Flugpassagiere nach. "Wir werden das wahrscheinlich machen", sagt der Republikaner bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, im Weißen Haus. "Wir werden die Entscheidung bald treffen." Die Tests sollten im Flugzeug selbst vorgenommen werden, so Trump. Auf die Frage, ob ihm Temperaturmessungen oder richtige Tests vorschweben, antwortet er: "beides". Von den Maßnahmen könnten Einreisende aus Südamerika betroffen sein. Die USA haben bereits Einreiseverbote für Menschen aus China und Europa verhängt. Wie lange die Verbote in Kraft bleiben, ist bislang unklar.

+++ 21:15 Bericht: Arbeitsministerium gibt grünes Licht für Geisterspiele +++
Die Fußball-Bundesliga nimmt offenbar eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Geisterspielen. Das Bundesarbeitsministerium gibt in Sachen Arbeitsschutz grünes Licht für Spiele der 1. und 2. Liga unter Ausschluss von Zuschauern. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Der Arbeitsschutz der Spieler, Trainer und Betreuer kann bei vollständiger Umsetzung des Konzepts weitgehend sichergestellt werden", heißt es demnach mit Blick auf ein weiterentwickeltes Wiederaufnahme-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in einem Schreiben von Björn Böhning als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. Das Schreiben ist an Kanzleramtschef Helge Braun, das Bundesinnenministerium und das Bundesgesundheitsministerium gerichtet. Dem Arbeitsministerium obliegt aber nicht die Entscheidung für Geisterspiele. Eine positive Rückmeldung ist aber eine Grundvoraussetzung für die Zustimmung der Politik.

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+++ 20:52 Zahl der bestätigten US-Infektionen übertrifft Millionen-Marke +++
In den USA sind mittlerweile 1.002.459 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 Gestorbenen ist jüngsten Daten zufolge auf 52.188 gestiegen. Damit sind die Vereinigten Staaten mit rund 330 Millionen Einwohnern das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Die dort nachgewiesenen Fälle machen rund ein Drittel aller bestätigten Infektionen weltweit aus. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen. Nach Angaben der US-Regierung wurden bereits rund 5,5 Millionen Tests vorgenommen.

+++ 20:46 Landes-Verfassungsgerichtshof kippt Ausgangsbeschränkungen +++
Im Saarland müssen die verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs sofort gelockert werden. Es gebe "aktuell keine belastbaren Gründe für die uneingeschränkte Fortdauer der strengen saarländischen Regelung des Verbots des Verlassens der Wohnung" mehr, entscheiden die Verfassungsrichter. Das heißt: Begegnungen in Familien sowie das Verweilen im Freien unter Wahrung der notwendigen Abstände und Kontaktbeschränkungen seien ab sofort wieder möglich. Wenige Stunden zuvor hatte die saarländische Landesregierung angekündigt, die Ausgangsbeschränkung solle vom 4. Mai an gelockert werden. Seit 21. März durften die Saarländer ihre Wohnung nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche.

+++ 20:37 Erster Polizist aus NRW mit Corona-Infektion gestorben +++
Ein 54 Jahre alter Polizeibeamter aus Paderborn ist mit einer Corona-Infektion gestorben. Nach Angaben des Innenministeriums ist es der erste Todesfall bei der Polizei in NRW im Zusammenhang mit Covid-19. Wie ein Ministeriumssprecher sagt, ist der Mann vergangenen Donnerstag verstorben. Innenminister Herbert Reul habe seiner Familie kondoliert. "Die gesamte Polizeifamilie ist in tiefer Trauer", so der Sprecher. Weitere Angaben machen Ministerium und Kreispolizeibehörde aus Pietätsgründen nicht. Nach dpa-Informationen hatte sich der Beamte nicht im Dienst angesteckt.

+++ 20:16 Zahl der neuen Patienten in New York geht zurück +++
Im besonders heftig von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der neu in Krankenhäusern aufgenommenen Patienten seit dem Höhepunkt des Ausbruchs Anfang April um mehr als 70 Prozent gesunken. Am Montag seien erstmals seit mehr als einem Monat an einem Tag weniger als 1000 Infizierte neu in den Krankenhäusern des Bundesstaats mit rund 19 Millionen Menschen aufgenommen worden, sagt Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Am 7. April waren es beispielsweise mehr als 3000 gewesen.

+++ 19:50 Zahl der akut Infizierten in Deutschland sinkt unter 40.000 +++
In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Wochenbeginn deutlich gestiegen. Nach Berechnungen von ntv.de basierend auf den Angaben der Bundesländer und des Robert-Koch-Instituts (RKI) kamen innerhalb von 24 Stunden 1318 neue Infektionen hinzu. Damit sind aktuell 39.220 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus akut infiziert. Die steigenden Zahlen sind vermutlich auf verzögerte Meldungen der Gesundheitsämter vom Wochenende zurückzuführen. Die Zahl der Todesopfer steigt um 212 auf 6054. Die Zahl der Genesenen liegt bei 112.278.

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+++ 19:48 US-Regierung prüft Einreiseverbot für Brasilien +++
Angesichts der Lage in Brasilien prüft die US-Regierung das Verhängen eines Einreiseverbots für Menschen aus dem südamerikanischen Land. Eine solche Maßnahme werde derzeit ernsthaft erwogen, sagt US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis. Florida hat traditionell viele Flug- und Geschäftsverbindungen mit den Ländern Südamerikas. DeSantis sagte, es sei vielleicht auch möglich, Passagiere vor ihrem Abflug in die USA mit Hilfe von Schnelltests zu testen. In Brasilien gab es der US-Universität Johns Hopkins zufolge bislang gut 67.000 bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und etwa 4600 Todesfälle.

+++ 19:29 EU-Ratschef: Schuldenerlass für afrikanische Länder erwägen +++
Um die wirtschaftlichen Folgen der gegenwärtigen Krise in Afrika abzufedern, sollen die EU-Staaten nach dem Willen von EU-Ratschef Charles Michel über einen möglichen Schuldenerlass beraten. Man müsse die Bitte der afrikanischen Länder gemeinsam mit den Partnern des Internationalen Währungsfonds (IWF) prüfen, sagt der Belgier. Der IWF hatte kürzlich davor gewarnt, dass der Kampf gegen das Coronavirus das südlich der Sahara gelegene Afrika weit zurückzuwerfen drohe. In diesem Jahr drohe der Region ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um 1,6 Prozent; die Einkommen pro Person könnten um vier Prozent sinken.

+++ 19:03 British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen +++
Die British-Airways-Mutter IAG hat im ersten Quartal einen milliardenschweren Verlust eingefahren und erwägt einen drastischen Stellenabbau. Angesichts der Covid-19-Ausbreitung und weil es voraussichtlich einige Jahre brauchen werde, bis die Passagiernachfrage wieder das Niveau von 2019 erreiche, will das Unternehmen mit seinen Gewerkschaften über eine Restrukturierung mit Stellenabbau sprechen. Es gehe zunächst um Vorschläge für Gespräche, aber die meisten von zuletzt rund 45.000 Mitarbeitern der Fluglinie dürften betroffen sein, teilt IAG mit. Bis zu 12.000 Jobs könnten den Plänen demnach gar zum Opfer fallen.

+++ 18:43 Italien meldet mehr als 200.000 Infektionen +++
In Italien überschreitet die Zahl der offiziell bekannten Infizierten die Schwelle von 200.000. Die Behörden melden 2091 neue Ansteckungen in den vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der Toten steigt im gleichen Zeitraum um 382 auf 27.359. Damit ist Italien nach den USA das Land mit den meisten Coronavirus-Todesfällen.

+++ 18:33 Luxemburg will alle Bürger testen +++
Luxemburg startet diese Woche mit groß angelegten Tests. Die freiwilligen Tests der gut 600.000 Einwohner sowie von Grenzgängern aus Deutschland, Frankreich und Belgien sollen die Lockerung von Kontaktbeschränkungen begleiten, teilt Forschungsminister Claude Meisch mit. 8500 Schüler und Lehrer sollen noch vor Wiederöffnung der Schulen am 4. Mai getestet werden. Pro Tag sind dann mindestens 20.000 Tests geplant. Meisch sagt: "Das Ziel ist, dass die gesamte Bevölkerung getestet werden kann, zum Teil mehrmals." Wegen der überschaubaren Zahl könne man das "innerhalb kurzer Zeit" machen. Als erstes Land der Welt werde Luxemburg somit einen kompletten Überblick über die Anzahl an infizierten Bürgern bekommen. Derzeit darf man Haus oder Wohnung nur zum Einkaufen, Arbeiten und Besuchen beim Arzt verlassen.

+++ 18:22 Putin verlängert arbeitsfreie Zeit in Russland +++
Russlands Präsident Wladimir Putin verlängert die arbeitsfreie Zeit über Ende April hinaus bis zum 11. Mai. Noch sei der Höhepunkt der Infektionen nicht erreicht, sagt er während eines im Fernsehen übertragenen Treffens mit Regierungschefs der einzelnen Regionen und hochrangigen Mitarbeitern. Das russische Coronavirus-Krisenzentrum vermeldete zuvor einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen.

+++ 18:03 NRW stellt keine erhöhte Sterblichkeit im März fest +++
Das Land Nordrhein-Westfalen hat bislang keinen Hinweis darauf, dass Covid-19 zu überdurchschnittlich vielen Sterbefällen im vergangenen Monat geführt hat. Der Statistikbehörde zufolge starben im März etwa 18.800 Menschen. Die Zahl der Gestorbenen liegt damit voraussichtlich niedriger als im März 2019 (damals: 19.100). Demnach zeigen die vorläufigen Sterbezahlen auch für das erste Quartal 2020 keine Auffälligkeiten im Vergleich zu den Vorjahren: Von Januar bis März 2020 starben mit 53.900 rund drei Prozent weniger Menschen als im ersten Vierteljahr 2019 (55.600). Die Daten seien allerdings teilweise noch nicht abschließend geprüft. Die Sterbefallzahlen könnten sich durch Nachmeldungen der Standesämter noch erhöhen.

