Panorama

Mysteriöse Diagnose Ärzte rätseln über Nadeln im Babykörper

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(Foto: stepmap.de)

Der Befund der Mediziner alarmiert die Behörden: In der südperuanischen Regionalmetropole Arequipa entdecken Ärzte bei der Untersuchung eines Babys die grausame Ursache für sein unablässiges Schreien.

Im Körper eines sieben Monate alten Mädchens haben peruanische Ärzte acht Nadeln entdeckt, die wie durch ein Wunder keine Organe verletzt haben. Medienberichten zufolge brachte die Mutter das Baby selbst ins Krankenhaus in der südlichen Stadt Arequipa, weil es so viel weinte. Die drei Zentimeter langen Nähnadeln steckten demnach in den Beinen und im Brustkorb der Kleinen.

Der Direktor des örtlichen Krankenhauses sagte den Medien, es handle sich um einen "komplexen Fall", für den es keine logische Erklärung gebe. Die Nadeln müssten von einem Erwachsenen absichtlich eingeführt worden sein, ein Unfall sei ausgeschlossen, sagte César Linares.

Umfeld unter Verdacht

Der Fall ist Tagesgespräch in der Regionalmetropole mit ihren knapp 900.000 Einwohnern und sorgt über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen. Beobachter spekulierten über mögliche Hintergründe wie etwa einen fehlgeleiteten Versuch einer laienhaft ausgeführten Akupunktur-Therapie. Daneben steht vor allem der Verdacht im Raum, jemand habe das kleine Kind tatsächlich brutal und mit voller Absicht quälen wollen.

Noch stecken die Nadeln im Körper des Kindes. Zu Beginn kommender Woche soll das Mädchen operiert werden. Ihr Zustand sei stabil, heißt es. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, die sich mangels anderer Spuren zunächst gegen die Eltern des Babys richten.

Quelle: ntv.de, AFP

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