Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:57 Boeing: Corona-Krise wird Luftfahrt jahrelang belasten +++

Der US-Flugzeugbauer Boeing geht davon aus, dass die internationale Luftfahrtindustrie sich nur sehr langsam von der Corona-Krise erholen wird. "Wir erwarten, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, bis das Reiseaufkommen wieder das Niveau von 2019 erreicht", warnt Boeing-Chef Dave Calhoun die Aktionäre bei der jährlichen Hauptversammlung des Konzerns. Bis die Luftfahrtbranche wieder zu ihrem langfristigen Wachstumstrend zurückfinde, dürfe es einige weitere Jahre erfordern, so Calhoun. Die Krise sei "anders als alles, was wir jemals erlebt haben" und es sei "schwer einzuschätzen, wann sich die Situation stabilisieren wird".

+++ 23:30 68.850 Euro für Angehörige gestorbener Pflegekräfte +++
Die britische Regierung zahlt den Angehörigen von Pflegepersonal oder Krankenhausmitarbeitern, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben und daran gestorben sind, 60.000 Pfund (68.850 Euro). Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an.

+++ 22:59 VW fordert Konjunkturprogramm für Autoindustrie +++
Volkswagen fordert staatliche Investitionen zugunsten von Kfz-Herstellern. "Wir brauchen dringend ein Konjunkturprogramm für die Autoindustrie", sagt VW-Chef Herbert Diess der ARD. Deutschland sei ein Autoland und das Auto die "wahrscheinlich beste Möglichkeit, die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln." Diess erklärt, der große Effekt liege vor allem daran, dass eine "Bestellkette losgeht, sobald der Kunde in den Handelsbetrieb kommt." Das sichere Arbeitsplätze beim Handel, beim Hersteller und beim Zulieferer.

 

+++ 22:33 Amazon liefert in Frankreich bis 5. Mai keine Waren aus +++
In Frankreich müssen sich Kunden von Amazon in Geduld üben: Bis mindestens 5. Mai liefert der US-Versandhändler keine Waren aus. Das Berufungsgericht in Versailles bestätigte, dass der Online-Reise seine Logistikzentren auf Corona-Ansteckungsrisiken für die Mitarbeiter überprüfen muss. Die Amazon-Mitarbeiter sollen nun bis einschließlich 5. Mai zu Hause bleiben. Sie sollen in dieser Zeit ihren vollen Lohn erhalten. Die Amazon-Verteilzentren sind in Frankreich bereits seit dem 16. April geschlossen. Ein Gericht in erster Instanz hatte Gewerkschaftern Recht gegeben, die wegen mangelnder Schutzausrüstung und fehlender Abstandsregeln geklagt hatten.

+++ 22:16 150 Ärzte in Italien an Covid-19 gestorben +++
In Italien sind mehr als 150 Ärzte im Zuge der Epidemie ums Leben gekommen. Der Chirurgen-Verband FNOMCEO gibt ihre Zahl mit 151 an. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich auf 26.977, wie die Gesundheitsbehörden in Rom mitteilen. Damit bleibt Italien das am meisten betroffene Land in Europa vor Spanien und Frankreich. Weltweit zählen nur die USA mehr Tote. Innerhalb von 24 Stunden starben in Italien 333 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19.

+++ 21:58 New York bekommt bis zu 160 Kilometer autofreie Straßen +++
In der Millionenmetropole New York könnten bis zu 160 Kilometer Straße für Autos und Lastwagen gesperrt werden. Zudem sollen Bürgersteige erweitert und Fahrradwege ausgebaut werden, kündigt Bürgermeister Bill de Blasio an. Die ersten rund 65 Kilometer Straßen sollten bereits in den kommenden vier Wochen gesperrt werden, die restlichen dann im Lauf des Sommers. Welche der Straßen New Yorks, die insgesamt fast 10.000 Kilometer lang sind, genau autofrei werden, müsse noch geplant werden. Die Menschen sollen mit den Straßensperrungen einfacher Abstand voneinander halten können. In der Millionenmetropole gelten zwar strenge Ausgangsbeschränkungen, Sport und Bewegung an der frischen Luft sind aber erlaubt und in den Parks wird es deswegen vor allem bei schönem Wetter schnell sehr voll. Die Straßen sollen so lange geschlossen bleiben, wie die Ausgangsbeschränkungen gelten.

+++ 21:36 Zahl der Toten in den USA übertrifft Marke von 50.000 +++
Die USA sind das mit Abstand am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Laut Zählung der "New York Times" haben sich dort bisher 977.256 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Damit nähert sich der Fallzahl der Millionengrenze. Mindestens 50.134 Covid-19-Patienten sind bereits gestorben. Anders als die Johns-Hopkins-Universität zählt die Zeitung nur Todesfälle, die offiziell auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Infektion zwingend ursächlich für den Tod war.

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+++ 21:17 Ansteckungsrate in Deutschland wieder gestiegen +++
Die Reproduktionszahl ist erstmals seit Mitte März wieder auf 1,0 gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht das Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. In der Konsequenz bedeutet das, dass ein Infizierter in Deutschland im Schnitt eine weitere Person ansteckt. Politiker und Experten des RKI haben als Ziel ausgegeben, die Ansteckungsrate langfristig unter einen Wert von 1,0 zu drücken, um die Pandemie nachhaltig einzudämmen. Womit der aktuelle Anstieg genau zusammenhängt, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Die Inkubationszeit des Virus beträgt bis zu 14 Tage. Vor zwei Wochen gingen die Osterfeiertage zu Ende.

+++ 20:55 Frankreich setzt Hoffnung auf Rheumamittel +++
"Heute haben wir ermutigende Ergebnisse in der klinischen Forschung gesehen." Das französische Gesundheitsministerium setzt im Kampf gegen Covid-19 den Fokus auf ein spezielles Medikament. Es gebe internationale und nationale Studien, die eine Überreaktion des Immunsystems bei manchen Verläufen der Erkrankung untersuchen. Dabei habe eine Studie gezeigt, dass die mit dem Rheumamittel Tocilizumab behandelten Patientinnen und Patienten weniger Beatmungshilfe benötigten und eine geringere Sterblichkeitsrate in den folgenden 14 Tagen aufwiesen, so das Ministerium. "Dies ist das erste getestete Medikament, für das in einer klinischen Studie eine signifikante Wirkung beobachtet wird", heißt es weiter. "Weitere laufende Studien sind erforderlich, um den Wert dieser Behandlung zu bestätigen."

+++ 20:35 Verwirrung um Trumps Pressekonferenzen +++
Nach dem Desinfektionsmittel-Debakel sollen die Pressekonferenzen von US-Präsident Donald Trump ein neues Format bekommen. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany sagt im Sender Fox News, die Arbeit des Präsidenten solle auf neue Art und Weise dargestellt werden. Während Trump seine Angriffe auf die Medien fortsetzte, wurde eine Corona-Pressekonferenz im Weißen Haus zunächst angekündigt, dann abgesagt und dann wieder angesetzt. Sie soll nun um 17 Uhr (Ortszeit/ 23 Uhr MEZ) stattfinden. Trump hatte seine regelmäßigen Pressekonferenzen am Wochenende infrage gestellt. Was habe es für einen Zweck, Pressekonferenzen abzuhalten, wenn die Medien "nichts als feindselige Fragen stellen & sich dann weigern, die Wahrheit oder Fakten genau zu berichten", schrieb er auf Twitter. "Sie haben Rekord-Einschaltquoten & das amerikanische Volk bekommt nichts als Fake News." Das sei den Aufwand nicht wert. Am Samstag und Sonntag fanden keine Pressekonferenzen statt.