+++ 17:40 Griechische Hotels sollen im Juni wieder öffnen +++
Griechenland will die Beschränkungen ab dem 4. Mai lockern. Ab dem 1. Juni sollen darüber hinaus ganzjährige Hotels wieder öffnen dürfen, erklärt Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Nach Angaben der EU-Kommission ist der europäische Tourismussektor der am schwersten betroffene Wirtschaftszweig in der Corona-Krise. Industriekommissar Thierry Breton beziffert die geschätzten Einnahmeverluste der kommenden Monate auf 50 Prozent für Hotels und Restaurants, 70 Prozent für Reiseveranstalter und Reisebüros und 90 Prozent für Kreuzfahrt- und Fluggesellschaften.

+++ 17:27 Frankreich peilt Lockerung ab dem 11. Mai an +++
Frankreich sieht die Zeit für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen bald für gekommen. Falls die täglichen Neuinfektionen die Marke von 3000 nicht überschreiten, könne mit der ins Auge gefassten schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen am 11. Mai begonnen werden, sagt Ministerpräsident Edouard Philippe. Die Schutzmaßnahmen hätten 62.000 Menschen in Frankreich in einem Monat das Leben gerettet. Bliebe der Lockdown aber in Kraft, würde man einen Kollaps der Wirtschaft riskieren. Geplant sei, dass Kindergärten und Schulen am 11. Mai wieder öffnen. Die weiterführenden Schulen sollten dann schrittweise ab dem 18. Mai folgen. Für diese Schüler solle es dann eine Maskenpflicht geben.

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+++ 17:11 Gericht: Maskenpflicht verletzt nicht das Persönlichkeitsrecht +++
Die seit Montag geltende Maskenpflicht in Geschäften verstößt nach Ansicht des Hamburger Verwaltungsgerichts nicht gegen das Persönlichkeitsrecht. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sei geeignet, dem Lebens- und Gesundheitsschutz zu dienen, entscheidet das Gericht in einem Eilverfahren. Zwei Privatpersonen hatten zuvor Klage gegen die Maßnahme eingereicht. Das Gericht vertritt die Auffassung, dass mit der zeitlichen und räumlichen Beschränkung der Maskenpflicht das allgemeine Persönlichkeitsrecht nach Artikel 19 (2) des Grundgesetzes nicht angetastet wird.

+++ 16:48 Zeitung: Ärzte verabreichen Männern weibliche Sexualhormone gegen Covid-19 +++
Frauen sind nach derzeitigem Kenntnisstand gegen eine ernsthafte Erkrankung nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 besser gerüstet als Männer. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ernsthaft erkranken oder gar im Zusammenhang mit Covid-19 sterben, ist deutlich geringer. Dieser Umstand bringt Forscher nun dazu, männlichen Patienten weibliche Sexualhormone zu verabreichen, um ihnen im Krankheitsfall zu helfen. Das berichtet die "New York Times". Demnach gebe es zwei klinische Tests, bei denen Männern über einen gewissen Zeitraum Hormone gegeben werden. Östrogen solle beispielsweise dabei helfen, das Immunsystem der Betroffenen zu stärken. Progesteron wirkt demgegenüber entzündungshemmend und schützt vor gefährlichen Überreaktionen des Immunsystems. Experten weisen schon seit Längerem auch auf andere Faktoren hin, die den Geschlechterunterschied bei der Corona-Pandemie erklären könnten: Demnach rauchen durchschnittlich mehr Männer als Frauen, während die Händehygiene bei Frauen tendenziell besser ausgeprägt ist. Andere Forscher weisen darauf hin, dass auch ältere Frauen eine höhere Überlebensrate als ihre männlichen Altersgenossen aufweisen. Bei Seniorinnen sinkt nach der Menopause der Hormonspiegel. Daher könnten es nicht rein hormonelle, sondern vermutlich auch genetische Unterschiede sein, die zu einem milderen Verlauf bei Covid-19 führen.

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+++ 16:39 Merkel für klimafreundlichen Neustart nach der Krise +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich für einen klimafreundlichen Neustart der Wirtschaft nach der Corona-Krise stark. "Es wird jetzt eine schwierige Verteilungsdiskussion geben", sagt sie beim "Petersberger Klimadialog" mit Blick auf die Folgen der Krise für die Etats der Staaten. "Umso wichtiger wird es sein, wenn wir Konjunkturprogramme auflegen immer den Klimaschutz ganz fest im Blick zu haben." Es müsse in zukunftsfähige Technologien wie erneuerbare Energien investiert werden. "Deshalb brauchen wir einen Finanzmarkt, der günstiges Kapital für klimafreundliche Investitionen bereitstellt."

+++ 16:26 Hessen erlaubt wieder Gottesdienste und Pflegeheim-Besuche +++
Das Land Hessen lockert die Beschränkungen für Pflegeheime und Religionsgemeinschaften. Man habe entschieden, dass ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste möglich seien, Besuche in Pflegeheimen ab dem 4. Mai, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden.

+++ 16:10 Wirbel um Schweizer Lockerung des Großelternabstands +++
Enkel in den Arm nehmen, Oma und Opa drücken: Der Schweizer Corona-Beauftragte Daniel Koch sieht darin kein Problem mehr und hat mit dieser Aussage für Wirbel gesorgt. Am Mittwoch erscheint sein Interview mit der Zeitschrift "Großeltern-Magazin", das Auszüge auf seiner Facebook-Seite postete. Dort zeigten sich Leserinnen und Leser verunsichert, wie Chefredakteurin Geraldine Capaul dem Online-Magazin "persoenlich.com" sagt. "Es gibt solche, die das Interview als Hoffnungsschimmer sehen, denen diese Antworten helfen und Mut machen", so Capaul. "Aber verständlicherweise ist es für viele Menschen auch schwierig, dass sich die Situation um die Maßnahmen immer wieder ändert." Koch bleibt jedoch bei seiner Aussage: Vom Körperkontakt mit Kindern bis etwa zehn Jahren gehe keine Gefahr aus. Sie seien kaum infiziert und dürften die Krankheit auch kaum übertragen. Auch, wenn die Kinder mit Infizierten in Kontakt waren, könne das Virus bei einer Umarmung kaum übertragen werden, behauptet er.

+++ 15:47 Neuer RKI-Lagebericht: Ansteckungsrate wieder bei 0,9 +++
Nach einem aktuellen Lagebericht schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Ansteckungsrate wieder auf 0,9. Die Reproduktionszahl ist demnach mit Datenstand 28. April, 0 Uhr wieder gesunken, nachdem sie zuvor laut einem am Montagabend veröffentlichten Bericht auf 1,0 gestiegen war. Vom Wert 1 hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Vormittag auch in einer Pressekonferenz berichtet. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

  • In die Berechnung fließen laut RKI alle gemeldeten Fälle mit Erkrankungsbeginn bis drei Tage vor Datenstand an.
  • Die Schätzung beruht zudem auf bestimmten Annahmen: zum Beispiel, dass zwischen der Ansteckung und dem Einsetzen erster Symptome im Mittel fünf Tage vergehen.
  • In einem Bericht zur Methodik gibt das RKI zu bedenken, dass auch die deutliche Erhöhung der Testkapazitäten - und dadurch vermehrt sichtbare Infektionen - dazu führen könnten, "dass der aktuelle R-Wert das reale Geschehen etwas überschätzt".

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+++ 15:31 Mecklenburg-Vorpommern führt Maskenpflicht in Arztpraxen ein +++
Patienten in Mecklenburg-Vorpommern müssen künftig auch in Arztpraxen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Laut einem Kabinettsbeschluss sind wie im Einzelhandel auch hier eine Alltagsmaske, ein Schal oder ein Tuch erlaubt, erklärt Landesgesundheitsminister Harry Glawe. Die Maskenpflicht gilt auch in Psychotherapie-Praxen und in Praxen anderer Gesundheitsberufe. Wer hinter einer Plexiglas-Scheibe sitzt - zum Beispiel am Tresen einer Arztpraxis - muss keinen Mundschutz tragen. Auch Kinder bis zum Schuleintritt sowie Menschen, die aus medizinischen oder psychischen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Pflicht befreit.

+++ 15:10 Kubicki kritisiert RKI scharf: Zahlen wirken "politisch motiviert" +++
Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki greift das Robert-Koch-Institut und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf an. Diese "vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert", sagt Kubicki. Er wies insbesondere auf die Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Während Ministerpräsident Markus Söder für Bayern, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkünde, melde das RKI bundesweit einen Wert von 1, sagt Kubicki. "Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten." Dass Wieler auf einen Methodenwechsel bei der Berechnung des Wertes und nunmehr auf seine abnehmende relative Bedeutung hinweise, sei erstaunlich. "Es trägt nicht dazu bei, die täglichen Wasserstandsmeldungen des Instituts noch für seriös zu halten."

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+++ 14:57 Flüchtlingsunterkunft nach Corona-Ausbruch unter Quarantäne +++
In der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Landes NRW in Bonn sind 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl der bestätigten Corona-Fälle teilt die Bezirksregierung Köln mit. Bei den übrigen der insgesamt 271 Bewohner seien die Tests negativ ausgefallen. Alle Betroffenen seien über die Ergebnisse informiert worden. Die Flüchtlingsunterkunft stehe seit dem ersten bestätigten Corona-Fall am vergangenen Dienstag unter Quarantäne.

