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Bruder dementiert Autismus-Erkrankung des Bischofs Bistum bestätigt Audienz bei Franziskus

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"Er leidet weder an einem Asperger-Syndrom noch an einer anderen Variante von Autismus", erklärt der Bruder des Bischofs.

(Foto: dpa)

In Rom tut sich etwas: Papst Franziskus gewährt dem in die Kritik geratenen Limburger Bischof Tebartz-van Elst eine Audienz. Das Treffen findet an diesem Montag statt. Derweil sorgt ein Bericht über eine angebliche Autismus-Erkrankung des Skandal-Bischofs für Verwirrung.

Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bekommt eine Privataudienz beim Papst. Franziskus empfängt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst an diesem Montag. Ein Sprecher des Bistums Limburg bestätigte entsprechende Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", eine Uhrzeit für das Treffen nannte er allerdings nicht.

Tebartz-van Elst ist seit einer Woche in Rom und wartet auf einen Termin bei dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Der Bischof steht wegen der enormen Kostensteigerung für den Neubau seiner Bischofsresidenz in Limburg unter Druck, zudem hat die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl wegen zweifacher falscher eidesstattlicher Versicherung beantragt.

Unterdessen machte eine weitere Meldung die Runde. Darin wurde die Frage aufgeworfen, ob Tebartz-van Elst am Asperger-Syndrom leide, einer Form von Autismus. Der Bruder des Bischofs hat Berichte über eine Autismus-Erkrankung des Kirchenmannes jedoch zurückgewiesen. In einer Erklärung betonte der Freiburger Psychiatrie-Professor Ludger Tebartz-van Elst: "Als Bruder des Bischofs von Limburg und als Arzt kann ich aufgrund meiner Fachkenntnis und meiner Kenntnis der Biografie meines Bruders klar erklären, dass er weder an einem Asperger-Syndrom noch an einer anderen Variante von Autismus leidet."

"Mein Bruder muss sich vielfältiger Kritik stellen"

Er wolle davor warnen, "medizinische Krankheitsbegriffe als Mittel der Auseinandersetzung in persönlichen oder institutionellen Konflikten und Machtkämpfen zu missbrauchen", erklärte der Mediziner. Mit Bestürzung habe er verfolgt, wie sein Bruder nicht nur heftig kritisiert, "sondern mit böswilligen Unterstellungen und persönlichen Verunglimpfungen in seiner menschlichen Existenz angegriffen wird".

Als Bischof müsse sich sein Bruder vielfältiger Kritik stellen. "Angriffe, die seine menschliche Würde verletzen, sind damit gleichwohl nicht zu rechtfertigen", betonte Ludger Tebartz-van Elst.

Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, der Bruder habe Vertrauten angeblich gesagt, der Bischof leide unter dem Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus. Tebartz-van Elst wartet seit einer Woche in Rom auf einen Termin bei Papst Franziskus. Er steht wegen der enormen Kosten für den Neubau seiner Bischofsresidenz unter Druck.

Quelle: ntv.de, fma/dpa