+++ 20:19 Unionsfraktionsvize fordert Steuervorteile für Corona-App-Nutzer +++
Unionsfraktionsvize Thorsten Frei schlägt einen Steuerbonus für Nutzer der geplanten Corona-Warn-App vor. Er wolle "den Anreiz für einen wirklichen Gebrauch der App erhöhen", sagt Frei der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Dem CDU-Politiker zufolge müssten 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung die App benutzen, damit der gewünschte Effekt einer wirksamen Eindämmung der Pandemie erreicht werden könne. Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie soll erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind - und deren Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich in der Nähe von infizierten Personen aufgehalten haben. Noch ist unklar, wann die Smartphone-Anwendung, die auf Abstandsmessung via Bluetooth basiert, an den Start gehen kann.

+++ 19:57 Zahlen für Deutschland: 733 neue Fälle erfasst +++
Die Zahl der gemeldeten Infektionen ist in Deutschland nach Berechnungen von ntv.de auf 156.232 angewachsen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der Bundesländer hervor. Damit wurden innerhalb von 24 Stunden 733 neue Fälle erfasst. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist um 103 auf 5839 gestiegen. Die Zahl der Genesenen wird mit 109.601 angegeben.

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+++ 19:51 Mehr als 125.000 Corona-Tote in Europa +++
Die Zahl der in Europa am Coronavirus gestorbenen Menschen ist laut ntv-Zählung auf mehr als 125.000 gestiegen. Wie aus der auf offiziellen Angaben von Ländern und Regionen beruhenden Auswertung hervorgeht, starben in den europäischen Ländern bis heute Abend insgesamt 125.499 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, darunter 26.977 in Italien, 23.521 in Spanien, 22.856 in Frankreich sowie 21.092 in Großbritannien. Europa ist damit nach wie vor der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit starben nach offiziellen Angaben mehr als 201.000 Menschen. Europaweit wurden mehr als 1,3 Millionen Infektionsfälle registriert. Bei der überwiegenden Mehrheit dieser Ansteckungen verläuft die Erkrankung ohne lebensbedrohliche Komplikationen.

+++ 19:38 China weist Vorwürfe der Einflussversuche in Ministerien zurück +++
Die chinesische Regierung wehrt sich gegen Vorwürfe, sie habe versucht, deutsche Beamte zu beeinflussen. Die Vorwürfe seien "unwahr sowie verantwortungslos", teilt die Botschaft in Berlin mit. Es fehlten jegliche Beweise für diese Berichte. China habe vielmehr in der Corona-Krise "in offener, transparenter und verantwortungsbewusster Weise äußerst umfassende, strenge und gründliche Maßnahmen ergriffen". Gleichzeitig habe das Land die WHO über die Epidemie informiert, die vollständigen Gensequenzen des neuartigen Coronavirus mit allen anderen Ländern geteilt, mit ausländischen Experten für Seuchenprävention und -kontrolle kooperiert und anderen Ländern geholfen, teilt die Botschaft weiter mit. China und Deutschland stünden in engem Austausch im Kampf gegen die Pandemie.

+++ 19:15 WHO-Chef Tedros: Die Welt hätte auf uns hören sollen +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert angesichts der weltweiten Verbreitung des Coronavirus eine verspätete Reaktion der internationalen Gemeinschaft. "Die Welt hätte aufmerksam auf die WHO hören sollen, denn der globale Notstand wurde am 30. Januar ausgerufen", sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Seine Behörde habe die Länder jedoch nicht dazu zwingen können, die WHO-Empfehlungen zu befolgen. Außerhalb Chinas habe es nur 82 Infektions- und noch keine Todesfälle gegeben, als die WHO die höchste Alarmstufe ausgerufen habe, betont Tedros. Seiner Organisation war zuvor von verschiedenen Seiten vorgeworfen worden, zu spät auf das Auftreten des Virus in China reagiert zu haben. Besonders heftig wurde die WHO von US-Präsident Donald Trump attackiert, der die Zahlungen an die UN-Organisation einstellte. Er warf der UN-Organisation "Missmanagement" und Einseitigkeit zugunsten Chinas vor.

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+++ 18:59 Arzt: "Werden auch im Luftverkehr Maskenpflicht haben" +++
Um die Risiken der gelockerten Einschränkungen einzugrenzen, gilt in einigen öffentlichen Bereichen nun Maskenpflicht. Dr. Georg-Christian Zinn erläutert den Sinn dieser Maßnahme und prognostiziert, dass die Pflicht auch in anderen Bereichen kommen wird.

+++ 18:42 60.000 Pfund: Großbritannien entschädigt Angehörige von verstorbenen Medizinern +++
Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock gibt bekannt, dass Familien von Mitarbeitern des Gesundheitssystems eine Entschädigung erhalten, sofern ihr Angehöriger im Kampf gegen Sars-CoV-2 zu Tode gekommen ist. Das berichtet "Sky News". Demnach erhalten die Hinterbliebenen 60.000 Pfund. Bislang seien 82 Angestellte des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS sowie 16 Pflegekräfte an den Folgen von Covid-19 gestorben. "Natürlich kompensiert nichts den Verlust einer geliebten Person, aber wir wollen alles dafür tun, dass wir die Familien, die mit dieser Trauer umgehen müssen, unterstützen", sagt Hancock.

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4200 Menschen haben die "USS Theodore Roosevelt" bereits verlassen.

(Foto: AP)

+++ 18:24 Fast 1000 Crew-Mitglieder von US-Flugzeugträger infiziert +++
Hunderte Crew-Mitglieder des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von insgesamt 969 Infizierten seien 14 bereits wieder genesen, erklärt die US-Marine. Sie korrigiert damit Angaben von Samstag, als die Zahl der genesenen Besatzungsmitglieder mit 112 angegeben wurde. Als genesen gelte mittlerweile nur, wer zweimal hintereinander negativ auf das Virus getestet wurde. US-Medien hatten vergangene Woche berichtet, dass einige Soldaten nach einem negativen Ergebnis erneut positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden seien. Wegen der Ausbreitung des Virus liegt der nukleargetriebene und hochgerüstete Flugzeugträger vor der Pazifikinsel Guam und wurde inzwischen weitgehend evakuiert. Mehr als 4200 der rund 5000 Besatzungsmitglieder haben das Schiff verlassen.

+++ 18:09 Merz: "Ich gehöre zu den Vorsichtigen." +++
Der Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats, Friedrich Merz, spricht sich für behutsame Lockerungen der Beschränkungen aus. "Ich gehöre zu den Vorsichtigen", sagt Merz nach Angaben von Teilnehmern in einer internen virtuellen Konferenz des CDU-Wirtschaftsrates. Zwar sei klar, welche Probleme dies in der Bevölkerung und den Unternehmen auslöse. "Trotzdem wäre es psychologisch außergewöhnlich schwierig, bestimmte Einschränkungen wieder einzuführen, wenn die Lockerungen zu weit gegangen wären." Deutschland stehe erst am Anfang der Pandemie, "wir sind nicht über den Berg", betont Merz, der auch für den CDU-Vorsitz kandidiert und selbst mit dem Coronavirus infiziert war.