+++ 14:45 Bundesregierung will Medizinfirmen vor Auslandsübernahmen schützen +++
Die Bundesregierung will den Gesundheitssektor stärker vor Übernahmen aus dem nicht-europäischen Ausland schützen. Das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier legt dazu eine Verordnung vor, mit der die bereits beschlossene Novelle des Außenwirtschaftsgesetzes ergänzt werden soll. Die dortigen Verschärfungen werden mit Blick auf die Corona-Krise damit auch auf den Medizinsektor ausgeweitet.

+++ 14:32 Spahn will flexiblere Lockerung der Maßnahmen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen flexibler vorgehen. Die starre Konzentration auf die Quadratmeter-Zahlen bei den Öffnungen im Einzelhandel könne man durch andere Kriterien ersetzen, sagt der CDU-Politiker. Die Akzeptanz würde erhalten bleiben, wenn die Maßnahmen nachvollziehbar seien, sagt er mit Verweis auf die Regelung, dass nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 800 Quadratmetern wieder ihre Türe öffnen dürfen, was auf Kritik gestoßen war.
"Ich denke, die gemeinsame Lehre aus den letzten Vereinbarungen von Bund und Ländern ist, dass wir uns stärker an Kriterien, die wir definieren, orientieren müssen, und weniger an Quadratmetern", sagt Spahn auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil in Hannover.

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+++ 14:25 Nun bundesweite Maskenpflicht auch im Einzelhandel +++
Wie schon in Bussen und Bahnen gilt nun auch im Einzelhandel bundesweit eine Maskenpflicht. Berlin führt sie als letztes Bundesland ein, wie der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss.

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+++ 13:57 Industrie warnt vor Einfluss der Politik auf Unternehmen +++
Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnt vor zu viel staatlichem Einfluss nach Beteiligungen an unverschuldet in Not geratenen Unternehmen in der Corona-Krise. Der Staat sollte den Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF nutzen, um kurzfristig zu helfen und sich anschließend so schnell wie möglich wieder zurückzuziehen, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Es sei jedoch kontraproduktiv, die Verhandlungen mit weitergehenden politischen Zielen zu überfrachten. "Die derzeitige Diskussion droht Unternehmen abzuschrecken", mahnte Lang. "Das wäre eine Gefahr für Unternehmen wie Branchen und ihre Belegschaften."

+++ 13:45 Jedes Kind soll vor den Sommerferien wieder in die Schule +++
Trotz Corona-Beschränkungen sollen alle Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel in einem Konzept vor. Jede Schülerin und jeder Schüler soll demnach bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können. Nach dem jetzigen Stand in der Corona-Krise sei dies aufgrund des Abstandsgebots von mindestens 1,50 Meter nicht möglich, hieß es in einem am Dienstag beschlossenen gemeinsamen Konzept. Ein Mix aus Präsenzunterricht und Lernen daheim solle ausgebaut, digitales Lehren und Lernen weiterentwickelt werden. In welchen Schritten das genau geschehen kann, hänge von der Entwicklung der Epidemie ab, sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig bei der Vorstellung des Konzepts.

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+++ 13:31 Weltgrößter Impfstoffhersteller startet Massenproduktion +++
Das indische Serum Institute, der größte Hersteller von Impfstoffen der Welt, beginnt nach eigener Aussage mit der Massenproduktion von Corona-Impfdosen. Bis September plane man, 20 bis 40 Millionen Einheiten bereit zu haben, berichtet die "Times of India". Frühestens dann erst wird auch klar sein, ob der Impfstoff überhaupt verwendbar ist. Das Medikament beruht auf der Arbeit der Oxford Vaccine Group, die es derzeit in klinischen Versuchen testet. Bis September sollen diese Studien abgeschlossen sein. Um zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit Massenimpfungen beginnen zu können, hat das Serum Institut jetzt schon mit der Produktion begonnen.

+++ 13:10 Söder warnt vor "Experimenten mit Gesundheit" der Bevölkerung +++
In der Debatte um Lockerungen der Corona-Regeln und die Abwägung von Leben vor allem älterer Risikogruppen und der Freiheit der übrigen Bevölkerung bezieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eindeutig Stellung. "Ich bin nicht bereit, Experimente mit der Gesundheit" der Menschen zu machen, sagte Söder. Dazu, wie der Schutz des Lebens älterer Menschen zu bewerten sei - eine Debatte die Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble losgetreten hatte - , sagte Söder: "Das sind unsere Eltern und Großeltern." Alle weiteren Öffnungen der Wirtschaft, der Schulen und Kitas in Bayern würden behutsam und schrittweise erfolgen.

+++ 13:01 Weil verspricht allen Branchen Öffnungsperspektive +++
Bei der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ländern an diesem Donnerstag sind nach Worten von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil noch keine weitreichenden Entscheidungen zu erwarten. Nach seiner Überzeugung sei aber in der nächsten Beratungsrunde von Bund und Ländern am 6. Mai zu diskutieren und zu entscheiden, "an welchen Stellen, in welchem Tempo" man zu einer Normalität unter den Bedingungen des Coronavirus zurückkehren könne. Die Zeit sei reif, alle Sektoren wie Handel, Tourismus und Kinderbetreuung mit einer Perspektive zu versehen.

+++ 12:59 Länder suchen einheitliche Regel für 800-Qudratmeter-Grenze +++
Die Bundesländer streben nach Angaben von Baden-Württembergs Winfried Kretschmann eine gemeinsame Regelung für die umstrittene 800-Quadratmeter-Grenze für die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften an. Die in dieser Woche geplante Ministerpräsidenten-Konferenz werde sich mit Konsequenzen aus den jüngsten Gerichtsurteilen befassen. "Ob wir weitere Arrondierungen machen, das besprechen wir jetzt am Donnerstag", sagt Kretschmann nach einer Sitzung der Landesregierung.

+++ 12:56 Ford fährt ab nächster Woche Produktion in Europa an +++
Die Auto-Produktion bei Ford soll ab dem 4. Mai schrittweise wieder anlaufen. Zunächst öffnen die Standorte in Köln und Saarlouis sowie im spanischen Valencia und im rumänischen Craiova, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Später sollen die Motorenwerke Dagenham und Bridgend in Großbritannien folgen. "Sobald wir die anfängliche Spitze der Corona-Pandemie in Europa überwunden haben, müssen wir uns auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen", betont Stuart Rowley, der Präsident von Ford Europa. Dazu gehört etwa eine Maskenpflicht für die Beschäftigten sowie, dass der gebotene Mindestabstand eingehalten wird. Außerdem soll bei allen Personen, die die Werksgelände betreten, die Temperatur gemessen werden. Zunächst sollen Fahrzeuge produziert werden, für die es bereits Kundenbestellungen gibt. Innerhalb der kommenden Monate soll die Produktion dann schrittweise wieder auf das normale Niveau hochgefahren werden.

+++ 12:49 SPD-Chef findet Schäuble-Aussage "gefährlich" +++
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans findet die jüngsten Äußerungen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zu den Corona-Maßnahmen "gefährlich". Mit der Aussage, es könne nicht alles dem Schutz von Leben untergeordnet werden, lasse Schäuble bei einigen den Eindruck entstehen, "nun sei es auch mal gut mit den Einschränkungen", kritisierte Walter-Borjans in der "Welt". Schäuble hatte dem "Tagesspiegel" zur Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise gesagt: "Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig." Er warnte zugleich vor einem Kippen der Stimmung in der Bevölkerung wegen der Restriktionen - "es wird schwieriger, je länger es dauert."Wenn jetzt wegen einer "falsch verstandenen Güterabwägung zwischen Geld oder Leben" voreilig Beschränkungen gelockert würden, "verlieren wir am Ende beides", warnte Walter-Borjans. "Es geht um die Massivität der Lebensbedrohung durch Corona und die erkennbare Chance, die Pandemie in den Griff zu kriegen."

+++ 12:41 Türkei liefert Corona-Hilfsgüter an die USA +++
Die Türkei unterstützt die USA im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit medizinischer Schutzausrüstung. Ein türkisches Militärflugzeug bringt 500.000 chirurgische Masken, 4000 Schutzanzüge, Desinfektionsmittel und Schutzbrillen in die Vereinigten Staaten. Die Türkei liefere die Hilfsgüter auf Ersuchen des NATO-Verbündeten, teilen die Behörden mit. Die US-Botschaft sprach von einer "großzügigen Spende", die zeige, dass die Beziehung zwischen den USA und der Türkei stark sei. Zuletzt waren die Beziehungen allerdings belastet etwa durch Streitigkeiten über den türkischen Kauf eines russischen Raketenabwehrsystems, die US-Sanktionen gegen den Iran und den Syrien-Konflikt.

+++ 12:27 Nicht nur "Auto, Auto, Auto" - ADFC fordert Prämie für Fahrradkauf und Bahn-Abo +++
In der Debatte um zusätzliche Kaufanreize für Autos wegen der Coronakrise fordern Verkehrsverbände eine breiter angelegte "Mobilitätsprämie". Damit solle man zum Beispiel auch E-Bikes oder Abos fürs Bahnfahren kaufen können, erklärte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club als Initiator eines entsprechenden Aufrufs. Eine reine Autoprämie setzte den falschen Anreiz, immer mehr Wege mit Autos zurückzulegen, statt je nach Zweck das intelligenteste Verkehrsmittel auszuwählen. "Die Bundesregierung darf nicht dieselben Fehler wie vor der Krise machen", sagte ADFC-Geschäftsführer Burkhard Stork. "Mobilität ist mehr als immer nur Auto, Auto, Auto." Um die in der Corona-Krise abgestürzte Nachfrage anzukurbeln, fordert die deutsche Autoindustrie staatliche Prämien für den Neuwagen-Kauf.

