Panorama

Hunderttausende verlassen HäuserBrände toben durch Südwest-Frankreich - und bis nach Bordeaux

26.07.2026, 12:20 Uhr
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Menschen in Frankreich melden sich freiwillig, um die Feuerwehr zu unterstützen. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Die Feuerwehr bekommt die schweren Waldbrände im Südwesten Frankreichs nicht unter Kontrolle. Die Flammen bewegen sich immer weiter auf Bordeaux zu. Die Stadt sei bereit, auf jede mögliche Entwicklung zu reagieren, betont der Bürgermeister.

Die schweren Waldbrände im Südwesten Frankreichs haben sich weiter ausgebreitet und den Großraum Bordeaux erreicht. Nach Angaben der Behörden wurden seit Mittwoch im Südwesten Frankreichs mehr als 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der größte Waldbrand im Département Gironde hat inzwischen rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört und rückt weiter an die Großstadt Bordeaux heran.

"Das Feuer hat sich im Laufe der vergangenen Nacht rasch ausgebreitet", teilten die zuständigen Behörden der Region Bordeaux mit. Bauern meldeten sich freiwillig, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. "Wir sind gekommen, um zu helfen, denn wenn es unsere Region wäre, würden wir uns wünschen, dass andere das Gleiche tun", sagte der 65-jährige Landwirt Pascal Roudier. "Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe ist unsere Hilfe auch sehr willkommen."

In der Nacht ordnete die Präfektur die vorsorgliche Evakuierung von mehreren Gemeinden an, rund 55.000 weitere Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen westlich und südwestlich von Bordeaux verlassen. Nach Angaben der Feuerwehr entwickelte der Brand zeitweise einen sogenannten "Pyrocumulonimbus" - eine gewaltige Rauchwolke, die ihre eigenen Winde erzeugen kann und Feuer besonders unberechenbar macht. Rund 140 Wohnhäuser wurden bereits zerstört.

"Feuer wird lange zu bekämpfen sein"

Eine Evakuierung der Millionenmetropole Bordeaux steht nach Angaben der Stadtverwaltung derzeit nicht bevor. Bürgermeister Thomas Cazenave sagte der Regionalzeitung "L'Indépendant", die Einwohnerinnen und Einwohner von Bordeaux bereiteten sich nicht auf eine Evakuierung vor. Zugleich betonte er, die Stadt sei darauf vorbereitet, auf jede mögliche Entwicklung zu reagieren.

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez warnte unterdessen vor einem langwierigen Einsatz. "Das Feuer wird lange zu bekämpfen sein", sagte er in einem Interview mit "La Tribune Dimanche". Auch im südlich angrenzenden Département Landes kämpfen Einsatzkräfte gegen einen weiteren Großbrand. Dort hat das Feuer rund 3600 Hektar erfasst. Nach Angaben der Präfektur ist der Brand zwar besser unter Kontrolle, aber bisher nicht gelöscht.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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