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+++ 17:55 US-Experten wollen 180.000 Mitarbeiter für Kontaktverfolgung +++
Führende US-Gesundheitsexperten fordern, rund 180.000 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen und leere Hotels in Zentren zur freiwilligen Isolierung möglicher Erkrankter umzuwandeln. Die Mitarbeiter seien nötig, weil die Ausbreitung des Virus nur gestoppt werden könne, wenn die Kontakte aller Erkrankten nachverfolgt würden, erklären die Experten in einem Schreiben an den US-Kongress. Die nötigen Schritte beruhten auf bewährten Konzepten, müssten nun aber "in einem bisher nie da gewesenen Ausmaß" durchgeführt werden, bis es eine Corona-Impfung gebe. Der Kongress solle daher 46,5 Milliarden Dollar bereitstellen für die nötigen Neueinstellungen (12 Milliarden Dollar), die Umwandlung von Hotels in freiwillige Isolier-Zentren (4,5 Milliarden Dollar) und eine Zahlung von 50 Dollar pro Tag an alle, die sich isolieren lassen (30 Milliarden Dollar).

+++ 17:34 Habeck lobt Schäuble: Schutz von Leben rechtfertigt nicht alles +++
Grünen-Chef Robert Habeck begrüßt die Aussage von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dass der Schutz von Leben nicht über allen anderen Grundrechten stehe. Er stimme Schäuble darin zu, dass man nicht sagen könne, "der Schutz von Leben rechtfertigt alles und jedes in dieser Absolutheit." Der Staat hat eine hohe Schutzpflicht gegenüber dem Leben. Das Gesundheitssystem darf nicht kollabieren. Aber "alles" ist falsch." In der Demokratie sei man da immer in einem Dilemma, und das müsse Politik jetzt aushalten. Schäuble hatte dem "Tagesspiegel" mit Blick auf die Einschränkungen in der Corona-Krise gesagt, die Aussage, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten sei "in dieser Absolutheit nicht richtig". Grundrechte beschränkten sich gegenseitig. "Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen."

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+++ 17:18 Kuba entsendet mehr als 200 Ärzte nach Südafrika +++
Mehr als 200 Ärzte und medizinisches Personal aus Kuba sind in Südafrika eingetroffen. Wie das südafrikanische Präsidialamt mitteilt, gehören der Delegation Epidemiologen, Experten für öffentliche Gesundheit, Allgemeinmediziner und auf medizinische Ausrüstung spezialisierte Techniker an, welche "die in Südafrika laufenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 unterstützen werden". Südafrika ist das von der Pandemie am stärksten betroffene Land auf dem Kontinent. Staatschef Cyril Ramaphosa kündigte zum 1. Mai eine schrittweise Lockerung der seit dem 27. März geltenden Beschränkungen an. In Südafrika leben 57 Millionen Menschen, nach Regierungsangaben wurden bereits 168.000 Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet.

 

+++ 16:59 Drei chinesische Anti-Zensur-Aktivisten verschwunden +++
Angehörige fürchten um den Verbleib dreier chinesischer Aktivisten, die mehrere von den Behörden zensierte Artikel über Sars-CoV-2 im Internet veröffentlicht haben. Er gehe davon aus, dass sein Bruder Chen Mai und zwei weitere Aktivisten der Anti-Zensur-Initiative Terminus2049 verhaftet worden seien, sagt Chen Kun. Demnach fehlt von den drei jungen Leuten seit dem 19. April jede Spur. Terminus2049 hat es sich zur Aufgabe gemacht, von der chinesischen Zensurbehörde blockierte oder gelöschte Nachrichtenartikel im Internet wiederherzustellen. In den vergangenen Monaten veröffentlichte die Gruppe eine Reihe von Artikeln zur Coronavirus-Pandemie, darunter auch persönliche Berichte von Bürgern der am schwersten betroffenen Metropole Wuhan. Internetnutzer in Festland-China werfen der Regierung vor, wichtige Informationen über den Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 zurückzuhalten.

 

+++ 16:45 Loveparade-Prozess wird am 4. Mai fortgesetzt +++
Das Landgericht Duisburg erklärt die wochenlange Unterbrechung des Loveparade-Strafprozesses für beendet. Der am 4. Mai vorgesehene Verhandlungstermin könne stattfinden, teilt das Gericht mit. Die Ansteckungsgefahr habe sich wegen der Verbesserung der allgemeinen Gefährdungslage verringert. Außerdem würden Schutzmaßnahmen ergriffen, begründet das Gericht seine Entscheidung. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg starben im Gedränge 21 Menschen, mehr als 650 wurden verletzt.

+++ 16:32 Virologe Drosten erhält Morddrohungen +++
Der in der medialen Berichterstattung sehr präsente Virologe Christian Drosten wird nach eigenen Angaben mit dem Tod bedroht. Für viele Deutsche sei er der Böse, der die Wirtschaft lahmlege, sagt der Wissenschaftler von der Berliner Charité in einem Interview der britischen Zeitung "Guardian". Er leite die Drohungen an die Polizei weiter. Nachts wach hielten ihn allerdings vielmehr die E-Mails von Eltern, die ihm von ihren Sorgen vor der Zukunft berichteten. Der Experte für Coronaviren hatte schon vor einiger Zeit in seinem NDR-Podcast berichtet, dass er Hassbotschaften bekomme.

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+++ 16:12 Nach Auftritt bei "Anne Will": Laschet handelt sich Ärger mit Kommunen ein +++
Die Kritik von Ministerpräsident Armin Laschet an der Krisen-Bewältigung der Kommunen sorgt für viel Ärger. Schuldzuweisungen, die Kommunen hätten sich auf eine erste Öffnung der Schulen nicht rechtzeitig vorbereitet, belasteten das Vertrauensverhältnis der Kommunen zur Landesregierung. Das betonen Städtetag NRW, Städte- und Gemeindebund (StGB) und Landkreistag NRW in einer gemeinsamen Erklärung. Die öffentlich geäußerte Kritik helfe auch nicht bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Laschet hatte in der TV-Talkshow "Anne Will" am Sonntagabend angedeutet, die Kommunen in Nordrhein-Westfalen seien auf die Schulöffnung nicht ausreichend vorbereitet gewesen und hätten etwa nicht rechtzeitig Desinfektionsmittel beschafft. Derartige Kritik entbehre "jeglicher sachlicher Grundlage", meinen die Verbände.

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+++ 15:54 Aldi Süd kontrolliert Zutritt zu Filialen mit Sensoren +++
Der Discounter Aldi Süd will mit digitalen Zutrittskontrollen die Zahl der Kunden in seinen Filialen begrenzen. Sensoren an den Ein- und Ausgängen sollen dabei die Kundenzahl im Laden in Echtzeit überwachen. "Das Zugangssystem gewährleistet, dass die Auslastungshöchstgrenzen in unseren Filialen nicht überschritten werden", berichtet Aldi-Manager Malte Kuhn. Insgesamt will der Discounter die Hälfte seiner 1930 Filialen mit den Sensoren ausstatten. Die Filialmitarbeiter werden dabei automatisch über eine App, per SMS oder Anrufe über die Auslastung informiert. In einzelnen Filialen soll ein Ampelsystem oder eine Bildschirmanzeige getestet werden. Diese sollen die Kunden über die Auslastung der Filiale informieren und so den Zugang steuern.

+++ 15:41 Schweizer Infektionen und Totenzahlen steigen langsamer +++
Das südliche Nachbarland Deutschlands hat die Pandemie weitgehend im Griff: In der Schweiz sind bislang nach offiziellen Angaben 1353 Personen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben - 16 mehr als am Vortag. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 29.164 Infektionen von Laboren bestätigt, ein Zuwachs von 103 binnen eines Tages. Sowohl die Erkrankungen als auch die Todesfälle stiegen damit weniger stark an als zuletzt.