+++ 12:27 Fünf Bewohner in abgeriegeltem Hochhaus positiv getestet +++
Fünf Bewohner des abgeriegelten Hochhauskomplexes in Grevenbroich sind mit dem Coronavirus infiziert. Alle anderen Ergebnisse der insgesamt 377 getesteten Bewohner seien negativ, teilte der Rhein-Kreis Neuss am Dienstag mit. Den Bewohnern waren am Sonntag in einem aufwendigen Verfahren Proben für die Tests entnommen worden. Seitdem durften sie das Gelände nicht verlassen. Der Massentest war notwendig geworden, weil laut Behörden infizierte Bewohner die Quarantäne nicht eingehalten hatten. Die Stadt Grevenbroich erklärte, die Quarantäne für den gesamten Gebäudekomplex gelte erst einmal weiter. Zunächst müssten die näheren Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt werden. Vermutlich könne die Quarantäne aber im Laufe des Tages aufgehoben werden, sagte ein Stadtsprecher.

+++ 12:24 55 Prozent aller deutschen Firmen melden Kurzarbeit an +++
Knapp 55 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben bereits Kurzarbeit angemeldet, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitteilt. Dies hätten gut acht von zehn Firmen getan, die von der Pandemie stark betroffen seien. Allerdings hätten auch 29 Prozent der Firmen Kurzarbeit eingesetzt, denen die Coronavirus-Krise "bislang nicht oder nur wenig zusetzt - ein Indiz dafür, dass die Firmen vorbereitet sein wollen, wenn die wirtschaftliche Lage sich zuspitzt". Von den Firmen, die Kurzarbeit in Anspruch nehmen, zahlen demnach 32 Prozent einen freiwilligen Zuschuss und sechs Prozent einen tariflich oder betrieblich vereinbarten Zuschuss.

+++ 12:21 AfD warnt vor "Verödung ganzer Landstriche" durch Shutdown +++
Die AfD-Fraktion im Bundestag fordert erneut das Ende sämtlicher Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des "Corona-Stillstands" seien "dramatisch und in ihrer Konsequenz unabsehbar", hieß es in einer Erklärung. "Der Shutdown droht mehr Schaden anzurichten als das Virus selbst", erläuterte Fraktionschef Alexander Gauland die Forderung. "Die fortdauernde schwerwiegende Einschränkung von Grundrechten, das drohende Verschwinden vieler Unternehmen und die Verödung ganzer Landstriche zerstören den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhalt." Leidtragende seien Millionen Arbeitnehmer und "Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen".

+++ 12:19 Österreich verpflichtet Banken Gebühren zu senken +++
Österreichs Geldhäuser müssen für die in der Coronakrise ausgegebenen Kredite ihre Bearbeitungsgebühren drosseln. Nach Gesprächen mit den Großbanken des Landes sei vereinbart worden, dass die Gebühren auf maximal 0,5 bis 0,8 Prozent reduziert werden, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. "Diese Range ist angemessenen. Es geht nicht an, hier übertriebene Gebühren zu verlangen", sagte die ÖVP-Politikerin. Zuvor hätten die Institute Gebühren von teilweise bis zu 2,5 Prozent verlangt. Gespräche seien mit Erste Group, Raiffeisen und Bank Austria geführt worden. Zudem seien für die Kredite der Unternehmen keine Businesspläne mehr erforderlich, sagte Schramböck.

+++ 12:16 Forscher rechnen mit 74.000 Corona-Toten in den USA bis August +++
In den USA rechnen führende Gesundheitsexperten nunmehr mit 74.073 Corona-Toten bis Anfang August. Dies geht aus der jüngsten Prognose der Universität von Washington hervor. Der zuständige Institutsleiter Christopher Murray warnt, die Totenzahl könne höher ausfallen, wenn die Bundesstaaten ihre Beschränkungen für Unternehmen zu früh lockern. Das Weiße Haus und diverse bundesstaatliche Gesundheitsbehörden berufen sich häufig auf das Modell der Universität. Vergangene Woche waren die Wissenschaftler noch von fast 67.000 Toten in den USA bis August ausgegangen, vor einem Monat hatten sie rund 90.000 Tote prognostiziert. Bis Montag sind laut einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 56.000 Covid-19-Erkrankte in den USA gestorben.

+++ 12:11 Grüne fordern 100-Milliarden-Konjunkturprogramm +++
Die Grünen werben für ein Konjunkturprogramm im Volumen von etwa hundert Milliarden Euro noch in diesem Jahr. Es gehe darum, der Wirtschaft einen Impuls zu geben, sobald die medizinische Lage ein Wiederanfahren des ökonomischen Lebens ermögliche, sagt Parteichef Robert Habeck. Das Konjunkturprogramm ist Teil eine Leitantrags, über den die Partei bei ihrem Länderrat, also einem kleinen Parteitag, am Samstag beraten will. Nach Angaben der Grünen ist es der erste Parteitag in Deutschland, der vollständig über das Internet abgehalten wird.

+++ 12:11 Giffey für schnellere Kita-Öffnung +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringt auf eine breitere Öffnung von Kitas noch vor dem Hochsommer. Es gehe um das Kindeswohl und den Kinderschutz. "Und deswegen bin ich der Meinung, dass wir wirklich konsequent überlegen sollten, und das ist auch das, was wir mit den Ländern besprochen haben, wie wir zu weiteren Schritten von mehr Normalität kommen können, und nicht erst am 1. August", sagt sie im Deutschlandfunk. "Das ist ein zu langer Zeitraum für das Kindeswohl, für die Frage, wie können Eltern das managen." Da müsse es schnellere Schritte geben. Konkrete Daten könne sie noch nicht nennen. Aber es sei wichtig, dass alle sich bemühen, "möglichst zügig auch flexible Lösungen zu finden".

+++ 12:04 China wettert gegen "unverschämte Lügen" der USA +++
China hat mit drastischen Worten auf mögliche Entschädigungsforderungen der USA wegen der Corona-Krise reagiert. US-Politiker verbreiteten "unverschämte Lügen" über die Pandemie, sagte der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Dienstag in Peking. Damit wollten sie sich "vor ihrer Verantwortung für ihre eigenen, schlechten Maßnahmen zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie drücken und die öffentliche Aufmerksamkeit von sich ablenken".

+++ 11:40 "Dumme" arbeiten weiter - Arbeitgeber gegen Aufstockung von Kurzarbeitergeld +++
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Erhöhung des Kurzarbeitergeldes kritisiert. Die pauschalen Anhebungen dienten nicht der gezielten Bekämpfung von Notlagen im Einzelfall, "sondern befeuern Erwartungshaltungen an den Sozialstaat, die ihn langfristig finanziell völlig überfordern werden", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes zum Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

"Das Ganze bezahlen durch ihren Sozialversicherungsbeitrag auch Menschen, die selbst deutlich weniger verdienen und gar nicht in Kurzarbeit sind, sondern voll durcharbeiten wie zum Beispiel Kassiererinnen und Pflegekräfte." In dem Papier rechnete der BDA vor, dass etwa ein Beschäftigter mit zwei Kindern und einem monatlichen Bruttoeinkommen von 5.000 Euro in der Steuerklasse III in Kurzarbeit über 87 Prozent seines regulären Nettoeinkommens verdiene, obwohl er nur noch zur Hälfte arbeitet. Nach der im Gesetzentwurf geplanten Erhöhung würde er ab dem vierten Monat sogar über 91 Prozent und ab dem siebten Monat über 94 Prozent des regulären Nettoeinkommens verfügen. Dabei verfügt jemand trotz einer Halbierung seiner Arbeitszeit mit Kindern schon jetzt über fast 90 Prozent seines regulären Nettoeinkommens. "Worin hier eine soziale Härte bestehen soll, erschließt sich nicht."

Es stelle sich schnell die innerbetriebliche Gerechtigkeitsfrage, "wer von den Beschäftigten in Kurzarbeit gehen darf, und wer der 'Dumme' ist, der voll weiterarbeiten muss".

+++ 11:40 Zahl der Neuinfektionen in Spanien geht weiter zurück +++
Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Spanien ist weiter gesunken. Das Gesundheitsministerium meldet einen Anstieg bei den Ansteckungen um 1308 auf insgesamt 210.773. Am Vortag waren es noch 1831. Die Zahl der Todesfälle legte um 301 auf 23.822 zu und damit ebenfalls etwas langsamer als am Vortag, als 331 Verstorbene gemeldet worden waren. Die Zahlen liegen zudem deutlich unter den Höchstwerten von Anfang April, als zeitweise mehr als 900 Todesfälle täglich gemeldet wurden.

+++ 11:37 SAP und Telekom arbeiten an Corona-App +++
SAP und Deutsche Telekom springen der Bundesregierung bei der Entwicklung einer Corona-App zur Seite. "Ja, wir sind zusammen mit der Telekom an Bord", sagte ein Sprecher des Walldorfer Softwarekonzerns Reuters. Details könnten noch nicht genannt werden. Die Telekom teilte mit, von der Bundesregierung gefragt worden zu sein, das Projekt zur Entwicklung einer App zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten zu unterstützen. Ursprünglich wollte die Bundesregierung eine solche Anwendung bereits Mitte April auf den Markt bringen – zeitgleich mit den ersten Lockerungen bei den Kontaktsperren. Ein Streit über die Art und Weise der Speicherung, der letztlich die Abkehr vom zunächst favorisierten zentralen Ansatz zur Folge hatte, sowie Unklarheiten bei den Zuständigkeiten führten jedoch zu Verzögerungen. Nun wird es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weitere Wochen dauern.

+++ 11:20 Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Russland +++
Russland meldet einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen. Die Zahl der Ansteckungen sei binnen 24 Stunden um 6411 auf insgesamt 93.558 gestiegen, wie das Coronavirus-Krisenzentrum mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legte zu auf 867. Der Anstieg um 72 ist ebenfalls ein Höchstwert.

+++ 11:08 Palmer kritisiert Rettung von "Menschen, die in halbem Jahr sowieso tot wären" +++
Der Grünen-Politiker Boris Palmer hat den weltweiten Lockdown der Wirtschaft wegen der Corona-Krise erneut scharf kritisiert. "Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären - aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen", sagte der Tübinger Oberbürgermeister im Sat.1-Frühstücksfernsehen. Der Armutsschock, der aus der weltweiten Zerstörung der Wirtschaft entstehe, bringe nach Einschätzung der Vereinten Nationen hingegen Millionen Kinder ums Leben. "Wenn Sie die Todeszahlen durch Corona anschauen, dann ist es bei vielen so, dass viele Menschen über 80 sterben - und wir wissen, über 80 sterben die meisten irgendwann, sagte Palmer.

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+++ 11:05 Lufthansa-Chef: Lieber Insolvenz als Politik Mitsprache einräumen +++
In den Verhandlungen um mögliche Corona-Hilfen prüft die Lufthansa auch eine Insolvenz in Eigenverwaltung anstelle eines direkten Staatseinstiegs. Entsprechende Informationen der Gewerkschaft Ufo wurden am Dienstag von einem Unternehmenssprecher in Frankfurt bestätigt. Ein solches Schutzschirmverfahren hat bereits der Ferienflieger Condor durchlaufen. Das Unternehmen wird in diesem Fall unter die Aufsicht eines Sachwalters gestellt und könnte unter dem bisherigen Management die Sanierung angehen. Laut Gewerkschaft soll Lufthansa-Chef Carsten Spohr intern erklärt haben, dass er das Unternehmen lieber in die Insolvenz in Form eines Schutzschirmverfahrens führe, als sich von der Politik reinreden zu lassen. Dazu erklärte ein Unternehmenssprecher, dass der Vorstand selbstverständlich alle Optionen inklusive des Schutzschirmverfahrens prüfe. Es sei eine Alternative, falls dem Konzern bei einem Staatseinstieg nicht wettbewerbsfähige Bedingungen drohten.

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+++ 11:05 EZB: Keine "erhöhte" Ansteckungsgefahr durch Euro-Scheine +++
Europas Währungshüter sehen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Banknoten mit dem neuartigen Coronavirus. Die Ergebnisse von Laboren, mit denen die Europäische Zentralbank (EZB) zusammenarbeite, deuteten darauf hin, "dass auf Oberflächen wie etwa Plastik in den ersten Stunden 10 bis 100 Mal so viele Viren überleben wie auf unseren Banknoten", schrieb EZB-Direktor Fabio Panetta in einem Artikel, der in mehreren europäischen Zeitungen veröffentlicht wurde, darunter in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Aus anderen Analysen gehe hervor, dass poröse Oberflächen von Baumwollbanknoten das Virus deutlich schlechter übertragen würden als glatte Oberflächen wie Kunststoff. "Im Vergleich zu anderen Oberflächen, mit denen die Menschen tagtäglich in Berührung kommen, geht von Banknoten insgesamt kein erhöhtes Infektionsrisiko aus", schrieb Panetta. Panetta zufolge legte die Nachfrage nach Bargeld zu Beginn der Corona-Krise deutlich zu. Der Wert der pro Woche zusätzlich in Umlauf gegebenen Banknoten sei Mitte März rasant gestiegen und habe beinahe seinen historischen Höchststand von 19 Milliarden Euro erreicht.

+++ 10:55 Bahn verlängert Kulanzregel für Ticket-Umtausch +++
Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft wurden, wie die Bahn der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt. Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen - sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

+++ 10:25 Corona-Ermittlungen in Tirol - Hunderte deutsche Opfer melden sich +++
Mehr als 250 deutsche Urlauber haben sich einem Ermittlungsverfahren zur Ausbreitung des Coronavirus in Tirol angeschlossen. "Bislang haben 285 Personen aus mehreren Ländern erklärt, sich als Opfer dem Verfahren anzuschließen - etwa 90 Prozent davon kommen aus Deutschland", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr, "Focus Online". Die Behörde ermittelt derzeit wegen "Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten". Das österreichische Bundesland Tirol war in den vergangenen Wochen als eine Keimzelle des Coronavirus in die Schlagzeilen geraten. Der österreichische Verbraucherschützer Peter Kolba sammelt seit einigen Wochen Zuschriften von Touristen, die sich ihrer Ansicht nach in Tirol angesteckt haben. Insgesamt erhielt er rund 5000 Zuschriften, rund 70 Prozent davon aus Deutschland. Kolbas Verbraucherschutzverein strebt nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen einen Zivilprozess an und will für die Betroffenen Schadenersatz in Millionenhöhe erstreiten.

+++ 10:15 Jetzt live: RKI-Chef appelliert: "Bleiben Sie weiter zu Hause!" +++
Das Robert-Koch-Institut hat auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Coronavirus-Situation informiert. RKI-Chef Wieler bezeichnet die aktuelle Lage als einen Erfolg, zu dem alle Bürger beigetragen hätten. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Lockerungen der Corona-Regeln gelte es, diesen Erfolg zu verteidigen. Er appelliert "an uns alle": "Lassen Sie uns weiterhin so weit möglich zu Hause bleiben!"

Die Reproduktionszahl liegt demnach derzeit (Stand 27.4.) bei eins - ein Infizierter steckt damit im Mittel einen weiteren Menschen an. Dabei gebe es allerdings große regionale Unterschiede, sagte Wieler. Die Anzahl der neu übermittelten Todesfälle sei weiterhin hoch, die Sterberate liege nach der Statistik erfasster Fälle inzwischen bei 3,8 Prozent; und es gebe weiter viele Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen.

+++ 09:57 KfW: Mittelständler verlieren 75 Milliarden Euro +++
Wegen der Corona-Krise hat der deutsche Mittelstand im März Umsatzeinbußen von insgesamt 75 Milliarden Euro und damit zwei Prozent seiner Jahreserlöse verzeichnet, teilt die staatliche Förderbank KfW zu einer Umfrage mit. "Geschäftsschließungen, Reisebeschränkungen und Kontaktverbote führen zu Umsatzeinbrüchen, schmelzenden Liquiditätspolstern und unsicheren Geschäftsaussichten - und bedrohen die Existenz vieler kleiner und mittlerer Unternehmen." Über 2,2 Millionen Mittelständler und damit rund 58 Prozent hatten demnach im vergangenen Monat Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. Im Schnitt geht den Unternehmen etwa die Hälfte (53 Prozent) der üblicherweise zu erwartenden Umsätze verloren. Dies entspreche etwa 39.000 Euro je Firma.

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Nur Schwimmen und surfen erlaubt. Sonnenbaden am Bondi Beach bleibt weiter verboten.

(Foto: imago images/AAP)

+++ 09:50 Hunderte pilgern an Sydneys Bondi Beach +++
Nach einer mehrwöchigen Sperrung des bekannten Bondi Beachs in Australien sind Hunderte Menschen dort wieder schwimmen und surfen gegangen. Die meisten hielten sich demnach an die weiterhin geltenden Regeln zur Wahrung der physischen Distanz, berichteten australische Medien. Zugänglich sei der Ort über ausgewiesene Ein- und Ausgangspunkte. Der beliebte Strand im Osten Sydneys ist seit Dienstag geöffnet, aber nur zu bestimmten Zeiten und ausschließlich für Sport. Für Sonnenanbeter bleibt er weiterhin tabu.

+++ 09:34 103 neue Todesfälle in Deutschland +++
Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Deutschland ist am Morgen ntv.de-Berechnungen zufolge auf 156.671 gestiegen. Das sind 437 mehr als am Vorabend. Die Gesundheitsbehörden registrierten 103 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahl der von der Lungenkrankheit Genesenen stieg auf 109.611.

+++ 09:28 Deutsche Wirtschaft bricht laut Ifo um 16 Prozent ein +++
Während der Corona-Schließungen ist die deutsche Wirtschaftsleistung dem Ifo-Institut zufolge um 16 Prozent eingebrochen. Das ergebe eine Auswertung der Umfragen des Münchner Instituts im April unter 8800 Unternehmen aus nahezu allen Branchen. "Damit dürfte das Bruttoinlandsprodukt bereits im ersten Vierteljahr um 1,9 Prozent gesunken sein und dann im zweiten um 12,2 Prozent einbrechen", sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen. "Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um kalenderbereinigt 6,6 Prozent schrumpfen." Berücksichtige man die vergleichsweise vielen Arbeitstage, verringere sich der Rückgang auf 6,2 Prozent.

+++ 09:06 Kim Jong Un versteckt sich wohl vor Corona +++
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist nach Einschätzung von Südkorea womöglich aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus von der Bildfläche verschwunden. In Medien wurde zuletzt verstärkt spekuliert, dass Kim ernsthaft erkrankt sein könnte. Südkoreas Wiedervereinigungsminister Kim Yeon Chul betont jedoch bei einer Anhörung im Parlament in Seoul, er halte es angesichts der aktuellen Corona-Lage nicht für ungewöhnlich, dass man Kim nun bereits längere Zeit nicht gesehen habe.

+++ 09:00 Letztes Bundesland will nun doch Maskenpflicht für Einzelhandel +++
Bisher hat Berlin die Maskenpflicht aus den Öffentlichen Nahverkehr beschränkt. Doch übereinstimmenden Berichten der "Bild"-Zeitung und des "Tagesspiegels" zufolge könnte der Senat morgen nun noch eine entsprechende Regelung für den Einzelhandel beschließen. Die Gesundheitssenatorin und die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus sind offenbar dafür, die oppositionelle CDU sowieso. Skeptisch sind den Berichten zufolge die mitregierenden Linken und Grünen.