+++ 15:29 Stadt in NRW führt Maskenpflicht an Schulen ein +++
Die Stadt Wesseling führt als eine der ersten Kommunen in Nordrhein-Westfalen an ihren Schulen eine Maskenpflicht ein. Von Dienstag an sollen Schüler und Lehrer der drei weiterführenden Schulen Schutzmasken tragen, sagt Stadtsprecherin Andrea Kanonenberg. Nur, wer aus gesundheitlichen Gründen keine Schutzmaske tragen kann, wird von der Regelung befreit. Verpflichtend sind die Masken in den Fluren und auf dem Schulhof, allerdings nicht im Unterricht. "Da regelt das die Sitzordnung und die Verkleinerung der Lerngruppen", sagt Kanonenberg. Im Laufe des Tages brachte die Stadt dazu rund 6000 Einmalmasken zur Grundversorgung an die Schulen in Wesseling. Im weiteren Verlauf seien aber die Eltern für die Organisation zuständig. Von der Regel sind zunächst nur 190 von 1350 Schüler betroffen, die seit vergangener Woche an den weiterführenden Schulen auf Prüfungen vorbereitet werden.

+++ 15:23 Desinfektionsmittel soll 90 Tage vor Viren schützen +++
Zehn Jahre lang arbeiten Forscher an einem neuen Mittel. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise in China erhält es die Zulassung: Germagic Thyme soll Oberflächen virussicher machen - und zwar für 90 Tage.

+++ 15:14 Rechte FPÖ in Österreich startet Petition gegen "Corona-Wahnsinn" +++
Die rechte FPÖ läuft Sturm gegen die aus ihrer Sicht viel zu langsame Rückkehr zur Normalität. "Es ist eine Schande, was hier läuft", sagt FPÖ-Fraktionschef Herbert Kickl in Wien. Eine Petition unter dem Motto "Jetzt reicht's! - Allianz gegen den Corona-Wahnsinn" solle Bürger vereinen, die sich die von der Regierung verordneten Maßnahmen nicht mehr länger gefallen lassen wollten. Kickl sagt, trotz der "salbungsvollen Worte" von Kanzler Sebastian Kurz habe die Regierung Österreich in den vergangenen sechs Wochen in einen katastrophalen Zustand mit Massenarbeitslosigkeit und Kurzarbeits-Rekorden versetzt. Die Zahlen seien so günstig, dass man längst mit ganz einfachen Regeln der Hygiene das System im Wesentlichen wieder hochfahren könnte.

+++ 14:54 Auswärtiges Amt: Kein baldiges Ende der Reisewarnungen +++
Reisewillige müssen sich weiter in Geduld üben: Bei den aktuellen Reisewarnungen und Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr ist nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Das Auswärtige Amt strebe bei Gesprächen in Brüssel aber mit den EU-Partnern an, gemeinsame Kriterien dafür zu entwickeln, wann der Reiseverkehr und der Verkehr insgesamt wieder aufgenommen werden könne, sagt ein Sprecher des Ministeriums. "Die Reisewarnung gilt aktuell bis zum 3. Mai, und über die Verlängerung muss bis dahin gesprochen und entschieden werden", so der Sprecher. Er spricht von einem "klaren Erwartungsmanagement", dass die Urlaubssaison 2020 anders sein werde als gewünscht und gewohnt. "Es gibt noch keine förmliche Entscheidung, aber Sie hören aus meinen Worten, dass mit einem baldigen Ende der Reisewarnungen jetzt nicht unmittelbar zu rechnen ist." Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagt, das gelte auch für die sogenannten Binnengrenzkontrollen, die an fünf Landgrenzen Deutschlands bis einschließlich 4. Mai vorläufig angeordnet seien.

+++ 14:39 Nach Gerichtsentscheid: Söder kündigt Korrektur von Auflagen an +++
Nach der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof festgestellten Verfassungswidrigkeit der Corona-Beschränkungen für den Handel in Bayern kündigt Ministerpräsident Markus Söder Korrekturen an. Diese Woche ändere sich aber nichts, sagt der CSU-Chef. "Wir überlegen uns, das wollten wir ohnehin tun, wie wir mit nächster Woche dann umgehen." Dabei orientiere man sich an der Gerichtsentscheidung. Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hatte das von der Staatsregierung verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Ländern und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage "ausnahmsweise" nicht außer Kraft, stellte aber die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz fest.

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+++ 14:22 Experten lehnen Masken in Kitas ab +++
Experten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin halten eine Maskenpflicht für Kita-Kinder für "definitiv nicht umsetzbar". "Auch in den unteren Klassen der Grundschule wird das sehr schwierig", heißt es in einer veröffentlichten Empfehlung zum Tragen von Masken bei Kindern. Schutzmasken sollen helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Den Experten zufolge ist es hingegen "sinnvoll und auch längerfristig zumut- und umsetzbar", wenn Kinder ab dem Grundschulalter in Begleitung von Erwachsenen im öffentlichen Raum, also beim Einkaufen oder in Bus und Bahn eine Maske tragen. Für jüngere Kinder empfehlen sie Masken in Risikobereichen wie etwa Krankenhäusern.

+++ 14:08 Seibert: Konsequenzen aus Ladenöffnungen erst am 6. Mai +++
Regierungssprecher Steffen Seibert warnt vor zu großen Erwartungen an die am Donnerstag geplante Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. "An diesem 30. April wird es wichtige vorbereitende Beratungen und sehr begrenzte Beschlüsse geben", sagt Seibert bei einer Pressekonferenz. "Dieser 30. April kommt zu früh, um die Auswirkungen der Öffnungen, die ab dem 20. oder zum Teil sogar noch später erst gegriffen haben, zu beurteilen", erklärt Seibert. "Für Konsequenzen daraus und für weitere Beschlüsse ist der 6. Mai das richtige Datum." Es sei gut, dass sich Merkel und die Länderchefs in einem regelmäßigen 14-Tage-Rhythmus träfen. Bei den Erwartungen an den 30. April sei aber zu bedenken, "dass wir gerade mitten in der ersten Öffnungswelle stehen."

+++ 13:45 Spanien startet große Antikörper-Studie +++
Spanien will mithilfe von Antikörper-Tests in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land abschätzen. Die Testreihe soll heute beginnen und sich über mehrere Wochen hinziehen. Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden. Die Studie findet landesweit statt, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gesundheitsbehörden hoffen, mit der Analyse auch Informationen über die Übertragung des Virus in Privathaushalten nach sechswöchiger Ausgehsperre zu erhalten. Am Wochenende hatte bereits Italien angekündigt, ab dem 4. Mai mit Antikörper-Tests bei zunächst 150.000 Menschen die Dunkelziffer der Corona-Infizierten bestimmen zu wollen. Auch in Deutschland plant die Regierung einen großangelegten Test, kleinere Projekte haben bereits begonnen.

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+++ 13:31 Rahmenkonzept für Kirchen-Öffnungen steht +++
Ist bald wieder der Gottesdienstbesuch möglich? Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagt, es gebe mittlerweile ein Rahmenkonzept, um Kirchen schrittweise wieder zu öffnen. Ziel sei ein möglichst einheitliches Vorgehen in Deutschland. Dies sei Grundlage für die Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Donnerstag. Denkbar seien Einlasskontrollen und eine Begrenzung der Teilnehmerzahl an Gottesdiensten sowie Beschränkungen beim Singen.

+++ 13:09 Studie belegt: Kunden kehren nur langsam in Innenstädte zurück +++
Die Wiedereröffnung zahlreicher Mode-, Schuh- und Buchläden hat in der vergangenen Woche noch nicht zu einem Ansturm auf die Innenstädte geführt. Im Schnitt habe die Belebung in den Einkaufsstraßen gerade einmal bei 39 Prozent eines normalen Einkaufstages des Vorjahres gelegen, berichtet heute das auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierte Unternehmen Hystreet. Es hatte mit Lasermessungen die Kundenfrequenzen in 17 Städten kontrolliert. Am stärksten war der Andrang demnach am Montag, dem ersten Tag nach Lockerung der Corona-Auflagen.

+++ 12:49 Bayern: Verkaufsverbot für große Geschäfte verfassungswidrig +++
Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof heute mit. Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft.

+++ 12:39 IfW sieht Wohlstandsverlust von bis zu 3500 Euro pro Kopf +++
Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, erwartet in der Corona-Krise deutliche Wohlstandsverluste. Sollte sich die Konjunkturprognose der Bundesregierung bewahrheiten, "dann kostet das alle Deutschen, Kinder und Greise eingerechnet, pro Kopf 2600 Euro", sagte Felbermayr am Montag bei "Bild live". "Es könnten aber auch 3500 werden, wenn die Dinge schlecht laufen. Wir müssen die wirtschaftliche Dimension der Krise ernster nehmen", mahnte Felbermayr und kritisierte, der Gesundheitsschutz sei in den vergangenen Wochen womöglich "überpriorisiert" worden.

+++ 12:23 Frankfurt verteilt 10.000 Masken an Fahrgäste +++
Zu Beginn der Maskenpflicht in Bus und Bahn sind in Frankfurt heute Tausende Schutzmasken an Fahrgäste verteilt worden. In der Mainmetropole sollten im Laufe des Tages an mehreren Punkten der Innenstadt 10.000 Mund-Nase-Masken verteilt werden. "Wir glauben, dass das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in Bussen und Bahnen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in Frankfurt und Hessen leistet", sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann. Die Einführung der Maskenpflicht in Bus und Bahn habe womöglich den einen oder anderen überrascht, sagte Thomas Wisgott, Geschäftsführer der Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF. "Nicht jeder hat zum heutigen Stichtag eine Mund-Nase-Bedeckung oder sogar eine Maske parat."

+++ 12:10 Bar-Betreiber aus Ischgl bereut sein Verhalten +++
Der Betreiber der Après-Ski-Bar "Kitzloch" im österreichischen Ischgl bedauert, sein Lokal aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus nicht schon früher geschlossen zu haben. "Im Nachhinein hätten auch wir wahrscheinlich einige Sachen anders gemacht", sagte Bernhard Zangerl in der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild". "Wir haben aber einfach die Anweisungen befolgt, die wir bekommen haben und darauf vertraut, dass uns die Experten die richtigen Anweisungen geben", so Zangerl. Der beliebte Wintersportort gilt als eine der Keimzellen des Coronavirus für Teile Europas. Das "Kitzloch" war besonders in den Fokus geraten, weil es sich beim ersten bestätigten Corona-Fall in Ischgl um einen Mitarbeiter dieses Lokals handelte. Die Bar wurde nach diesem Test geschlossen.

+++ 11:53 Spanien: Fast 210.000 bestätigte Infektionen +++
In Spanien sind binnen eines Tages nach Angaben des Gesundheitsministeriums 331 weitere Menschen infolge einer Corona-Erkrankung gestorben. Insgesamt wurden bislang 23.521 Corona-Tote registriert. Die Zahl der Infizierten stieg auf 209.465 von 207.634.

+++ 11:39 Söder hält Gastro-Öffnung ab Ende Mai für denkbar +++
Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands. Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven.

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+++ 11:21 Deutschland kann mehr als 800.000 Tests durchführen +++ Deutschland hat nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun derzeit eine Testkapazität von mehr als 800.000 Tests pro Woche. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Schreiben Brauns an die Bundestagsabgeordneten der Regierungsfraktionen hervor. "Derzeit könnten bis zu 818.000 Tests pro Woche durchgeführt werden", schreibt Braun. "Die Erhöhung der Testkapazitäten gibt ein detailliertes Bild über den Pandemieverlauf und bildet damit eine Grundlage für die Bewertung von Szenarien der Lockerung bestehender Maßnahmen durch die Bundesregierung."

+++ 11:01 Fast zwei Millionen Australier laden Corona-App herunter +++
In Australien haben gleich am ersten Tag fast zwei Millionen Menschen eine App zur Rückverfolgung der Kontakte von Coronavirus-Infizierten auf ihr Handy geladen. Gesundheitsminister Greg Hunt sagte am Montag, das Angebot werde "außergewöhnlich" gut angenommen. In weniger als 24 Stunden hätten schon 1,9 Millionen Menschen die App installiert. Die australische Gesundheitsbehörde hofft darauf, dass am Ende gut die Hälfte der 25 Millionen Einwohner die App nutzen werden. In Australien wurden bislang gut 6700 Coronavirus-Infektionen registriert.

+++ 10:46 Arbeitgeberverbände wollen mehr Lockerungen +++
Die Arbeitgeber in Deutschland haben eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen für die Wirtschaft angeregt. "Denn wenn es weiterhin gelingt, die Infektionszahlen stabil zu halten, sollten wir auch über Öffnungen bei weiteren Verkaufsflächen, Restaurants und Cafés nachdenken, sofern die Abstands- und Hygieneregeln dort gewahrt werden können", sagte Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, der "Passauer Neue Presse". Man müsse Schritt für Schritt schauen, welche weiteren Öffnungen möglich seien. Kramer zeigte sich zudem zuversichtlich, dass sich die Kauflust in der Bundesrepublik nach der Krise wieder erholen werde: "Wenn wir die Pandemie besser kontrollieren können, werden sich auch das Konsumklima und die Konjunktur normalisieren."

+++ 10:35 Polen will über Lockerungen für Pendler nachdenken +++
Nach Protesten gegen die strengen Corona-Regeln für Pendler an der deutsch-polnischen Grenze will die Regierung in Warschau in den kommenden Tagen über Lösungen beraten. Das Thema solle in der nächsten Sitzung des Krisenstabs besprochen werden, sagte Regierungssprecher Piotr Müller dem Radiosender Trojka. "In dieser Woche wird die Diskussion darüber sehr intensiv sein." Die Lösung sei aber schwierig, weil Deutschland eine sehr viel höhere Zahl von Coronavirus-Erkrankungen habe als Polen. Einen Termin für das Treffen nannte er nicht.  Am Wochenende hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer  gesagt, er blicke mit Sorge auf die geschlossene Grenze. Die polnische Regierung sei über das Ziel hinausgeschossen. Auch Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke bat um eine Lockerung. In den polnischen Grenzstädten Zgorzelec, Slubice und Gubin hatten zuvor mehrere Hundert Menschen gegen die Regelungen protestiert.

+++ 10:22 Russland hat mehr bestätigte Infektionen als China +++
In Russland gibt es amtlichen Angaben zufolge jetzt mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als in China. Das Moskauer Krisenzentrum meldet am Montag 6198 neue Erkrankungen, womit die Gesamtzahl der registrierten Fälle auf 87.247 gestiegen ist. In China gibt es nach amtlichen Angaben 82.830 bestätigte Infektionen.