+++ 08:57 Österreicher dürfen wieder ausgehen +++
Österreich hebt ab Mai die strengen Ausgangsbeschränkungen auf. Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, müssen aber einen Mindestabstand von einem Meter einhalten, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Darüber hinaus sind ab Mai wieder Versammlungen von bis zu zehn Personen erlaubt. Auch Demonstrationen sollen unter bestimmten Voraussetzungen dann wieder möglich sein. Die Maßnahmen gelten vorerst bis Ende Juni. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen aufgrund der Erfolge bei der Eindämmung der Corona-Krise ab 29. Mai wieder öffnen.

+++ 08:54 Altmaier erwägt Rettungsschirm für Gastronomie +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier denkt über weitere Hilfen für die von der Corona-Krise gebeutelte Gastronomie nach. "Sollte es wider Erwarten noch lange dauern, bis eine volle Öffnung möglich ist, dann müssen wir bei den Hilfen auch nachlegen", sagte der CDU-Politiker der ARD. Dann sei ein größerer Rettungsfonds nötig. Die Branche kann bereits Hilfskredite und Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Außerdem haben die Spitzen der Großen Koalition zuletzt beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr auf sieben Prozent zu senken. Altmaier ergänzte, es müsse aber immer sichergestellt werden, dass es nicht vermehrt zu Ansteckungen mit dem Coronavirus komme. "Dafür brauchen wir Lösungen und daran arbeiten wir." Lockerungen von den geltenden Corona-Auflagen könne es geben, wenn dies verantwortbar sei.

+++ 08:27 Deutsche Firmen planen Entlassungen in historischem Ausmaß +++
Deutschlands Unternehmen bereiten sich in der Corona-Krise auf Entlassungen vor. Das ergab die am Dienstag veröffentlichte monatliche Umfrage des Ifo-Instituts unter rund 9000 Unternehmen zu ihrer Beschäftigtenplanung für die nächsten drei Monate. Das daraus ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer stürzte im April auf 86,3 Punkte ab auf ein historisches Tief. Noch nie sei der Rückgang so stark gewesen, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde stark steigen. In allen vier abgefragten Sektoren war der Rückgang des Barometers demnach ohne Beispiel. Bei den Dienstleistern sei er auf ein neues historisches Tief gefallen: Erstmals seit der Finanzkrise wird es hier wieder zu Entlassungen kommen, wie die Umfrage ergab. In der Industrie setzte sich demnach der Trend rückläufiger Mitarbeiterzahlen, der bereits vor der Krise begann, verstärkt fort. Auch im Handel werde die Mitarbeiterzahl sinken. Einzige Ausnahme seien hier die Supermärkte.

+++ 08:09 Corona-Großeinsatz: Feuerwehr muss 73 Senioren in Klinik bringen +++
Wegen eines Corona-Ausbruchs in einer Pflegeeinrichtung in Berlin musste in der Nacht die Feuerwehr zu einem Großeinsatz anrücken. In dem Heim waren 28 Infektionen bestätigt worden, weitere werden vermutet. Die Feuerwehr brachte nach eigenen Angaben 73 Personen in Kliniken.

+++ 08:01 Deutschem Wald steht Wander-Boom bevor +++
Wandern in Deutschland könnte in Zeiten der Corona-Pandemie mit ihren Reisebeschränkungen in diesem Jahr eine der wenigen Urlaubsmöglichkeiten werden. Experten erwarten deshalb eine Art Boom in den kommenden Monaten. Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes geht davon aus, dass sich der Binnentourismus deutlich früher erholt als der internationale Reiseverkehr. Doch können Wald und Wege den zumindest augenscheinlichen Wander-Boom verkraften? Klar, meinen die Experten. Der Wanderverband ist sicher, dass es in Deutschland auch in Corona-Zeiten genug Wege und Platz gebe, damit alle ausreichend Sicherheitsabstand halten können.

+++ 07:59 Organisator erwägt Absage der Olympischen Spiele 2021 +++
Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf Sommer 2021 verschobenen Olympischen Spiele sollen nach Veranstalterangaben im Fall einer dann weiter andauernden Pandemie abgesagt werden. Die Spiele könnten nicht über 2021 hinaus verschoben werden, sagte Japans Chef-Organisator Yoshiro Mori der Zeitung "Nikkan Sports". "In dem Fall werden sie abgesagt."

+++ 07:35 Bericht: EU-Kommission will deutsche Wirtschaft ausbremsen +++
Aus Brüssel kommt Widerspruch gegen die Pläne der Bundesregierung, Kredithilfen für angeschlagene Unternehmen auszuweiten. Das "Handelsblatt" vermutet dahinter eine Strategie der EU-Kommission, um deutsche Unternehmen absichtlich auszubremsen, um die relative Stärke der deutschen Wirtschaft zu schwächen. Wenn Deutschland 100 Milliarden Euro an Hilfen aufbiete und etwa Frankreich nur 20 Milliarden, bestehe die Gefahr von "Diskrepanzen im Binnenmarkt", sagte EU-Industriekommissar Thierry Breton dem "Handelsblatt".

+++ 07:08 Brasilien: Zahl der Toten steigt massiv - Leichen in Kühlcontainer +++
Kein Land in Lateinamerika ist von der Corona-Pandemie stärker betroffen als Brasilien: Mittlerweile hat das größte Land der Region mehr als 66.000 Infizierte registriert; 4205 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bereits gestorben. Dies geht aus den jüngsten Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums in Brasília vom Montag hervor. Es war - nach Samstag - die zweithöchste Zahl der registrierten Infektionen in Brasilien an einem Tag seit Beginn der Covid-19-Pandemie. Laut der Beobachtungsstelle brasilianischer Universitäten verdoppelte sich die Zahl der Corona-Toten zuletzt innerhalb von acht Tagen. Angesichts der steigenden Infektionen und wegen der bisweilen chaotischen Zustände im Gesundheitssystem sind Krankenhäuser an ihre Grenzen geraten. In Rio de Janeiro gab es keine Intensivbetten in öffentlichen Hospitälern mehr. In der Amazonas-Metropole Manaus wurde ein Kühlcontainer vor einem großen Hospital aufgestellt, um die Leichen zu lagern. Massengräber wurden ausgehoben.

+++ 07:01 So planen die Krankenhäuser Rückkehr zum Regelbetrieb +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat einen 10-Punkte-Plan aufgestellt, wie sich die Kliniken die Rückkehr zu einem eingeschränkten Regelbetrieb vorstellen. Das Dokument liegt der "Rheinischen Post" vor.

Wie die Zeitung berichtet, rechnen die Kliniken damit, dass sie "bis weit in das Jahr 2021“ hinein Covid-19-Erkrankte versorgen müssen. Es gelte weiter "die Vorgabe, 20 Prozent ihrer Intensivbehandlungsbetten mit Beatmungsmöglichkeit freizuhalten", heißt es in dem Papier. Die Krankenhäuser müssen zudem in der Lage sein, innerhalb von "72 Stunden weitere Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten zu organisieren, wenn es der Anstieg der Reproduktionsrate bei den Infektionen erfordert". Dabei geht es um weitere 20 Prozent der Kapazitäten. Reha-Kliniken sollen ihren Regelbetrieb dagegen wieder uneingeschränkt aufnehmen.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn möchte, dass die Kliniken ab Freitag schrittweise ihren Regelbetrieb wieder aufnehmen.

+++ 06:55 Dutzende Klagen gegen Corona-Regeln in Hessen +++
Immer mehr Firmen und Bürger wehren sich vor Hessens oberstem Verwaltungsgericht gegen Beschränkungen in der Corona-Pandemie. "Beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) sind bisher insgesamt 37 Verfahren, davon 26 Eilverfahren eingegangen, die 'Corona-Bestimmungen' betreffen", sagte ein VGH-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Inhaltliche Schwerpunkte seien die Schließung von Geschäften, Sport und Freizeitaktivitäten wie Fitnessstudios, das Verbot von Gottesdiensten sowie von Versammlungen. Laut dem Gerichtshof ist bisher in acht Eil-Verfahren entschieden worden. Nachdem Bayerns höchstes Verwaltungsgericht das in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt, werden sich auch die hessischen Richter damit befassen. Ein entsprechendes Verfahren der Firma Karstadt/Kaufhof sei anhängig, erklärte der Sprecher. Eine Entscheidung werde voraussichtlich in dieser Woche erfolgen. Zudem seien weitere entsprechende Verfahren von anderen Unternehmen zur Ladenöffnung anhängig. Ganz neu sei ein Eilantrag eingegangen, der die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes betreffe.

+++ 06:52 Deutsche Wirtschaft will auch in Russland wieder hochfahren +++
Die deutsche Wirtschaft in Russland hat die Regierung in Moskau nach rund einem Monat Zwangsferien zu einem Hochfahren des Arbeitslebens aufgefordert. "Der Staat muss mehr Eigenverantwortung zulassen. Die Unternehmen sind in der Lage, ihre Mitarbeiter mit entsprechenden Hygienemaßnahmen gut zu schützen, letztlich besser als der Staat", sagte der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp, der Deutschen Presse-Agentur. Präsident Wladimir Putin hatte einen arbeitsfreien Monat bis Ende April angeordnet. Er will sich in dieser Woche äußern, ob der Lockdown verlängert wird. Allein die rund 4200 deutschen Unternehmen in Russland hätten bereits Verluste von Hunderten Millionen Euro verzeichnet, sagte Schepp. So stehe etwa auch das große Volkswagen-Werk in Kaluga, ein deutsches Vorzeigeprojekt in Russland, seit dem 30. März still. "Wir kämpfen zum Beispiel in Moskau auch darum, dass Obi seine Baumärkte wieder öffnen kann, damit die Menschen Saatgut, Torf und Dünger kaufen können. Jetzt ist die Zeit der Aussaat. In Russland, wo viele Obst und Gemüse selbst anbauen auf der Datscha, ist das lebensnotwendig", sagte Schepp.