+++ 09:58 Söder stellt neue Lockerungen in Aussicht +++
Nach den nun auch in Bayern geltenden Lockerungen bei den Ladenöffnungen hat Ministerpräsident Söder weitere Erleichterungen bei den Maßnahmen in Aussicht gestellt. "Wenn das in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen nachdenken", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. Ende der Woche wolle er eine Bilanz ziehen. Söder sagte, nun seien 80 Prozent des Handels wieder geöffnet. Er wolle aber lieber in kleinen Schritten vorgehen. Bei den Schulen nannte der Ministerpräsident Vorschläge für einen gestaffelten Unterricht "gute Ansätze". Denkbar wäre, dass Schüler jeden zweiten Tag in die Schule gingen. Eine schichtweise Entzerrung sei über die Woche, aber auch über den Tag hin möglich. Die Gastronomie sei für ihn der "herausforderndste Bereich" bei möglichen Erleichterungen.

+++ 09:49 Mehr als 155.000 Infektionsfälle in Deutschland +++
Nach Berechnungen von ntv.de ist die Zahl der Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 155.000 Fälle gestiegen. Davon sind fast 108.000 Menschen bereits wieder genesen. Aktuell infiziert sind etwa 42.000 Personen.

+++ 09:38 Lindner will über Lockerungen debattieren +++
FDP-Chef Christian Lindner fordert von der Bundesregierung eine Kursänderung im Kampf gegen das Virus. "Wie es jetzt ist, muss es nicht weitergehen", sagt er im RBB-Inforadio. "Es ist inzwischen möglich, zu überlegen: Öffnen wir größere Geschäfte, öffnen wir die Gastronomie, wenn Hygienekonzepte vorhanden sind?" Die Debatte über Lockerungen sei nötig. "Denn es muss immer wieder gerungen werden um das mildeste Mittel. Und der Staat muss begründen, wenn er Freiheit einschränkt."

+++ 09:25 Scheuer will Maskenpflicht auch in ICE- und IC-Zügen +++
Nach Meinung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sollte die Maskenpflicht auch in ICE- und IC-Zügen gelten. Er möchte sich noch in dieser Woche bei einem Bund-Länder-Treffen dafür einsetzen. Es wäre ein Systembruch, wenn die bundesweite Maskenpflicht im Nahverkehr, aber in Fernverkehrszügen nicht gelten würde.

+++ 09:10 Frankreichs Polizei beschlagnahmt 140.000 Schwarzmarkt-Masken +++ Die französische Polizei hat 140.000 Atemschutzmasken beschlagnahmt, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden sollten. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, als sie gestern Kisten in Saint-Denis nördlich von Paris entluden, wie aus Polizeikreisen verlautete. Einer der beiden gab demnach an, Inhaber eines Geschäfts zu sein. Er habe die Masken, darunter 5000 sogenannte FFP2-Masken mit hohem Schutz, für 80.000 Euro in den Niederlanden gekauft. Laut Polizei sollten die Masken zu einem hohen Preis an Bauarbeiter verkauft werden. Den Polizeiangaben zufolge wurden seit Beginn der Corona-Pandemie noch nie so viele Masken bei einem Einsatz beschlagnahmt. Die französische Regierung hat den Weiterverkauf von Schutzmasken verboten, um deren Verteilung an Mitarbeiter im Gesundheitssystem vorrangig sicherzustellen.

+++ 08:56 Stockholm: Erste Restaurants wegen Corona-Verfehlungen geschlossen +++ Wegen Verstoßes gegen die Abstandsregeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind in Stockholm fünf erste Restaurants geschlossen worden. Trotz vorheriger Inspektionen und der Möglichkeit zur Korrektur hätten die Betreiber der Lokale die Vorschriften und Empfehlungen der schwedischen Gesundheitsbehörde zum Kampf gegen die Corona-Verbreitung nicht erfüllt, teilte die Region Stockholm mit. Die Schließungen hätten vor allem mit dem Gedränge sowohl im Lokal als auch davor zu tun. Die Lage im Gesundheitswesen sei extrem angespannt, weshalb die Ausbreitung des Coronavirus abgebremst werden müsse. Vor wenigen Tagen hatten die Stadt Stockholm und Schwedens Innenminister Restaurants und Cafés bereits mit der Schließung gedroht, wenn sie nicht für ausreichend Abstand sorgten.

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+++ 08:38 NRW-Schulministerin will keine generelle Maskenpflicht an Schulen +++
Die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, hat sich gegen eine generelle Maskenpflicht an Schulen ausgesprochen. "Ich habe Vertrauen zu unseren Schülern. Sie haben sich bisher auch schon sehr vernünftig und verantwortungsvoll gezeigt", sagte Gebauer der "Rheinischen Post". Wo dies nicht der Fall sei, würden die Lehrer eingreifen. "Es spricht nichts dagegen, eine Maske zu tragen, wenn man das möchte, aber eine generelle Maskenpflicht besteht in Schulen derzeit nur, wenn die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann", sagte sie.

+++ 08:23 Rechtsmediziner: Alle Hamburger Corona-Toten hatten Vorerkrankungen +++
Nach Angaben des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel sollen alle Coronavirus-Toten in der Hansestadt unter Vorerkrankungen gelitten haben. Er hat insgesamt 133 Menschen obduziert. Gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" erklärte er: "Es gibt keinen Grund, übermäßige Angst zu haben."

+++ 08:13 Grüne wollen mehr Hartz IV und Corona-Elterngeld +++
Die Grünen wollen auf ihrem kleinen Parteitag zur Corona-Krise am Samstag mehr Geld für Familien fordern. Man wolle Vorschläge für ein Corona-Elterngeld machen, das Familien unterstütze, die derzeit wegen der Kinderbetreuung nur eingeschränkt arbeiten können, sagte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner T-online.de. In dem Leitantrag der Parteispitze werde zudem gefordert, das Arbeitslosengeld II "mindestens temporär zu erhöhen", sagte Kellner. "Das Geld reicht gerade jetzt in der Krise oft nicht aus, weil für Familien etwa das kostenlose Mittagessen in Schulen wegbricht." Die Grünen fordern demnach im Leitantrag einen "krisenbedingten Sonderbedarf von 100 Euro für Erwachsene und 60 Euro für Kinder" beim Arbeitslosengeld II. Auch das Arbeitslosengeld I müsse länger gezahlt werden, sagte der Grünen-Bundesgeschäftsführer. 

+++ 07:48 Johnson nach Corona-Erkrankung wieder voll im Einsatz +++
Der britische Premierminister Boris Johnson ist seit Sonntagabend wieder in der Downing Street. Heute Morgen wird er nach seiner überstandenen Coronavirus-Erkrankung ab 9.15 Uhr wieder die tägliche Kabinett-Sitzung leiten - und möchte mit seinen Ministern auch über künftige Lockerungen debattieren. In Großbritannien gibt es derzeit 152.000 Corona-Infektionsfälle, mehr als 20.000 Menschen sind bereits gestorben.

+++ 07:22 China meldet nur drei neue bestätigte Fälle +++
China meldet 3 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, gegenüber 11 am Vortag. Es seien keine weiteren Todesfälle eingetreten, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Nach offiziellen Angaben sind zwei der drei neuen Infektionen bei Rückreisenden aufgetreten, der dritte Fall ereignete sich durch lokale Ansteckung in der nordöstlichen Grenzprovinz Heilongjiang.  