+++ 06:29 Opposition: Seehofer soll "Corona-Schweigegelübde" brechen +++
Vertreter von FDP und Grünen vermissen in der Corona-Krise öffentliche Stellungnahmen von Bundesinnenminister Horst Seehofer. Es sei im Innenausschuss ein Thema, "dass man den Minister derzeit schlicht nicht wahrnimmt", sagte der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Lage sei "innenpolitisch megaernst, und das Bundesinnenministerium ist einfach nicht auf dem Platz".

Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle sagte den Funke-Zeitungen, während sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor jede Kamera stelle, sei CSU-Parteikollege Seehofer seit Wochen abgetaucht. "Die Bekämpfung des Infektionsgeschehens ist aber nicht nur Sache der Bundesländer, sondern auch eine Angelegenheit der Innenpolitik. Von Grenzkontrollen durch die Bundespolizei bis zu Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe - die Zuständigkeiten des Bundesinnenministeriums liegen auf der Straße", kritisierte Kuhle. "Horst Seehofer sollte daher sein Corona-Schweigegelübde brechen und deutlicher Stellung beziehen, auch zu der Frage, wie das angemessene Verhältnis zwischen Bürgerrechten und Gesundheitsschutz aussieht."

+++ 06:22 Lockerungen in Australien: Strände in Sydney geöffnet +++
In Australien lockern einige Bundesstaaten langsam die Coronavirus-Beschränkungen. Im Bundesstaat New South Wales (NSW), der fast die Hälfte der rund 6700 Fälle von Covid-19 in Australien verzeichnet, dürfen ab Freitag bis zu zwei Erwachsene eine andere Person zu Hause besuchen. Auch Bondi Beach und zwei benachbarte Strände in Sydney sind wieder für die Anwohner geöffnet. Die Regierung werde am 12. Mai einen Überblick über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus geben, zunächst seien auch keine weiteren Konjunkturpakete geplant, erklärt das Finanzministerium. Die Rate der lokalen Neuinfektionen hatte sich auf knapp ein Prozent pro Tag verlangsamt, vor einem Monat lag diese noch bei 25 Prozent. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 84 Todesfälle landesweit bestätigt.

+++ 06:08 Vorschlag: Zugang zu Fußgängerzonen nur mit Ticket +++
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) will mithilfe digitaler Techniken die Wirtschaft schneller hochfahren. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf ein Konzept des Verbandes, das am Wochenende an Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Vertreter der Großen Koalition verschickt wurde. "Digitale Lösungen helfen, im Alltag Abstand zu halten, ohne zu Hause bleiben zu müssen", zitiert das Netzwerk aus dem Papier. Dort wird unter anderem vorgeschlagen, den Zugang zu Geschäften, Hotels oder Fußgängerzonen über Ticket-Systeme zu begrenzen. Diese seien "ein äußerst wirksames und vielfältig einsetzbares Instrument zur Vermeidung von Menschenansammlungen". Die Tickets könnten über entsprechende Apps bereitgestellt werden. Über eine solche App könnten Kunden auch Einkaufszeiten in Geschäften und Dienstleistung buchen, schreibt der DIHK.

+++ 06:05 Japans Ärztechef zweifelt an Olympia 2021 +++
Der Chef der japanischen Ärztekammer stellt die Durchführung der Olympischen Spiele 2021 ohne Impfstoff infrage. Es werde für Tokio eine Herausforderung darstellen, die Olympischen Spiele im nächsten Jahr auszurichten, wenn es keinen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, sagte Yoshitake Yokokura. "Ich sage nicht, dass Japan die Olympischen Spiele ausrichten sollte oder nicht, aber dass es schwierig wäre, dies zu tun", so Yokokura.

+++ 06:03 China meldet sechs neue Infektionen +++
China berichtet sechs neue Coronavirus-Fälle, gegenüber drei am Vortag. Die Nationale Gesundheitskommission erklärt, dass alle neuen Fälle von Einreisenden stammten. Die Gesamtzahl der COVID-19-Infektionen steigt damit nach offiziellen Angaben auf 82.836. Die Totenzahl auf dem chinesischen Festland durch COVID-19 bleibt unverändert bei 4633.

+++ 05:43 Spahn will schrittweise Öffnung der Kliniken für Normalbetrieb ab Freitag +++
Angesichts des abgeschwächten Verlaufs der Corona-Pandemie in Deutschland fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder auf, die Zahl der in den Krankenhäusern für Infizierte reservierten Intensivbetten herunterzufahren und die Kliniken schrittweise wieder für die Versorgung anderer Patienten zu öffnen. Die Entwicklung bei den Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt es in einem Konzept Spahns, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Seit Mitte März haben die Kliniken deutschlandweit alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Aufnahmen und Operationen verschoben, um für die Behandlung von Corona-Patienten vorbereitet zu sein.

+++ 05:31 Handel erwartet bis zu 50.000 Insolvenzen +++
Der Handel rechnet infolge der Corona-Krise mit bis zu 50.000 Insolvenzen von Einzelhandelsgeschäften. "In den vier Wochen Schließungen der Geschäfte im Non-Food-Bereich haben wir rund 30 Milliarden Umsatz verloren, den wir auch nicht wiederbekommen werden. Pro Tag waren dies rund 1 Milliarde Euro", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seit der Wiedereröffnung vieler Geschäfte sei der Kundenverkehr verhalten. Aktuell verliere der Handel "täglich weiterhin einen hohen dreistelligen Millionenbetrag". Der Handelsverband fürchtet 50.000 Insolvenzen, weil das Eigenkapital vieler Unternehmen insbesondere wegen hoher Mietforderungen nicht ausreiche. "Insbesondere institutionelle Vermieter sind oft nicht zu Stundungen der Miete bereit - oder sie verlangen Stundungszinsen von 5 bis 9 Prozent", kritisiert Genth. "Hier fordern wir eine Risikoteilung." Betroffen seien sowohl große Filialunternehmer als auch kleine Geschäfte. "Wir fürchten sehr, dass die Innenstädte nach der Krise nicht mehr so aussehen werden wie vor der Krise - und viele Läden fehlen", so der HDE-Hauptgeschäftsführer.

+++ 05:22 SPD kritisiert Schäuble-Äußerungen +++
Die Aussagen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble von der CDU, dass in der Corona-Krise nicht alle Maßnahmen dem Schutz von Leben untergeordnet werden dürften, stoßen in der SPD-Spitze auf Kritik. Damit habe Schäuble "offenbar bei einigen den Eindruck entstehen lassen, nun sei es auch mal gut mit den Einschränkungen", sagt Parteichef Norbert Walter-Borjans der "Welt". Dies sei "gefährlich". Wenn jetzt wegen einer "falsch verstandenen Güterabwägung zwischen Geld oder Leben" voreilig Beschränkungen gelockert würden, "verlieren wir am Ende beides", warnt Walter-Borjans. Schäuble hat zur Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise gesagt: "Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig."

+++ 05:12 DIW-Ökonom Kemfert fordert Staatshilfen mit Klimawirkung +++
Die Berliner Ökonomin Claudia Kemfert fordert, Staatshilfen für Unternehmen in der Corona-Krise auf ihre Klimawirkung zu überprüfen. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) sagte sie: "Es geht darum, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Nach der Finanzkrise 2009 wurden Gelder für Maßnahmen bereitgestellt, die in keinster Weise auf ihre Umweltwirkungen geprüft wurden." Auch durch die Abwrackprämie komme es heute zu hohen Emissionen im Straßenverkehr, betonte die Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). "Solche langfristigen Schäden müssen wir dieses Mal vermeiden und staatliche Hilfen alle auf ihre Klimawirkung abklopfen."

+++ 05:02 Dreyer stützt Merkels Kurs bei Corona-Lockerungen +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt in der Frage weiterer Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise den vorsichtigen Kurs von Kanzlerin Angela Merkel und dämpft Erwartungen an das Bund-Länder-Gespräch an diesem Donnerstag. "Wir wissen momentan noch überhaupt nicht, wie sich die jüngsten Lockerungsmaßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirken", sagt die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". Sie betont: "Ich möchte zu hohe Erwartungen an weitere Lockerungen nach der Schalte mit der Bundeskanzlerin am 30. April dämpfen." Es gehe um größtmögliche Einigkeit in grundsätzlichen Fragen. Allerdings müsse es immer auch Raum für unterschiedliche Ausgestaltungen geben, da die Regionen unterschiedlich betroffen seien.

+++ 04:50 Japans Arbeitslosenquote steigt auf Einjahreshoch +++
Der Arbeitsmarkt in Japan bricht infolge der Coronavirus-Pandemie ein. Die Arbeitslosenquote steigt im März auf den höchsten Stand seit einem Jahr, zudem rutscht die Zahl der verfügbaren Stellen auf ein dreijähriges Tief, wie offizielle Daten zeigen. "Die Beschäftigungslage wird sich voraussichtlich im April weiter verschlimmern, daher denke ich, dass es erst Beginn einer Verschlechterung darstellt", sagt Atsushi Takeda, Chefökonom am Forschungsinstitut Itochu.

+++ 03:56 Fed weitet Hilfen für ländlichere Gebiete aus +++
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) weitet ihre Finanzhilfen für die ländlichere Gebiete aus. Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren von Countys mit nur 500.000 Einwohnern und Städten mit nur 250.000 Einwohnern sind nun möglich. Die anfängliche Limitierung auf eine Bevölkerungszahl von 2 Millionen für Landkreise und 1 Million für Städte sei aufgehoben, teilt die Fed mit. Das überarbeitete Programm würde es den lokalen Verwaltungsgebieten ermöglichen, "wesentlich mehr" Zugang zu Hilfe der Fed zu erhalten, "um die durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Liquiditätsbelastungen zu bewältigen", so die Zentralbank. Die Änderungen bedeuten, dass die Fed nun bereit ist, die Kommunalanleihen von rund 90 Städten und über 100 Countys vom kalifornischen Los Angeles County mit einer Bevölkerung von bis zu 10 Millionen bis hin zu Glendale City, Arizona, mit 250.702 Einwohnern zu kaufen.

+++ 03:22 Kaliforniens Gouverneur warnt vor Gedränge an +++
Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, appelliert in der Corona-Krise an die Bürger des US-Bundesstaates, Gedränge an den Stränden künftig zu unterlassen. "Das Virus macht am Wochenende keine Pause", sagt Newsom. Alarmiert hat den Gouverneur der Andrang an einigen Stränden bei sonnigem Wetter am vergangenen Wochenende. In den südkalifornischen Bezirken Orange und Ventura waren am Sonntag bei Temperaturen von über 30 Grad zahlreiche Menschen an die Strände geströmt. Die dortigen Strände sind im Gegensatz zu jenen im benachbarten Los Angeles nicht geschlossen.

+++ 02:58 Hongkongs Hotelbranche: Besucherrückgang um 98 Prozent +++
Das Hotelgewerbe in Hongkong leidet massiv unter den Folgen der Coronakrise. Die Hotels in der chinesischen Sonderverwaltungszone verzeichnen im Februar eine Gesamtauslastung von 29 Prozent gegenüber 91 Prozent im Jahr zuvor, da die Besucherzahlen des Finanzzentrums um 98 Prozent einbrachen, teilt das Hong Kong Tourism Board mit. "Neuneinhalb von zehn Hotels verlieren jetzt Geld, weil es keine Touristen mehr gibt und sie sich ausschließlich auf die Inlandsnachfrage verlassen müssen, also halten sie irgendwie durch", sagte der CBRE-Geschäftsführer Reeves Yan.

+++ 02:36 US-Telekomanbieter setzen Kündigungen von Kundenverträgen aus +++
Große US-Telekommunikationskonzerne erklären sich bereit, auf Säumniszuschläge oder Kündigungen bei vom Virus betroffene Kunden bis zum 30. Juni zu verzichten. Der freiwilligen Selbstverpflichtung schließen sich unter anderem die beiden größten US-Mobilfunkanbieter Verizon Communications und AT&T, sowie der Kabelgigant Comcast an.

+++ 02:11 Trump: US-Wirtschaftserholung wird "phänomenal" +++
US-Präsident Donald Trump blickt mit Optimismus auf die wirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Das dritte, aber vor allem das vierte Quartal würden mit Blick auf die Wirtschaftsleistung "spektakulär" werden, sagt Trump. Was im zweiten Quartal passiere, passiere im zweiten Quartal. "Ich denke, wir werden ein phänomenales drittes Quartal haben", so Trump. Das vierte Quartal und das kommende Jahr würden "phänomenal".

+++ 01:55 NBA: Trainingsgelände könnten demnächst öffnen +++
Die NBA erlaubt ihren Teams einen ersten kleinen Schritt zurück zur Normalität in der Corona-Krise. Einhergehend mit den Lockerungen der Vorschriften in einigen US-Bundesstaaten dürfen Basketball-Profis die Einrichtungen ihrer Clubs zukünftig wieder zum Trainieren nutzen - allerdings frühestens ab dem 8. Mai, auf freiwilliger Basis und ohne die Anwesenheit von Trainern. Zudem dürfen nie mehr als vier Spieler gleichzeitig da sein und eine Zusammenarbeit dieser der Profis ist untersagt. Voraussetzung ist zudem, dass die lokalen Behörden diese Form der Einzeltrainings erlauben. Die Saison in der stärksten Basketball-Liga der Welt ist seit dem 11. März unterbrochen.

+++ 01:38 Trump: Pandemie hätte verhindert werden können +++
US-Präsident Donald Trump hält an seiner Überzeugung fest, dass China die Ausbreitung des Coronavirus auf andere Länder hätte verhindern können. "Wir führen sehr ernste Untersuchungen durch. Wir sind nicht glücklich mit China. Wir glauben, dass es an seinem Entstehungsort hätte gestoppt werden können. Es hätte ganz schnell eingedämmt werden können und damit hätte es sich nicht auf der ganzen Welt ausgebreitet", sagt Trump.

+++ 01:22 Uganda wil mehr als 800 Gefangene freilassen +++
Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus in überfüllten Gefängnissen in Uganda sollen mehr als 800 Häftlinge freigelassen werden. Präsident Yoweri Museveni habe 833 Gefangene begnadigt, sagt ein Sprecher des Strafvollzugswesens. Demnach handelt es sich unter anderem um Gefangene, die wegen leichter Vergehen inhaftiert wurden und bereits drei Viertel ihrer Haft abgesessen haben. Das ostafrikanische Land hat nach Angaben der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC bislang 79 Fälle von Covid-19 bestätigt. Menschenrechtler fordern seit geraumer Zeit die Freilassung einiger der rund 62 000 Häftlinge in Uganda

+++ 01:04 Trump erwägt Schulöffnungen +++
In Bezug auf mögliche Lockerungsmaßnahmen in den USA geht US-Präsident Donald Trump davon aus, dass bald viele Schulen wieder öffnen könnten, auch wenn es nur noch wenige Wochen bis zu den Ferien seien. Als Begründung führt er an, dass es so aussehe, dass das Virus junge Menschen nicht stark betreffe. Alle Teile des Landes seien in Bezug auf die Infektionszahlen in "guter Verfassung" oder würden sich zum Besseren entwickeln.

+++ 00:41 Lettland will Corona-Schutzmaßnahmen schrittweise lockern +++
In Lettland soll der Weg aus der Corona-Krise zurück in Richtung Normalität schrittweise erfolgen. Nach Angaben von Ministerpräsident Krisjanis Karins will die Regierung in Riga in der kommenden Woche Entscheidungen über den Ausstieg aus dem Corona-Notstand treffen. Dazu werde sich das Kabinett des baltischen EU-Landes in seiner nächsten Sitzung mit verschiedenen, vom Krisenstab ausgearbeiteten Szenarien befassen, sagt Karins. Auch erwäge die Regierung, die Menschen zum Tragen eines Mundschutzes im öffentlichen Raum aufzufordern.

+++ 00:18 Südkorea: Verbraucherstimmung so schlecht wie vor elf Jahren +++
In Südkorea ist die Stimmung der Verbraucher im April so schlecht wie zuletzt vor elf Jahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Notenbank der viertgrößten asiatischen Volkswirtschaft.

+++ 23:57 Boeing: Corona-Krise wird Luftfahrt jahrelang belasten +++
Der US-Flugzeugbauer Boeing geht davon aus, dass die internationale Luftfahrtindustrie sich nur sehr langsam von der Corona-Krise erholen wird. "Wir erwarten, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, bis das Reiseaufkommen wieder das Niveau von 2019 erreicht", warnt Boeing-Chef Dave Calhoun die Aktionäre bei der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns. Bis die Luftfahrtbranche wieder zu ihrem langfristigen Wachstumstrend zurückfinde, dürfe es einige weitere Jahre erfordern, so Calhoun. Die Krise sei "anders als alles, was wir jemals erlebt haben" und es sei "schwer einzuschätzen, wann sich die Situation stabilisieren wird".

+++ 23:30 68.850 Euro für Angehörige gestorbener Pflegekräfte +++
Die britische Regierung zahlt den Angehörigen von Pflegepersonal oder Krankenhausmitarbeitern, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben und daran gestorben sind, 60.000 Pfund (68.850 Euro). Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an.

+++ 22:59 VW fordert Konjunkturprogramm für Autoindustrie +++
Volkswagen fordert staatliche Investitionen zugunsten von Kfz-Herstellern. "Wir brauchen dringend ein Konjunkturprogramm für die Autoindustrie", sagt VW-Chef Herbert Diess der ARD. Deutschland sei ein Autoland und das Auto die "wahrscheinlich beste Möglichkeit, die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln." Diess erklärt, der große Effekt liege vor allem daran, dass eine "Bestellkette losgeht, sobald der Kunde in den Handelsbetrieb kommt." Das sichere Arbeitsplätze beim Handel, beim Hersteller und beim Zulieferer.

+++ 22:33 Amazon liefert in Frankreich bis 5. Mai keine Waren aus +++
In Frankreich müssen sich Kunden von Amazon in Geduld üben: Bis mindestens 5. Mai liefert der US-Versandhändler keine Waren aus. Das Berufungsgericht in Versailles bestätigte, dass der Online-Reise seine Logistikzentren auf Corona-Ansteckungsrisiken für die Mitarbeiter überprüfen muss. Die Amazon-Mitarbeiter sollen nun bis einschließlich 5. Mai zu Hause bleiben. Sie sollen in dieser Zeit ihren vollen Lohn erhalten. Die Amazon-Verteilzentren sind in Frankreich bereits seit dem 16. April geschlossen. Ein Gericht in erster Instanz hatte Gewerkschaftern Recht gegeben, die wegen mangelnder Schutzausrüstung und fehlender Abstandsregeln geklagt hatten.

+++ 22:16 150 Ärzte in Italien an Covid-19 gestorben +++
In Italien sind mehr als 150 Ärzte im Zuge der Epidemie ums Leben gekommen. Der Chirurgen-Verband FNOMCEO gibt ihre Zahl mit 151 an. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich auf 26.977, wie die Gesundheitsbehörden in Rom mitteilen. Damit bleibt Italien das am meisten betroffene Land in Europa vor Spanien und Frankreich. Weltweit zählen nur die USA mehr Tote. Innerhalb von 24 Stunden starben in Italien 333 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: fzö/mbo/bad/rts/dpa/AFP