+++ 07:02 Volkswagen wirft Produktion wieder an +++
Das Werk Wolfsburg der Marke Volkswagen Pkw produziert mit Beginn der Frühschicht wieder Fahrzeuge. Zunächst startet der Wiederanlauf des Golf in einer Schicht - mit reduzierter Kapazität und langsamerer Taktzeit, wie der Autobauer mitteilte. Rund 8000 Mitarbeiter kehren an diesem Tag wieder in die Produktion zurück. Ab Mittwoch beginnt auch die Produktion der Volkswagen Modelle Tiguan, Touran und des Seat Tarraco.

+++ 06:42 Berlin gibt 300 Millionen Euro für Corona-Kampf in armen Ländern +++
Das Auswärtige Amt in Berlin stellt 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfen im Kampf gegen das Coronavirus in ärmeren Ländern bereit. Das Ministerium folgt damit einem Hilferuf der Vereinten Nationen. Insgesamt beziffert die UNO die aufgrund der Corona-Krisen entstehenden zusätzlichen Kosten für humanitäre Hilfen nach Angaben des Ministeriums vorläufig auf zwei Milliarden Dollar (1,85 Milliarden Euro). Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte, das Coronavirus sei besonders gefährlich für Menschen, die in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern leben - oder in Staaten, deren Gesundheitssysteme durch die Pandemie "völlig überfordert" seien.

+++ 06:24 Handwerk fordert steuerlichen Corona-Bonus +++
Das Handwerk schlägt für einen Neustart in der Corona-Krise einen zeitlich begrenzten, steuerlichen "Corona-Bonus" vor. Durch den Bonus mit einem Höchstbetrag von 12.000 Euro soll der private Konsum gestärkt werden. Der Vorschlag ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, mit dem das Handwerk wieder auf die Beine kommen und eine Pleitewelle in der Branche mit Millionen Beschäftigten verhindert werden soll. Dazu gehören auch Nachbesserungen bei Hilfen der Bundesregierung sowie eine Pause bei Bürokratielasten und Regulierungen.

+++ 06:13 Chef von Roland Berger will Eurobonds mit harten Auflagen +++
Der Chef der Unternehmensberatung Roland Berger, Stefan Schaible, sieht die Zukunft des Euros nach der Coronavirus-Krise ohne eine Einführung der umstrittenen Eurobonds in Gefahr. "Ich habe größte Befürchtungen, was die Zukunft des Euros angeht, wenn man nicht andere Stabilitätsmechanismen mit den südeuropäischen Ländern vereinbaren kann", sagt Schaible der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Der Manager fordere deshalb eine Einführung von Eurobonds, die über die Finanzierung der Folgen der Coronavirus-Krise hinausgehen. "Angesichts des dramatischen Abschwungs muss man sich in Europa jetzt solidarisch die Hand reichen", fordert der Roland-Berger-Chef. "Diese Bonds sollten aber mit harten Auflagen verbunden sein, die auch Einschnitte nach sich ziehen und Restrukturierungsmaßnahmen umfassen."

+++ 06:04 Union-Wirtschaftsflügel rechnet mit tiefer Rezession +++
Der CDU-Wirtschaftsexperte Carsten Linnemann warnt Bundesregierung und Wirtschaftsinstitute vor der Verharmlosung der ökonomischen Folgen wegen der Coronavirus-Krise. Er erwartet eine steigende Arbeitslosigkeit in Deutschland. "Die Stimmung der Unternehmen ist am Boden, eine Erholung der gebrochenen Lieferketten ist nicht in Sicht", sagt der stellvertretende Unionsfraktionschef der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Wir müssen leider davon ausgehen, dass ein Teil derjenigen, die heute Kurzarbeit machen müssen, später arbeitslos sein werden", betonte er. Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion hält die derzeit kursierenden Konjunkturprognosen von Wirtschaftsinstituten, die von einer Rezession mit einem Minus von vier bis sechs Prozent ausgehen für unrealistisch. "Ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland in diesem Jahr ein Minus im zweistelligen Bereich sehen werden."

+++ 05:16 Kanzleramt: Bei Anpassungen regionale Lage berücksichtigen ++++
Das Kanzleramt hat sich ausdrücklich zu einer regional angepassten Reaktion auf die Corona-Krise bekannt. Bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern "muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann", schreibt Kanzleramtschef Helge Braun in einer Zwischenbilanz der Maßnahmen im Kampf gegen Corona für die Koalitions-Abgeordneten von Union und SPD. Das könne bedeuten, "dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder nach zwischenzeitlichen Lockerungen wieder verschärft werden müssen", so Braun.

+++ 04:30 Perus Präsident ist sauer auf Bierkäufer +++
Der peruanische Präsident Martín Vizcarra hat Bürger seines Landes dafür kritisiert, dass sie inmitten der Corona-Krise für den Einkauf von Bier Schlange stehen. Er habe ein Video von Menschen gesehen, die beim Biereinkauf nicht die Vorgaben zum Mindestabstand eingehalten hätten, sagte Vizcarra. Dies zeige, dass noch immer "kein wirkliches Bewusstsein" für die Gefahr durch das Virus bestehe. Der Staatschef bezog sich auf Menschenansammlungen vor einem Laden in der nördlichen Region Piura. Bilder davon kursierten in den Onlinenetzwerken. Piura ist eine der am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen des südamerikanischen Landes.

+++ 03:48 Johnson verkündet Lockerungsstrategie noch diese Woche +++
Der britische Premierminister Boris Johnson will bereits in dieser Woche seine Pläne für Lockerungen der Corona-Beschränkungen vorstellen. Das berichtet der "Telegraph". Noch vor Fristablauf am 7. Mai wolle Johnson einen Fahrplan präsentieren. Der 55-jährige Politiker war am Sonntagabend zu seinem Amtssitz in London zurückgekehrt. Ab Montag will er wieder die Regierungsgeschäfte führen.

+++ 03:01 GroKo rechnet mit historischem Einbruch des BIP +++
Die Große Koalition rechnet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit dem größten Einbruch des Wirtschaftswachstums seit Gründung der Bundesrepublik. In der Frühjahrsprognose, die am Mittwoch vorgestellt werden soll, gehe die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen wird, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach soll der tiefste Punkt des Einbruchs bereits erreicht sein. 2021 soll es dann wieder bergauf gehen. Die Verluste könnten aber nicht komplett aufgeholt werden.

+++ 02:15 Schweizer Friseure schneiden wieder +++
Rund sechs Wochen nach dem Schließen der meisten Geschäfte beginnt auch die Schweiz mit einer Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Ab diesem Montag dürfen etwa Friseurgeschäfte, Kosmetik- oder Nagelstudios sowie Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen. Ärzte und Physiotherapeuten können ihre Praxen wieder auch für nicht dringende Termine öffnen, Krankenhäuser dürfen wieder seit Beginn der Krise aufgeschobene Eingriffe vornehmen. Schulen und weitere Geschäfte sollen in zwei Wochen wieder öffnen. Maskenpflicht besteht in der Schweiz nicht, aber die Läden müssen verschärfte Hygieneauflagen einhalten und für Abstand zwischen den Kunden sorgen.

+++ 01:32 Österreich will bei Tourismus vorsichtig vorgehen +++
Österreichs Regierung hat versichert, dass das Land beim Sommertourismus für ausländische Gäste "behutsam" vorgehen werde. Grenzüberschreitender Tourismus werde "nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein", sagte Außenminister Alexander Schallenberg der "Bild"-Zeitung. Zudem kämen für die Einreise nur Urlauber aus Ländern infrage, die im Kampf gegen das Coronavirus ähnlich weit seien wie Österreich und ähnlich niedrige Infektionszahlen aufwiesen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte vor einem "europäischen Wettlauf" bei der Wiedereröffnung des Tourismus gewarnt.

+++ 01:10 Spahn findet 800-Quadratmeter-Regeln auch nicht mehr gut +++
Gesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis für Kritik an der 800-Quadratmeter-Regeln bei der Öffnung von Geschäften geäußert. Bund und Länder hätten dies gemeinsam beschlossen, sagt er im ZDF. Es gebe aber Unverständnis, warum 799 Quadratmeter erlaubt seien, 801 aber nicht, fügt er hinzu. Die Lehre, die er daraus ziehe, sei: "Es geht eher um Kriterien als um Quadratmeter." Dazu gehöre die Frage, wie viele Menschen sich maximal auf 20 Quadratmeter aufhielten.

+++ 00:18 Kurzfristiges Ausgangsverbot in türkischen Städten beendet +++
Nach einer viertägigen weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 30 weiteren Städten und Provinzen in der Türkei dürfen die Menschen ihre Häuser ab Mitternacht wieder verlassen. Die Maßnahme war seit Donnerstag, einem Feiertag in der Türkei, in Kraft. Während es am Donnerstag und Freitag noch halbtags Einkaufsmöglichkeiten gab, mussten die Einwohner, bis auf wenige Ausnahmen am Wochenende ganz zu Hause bleiben. Die Menschen schienen sich weitestgehend an die Maßnahmen zu halten.

+++ 23:53 Sachsen-Anhalt erlaubt wieder Gottesdienste +++
Nach mehreren Wochen coronabedingter Verbote will Sachsen-Anhalt unter Auflagen ab Anfang Mai wieder Gottesdienste zulassen. Darauf habe sich die schwarz-rot-grüne Landesregierung verständigt, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff in Halle. Details sollen bei einer Sitzung am 2. Mai festgelegt werden, bei der sich das Kabinett mit den Corona-Beschränkungen befasst. Voraussetzung für Gottesdienste sei, dass die Religionsgemeinschaften vorab Schutzkonzepte vorlegten und vom Land genehmigen ließen, sagte der CDU-Politiker. Auch andere Bundesländer hatten zuletzt angekündigt, ab Anfang Mai wieder Gottesdienste unter Auflagen zu erlauben.

+++ 23:18 In Mexiko-Stadt gilt ab Montag Mundschutzpflicht +++
Die 20 Millionen Einwohner von Mexiko-Stadt sollen ab Montag eine Maske tragen, wenn sie in der Öffentlichkeit unterwegs sind. "Es gibt viele Menschen, die infiziert sein können, aber keine Symptome zeigen", begründete die Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum den Schritt. "Deshalb ist es wichtig, den Mund zu bedecken." Wer ohne Schutz erwischt wir, muss aber nicht mit Strafen rechnen. In Mexiko wurden offiziellen Angaben zufolge bisher knapp 14.000 Corona-Infektionen registriert, mehr als 1300 Menschen starben. Die Regierung geht davon aus, dass der Höhepunkt der Infektionswelle zwischen dem 8. und 10. Mai erreicht wird.

+++ 22:56 Deutschland lässt Moldauer nicht durchreisen +++
Weil Deutschland und Tschechien ihnen wegen des Coronavirus die Durchreise verweigern, hängen mehr als 240 Moldauer auf einer Autobahn-Raststätte in Ostfrankreich fest. Die Menschen seien mit drei Bussen eines Reiseveranstalters aus der Republik Moldau am Samstagmorgen in Paris losgefahren und wollten in ihre Heimat, teilte die zuständige Präfektur mit. Unter den Betroffenen seien mehrere Kinder. Einem Zeitungsbericht zufolge handelt es sich bei den Insassen sowohl um Arbeiter als auch um Touristen aus der ehemaligen Sowjetrepublik.

+++ 22:25 Liechtenstein setzt Corona-Armband ein +++
Um mögliche Coronavirus-Infektionen zu entdecken, wollen Forscher im Fürstentum Liechtenstein 2200 Freiwillige mit biometrischen Armbändern ausstatten. Die sogenannte COVI-GAPP-Studie soll zeigen, ob die Armbänder eine Corona-Infektion frühzeitig feststellen können, teilten die Organisatoren mit. Ausgeführt wird die Studie von dem pharmazeutischen Unternehmen Dr. Risch Gruppe und dem Schweizer Start-up AVA, welches das Armband entwickelt hat. Die Armbänder werden normalerweise genutzt, um den Fruchtbarkeitszyklus bei Frauen zu überwachen. Das Armband misst die Hauttemperatur, den Puls, die Atemfrequenz und die Durchblutung des Trägers. Erste Ergebnisse der Studie werden im Herbst erwartet.

+++ 22:08 Corona reißt Lücken ins ARD-Programm +++
Die Corona-Krise bereitet der ARD Probleme, alle Sendeplätze zu füllen. ARD-Programmdirektor Volker Herres sagte im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" "große Lücken im Programm" voraus. "Ein großflächiges Vorziehen von Erstsendungen, die eigentlich für den Herbst geplant waren, ist leider nicht möglich, da Unsicherheit herrscht, wann überhaupt wieder gedreht werden kann", führte er aus. Zu schaffen mache den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die Verschiebung von Fußball-Europameisterschaft und Olympischen Spielen. "Allein durch die Absage dieser beiden Sportevents entfallen etwa 220 Stunden Programm", sagte Herres. Er erwarte Auswirkungen der Corona-Krise auf das TV-Programm bis weit ins nächste Jahr hinein.

+++ 21:50 "Arbeite hart": Trump wehrt sich gegen Spott +++
Verbittert und allein im Weißen Haus, Pommes und Cola light in Reichweite: Diese Darstellung seines Alltags in der Corona-Krise will Donald Trump nicht gelten lassen. "Die Leute, die mich kennen und die Geschichte unseres Landes kennen, sagen, dass ich der am härtesten arbeitende Präsident der Geschichte bin. Das weiß ich nicht, aber ich arbeite hart und habe in den ersten dreieinhalb Jahren wahrscheinlich mehr erreicht als jeder andere Präsident in der Geschichte", schrieb Trump in einer von mehreren Nachrichten auf Twitter, in denen er sich über einen spöttischen Artikel der "New York Times" ausließ. Die Zeitung hatte unter Berufung auf mehr als ein Dutzend Regierungsbeamte und enge Berater des Präsidenten ein Bild des "seltsamen neuen Lebens" von Trump gezeichnet.

+++ 21:25 Deutsche Bank: Tausende können Kredite nicht bedienen  +++
Die Coronakrise hinterlässt Spuren im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Wegen der Pandemie bitten dem Geldhaus zufolge zehntausende Kunden um Stundung ihrer Kredite. "Uns haben in den ersten zwei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes fast 50.000 Kunden um Stundung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus Darlehen gebeten, dabei ging es in gut der Hälfte der Fälle um Baufinanzierung, die andere Hälfte waren Konsumentenkredite", sagt Manfred Knof, der Leiter der Privatkundensparte von Deutschlands größtem Geldhaus, im Interview mit dem "Handelsblatt". Die meisten Anträge habe die Bank bereits abgearbeitet und bewilligt.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: fzö/sgu/ino/rts/AFP/dpa

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