Panorama

Hoher SachschadenBrandanschlag auf Kältebusse - Täter muss in Psychiatrie

13.08.2026, 15:27 Uhr
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Ein-zerstoerter-Kaeltebus-der-Stadtmission-steht-auf-einem-Parkstreifen-Bereits-vor-einigen-Tagen-kam-es-zu-einem-Brandanschlag-auf-die-Fahrzeuge-der-Stadtmission-Dabei-wurden-zwei-Busse-beschaedigt-Beim-juengsten-Anschlag-konnte-die-Polizei-einen-Tatverdaechtigen-stellen
Ein zerstörter Kältebus der Stadtmission steht auf einem Parkstreifen. (Foto: picture alliance/dpa)

Kurz nach dem Jahreswechsel brennen in Berlin Kältebusse der Obdachlosenhilfe. Die Polizei schnappt einen Verdächtigen. Der Fall ist schnell klar. Der 43-Jährige gesteht, zudem wird er bei dem Brandanschlag beobachtet. Seine Tat stellt er allerdings als Hilferuf dar, weshalb er nun in die Psychiatrie muss.

Nach einem Brandanschlag auf mehrere Busse der Berliner Kältehilfe für Obdachlose ist ein Mann wegen einer der Taten verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige eines der Fahrzeuge am 1. Januar 2026 mit Benzin übergoss und anzündete. Wegen einer psychischen Erkrankung wird er jedoch als schuldunfähig betrachtet. Die Kammer ordnete die Unterbringung in der Psychiatrie an.

Der Beschuldigte leide einem Sachverständigengutachten zufolge seit vielen Jahren unter paranoider Schizophrenie, sagte der Vorsitzende Richter Willi Thoms in seiner Urteilsbegründung. Vor Gericht gestand der Beschuldigte die Tat. Er habe mit der Brandstiftung erreichen wollen, dass sich Polizei und Gericht mit den "Personen" befassen, von denen er sich seit 23 Jahren verfolgt fühle, so der 43-Jährige laut rbb.

Die Brandstiftung an sich sei unstrittig, betonte Thoms. Ein Zeuge habe den 43-Jährigen teilweise bei der Tat beobachtet. Außerdem habe er das Feuerzeug noch bei sich gehabt und es seien Benzinanhaftungen festgestellt worden. Der Wagen sei durch den Brand unbenutzbar geworden, so Thoms. Der verursachte Schaden lag bei 70.000 Euro.

Es sei davon auszugehen, dass der 43-Jährige weitere Straftaten wie Brandstiftung oder Gewaltdelikte begehe, wenn er unbehandelt bleibe, so Thoms. In dem psychiatrischen Krankenhaus werde ihm nun mit Medikamenten und Therapie geholfen. Noch fehle es bei dem Wohnungslosen aber an Krankheitseinsicht.

Der Brandanschlag auf den Kältebus am 1. Januar war bereits der zweite innerhalb kurzer Zeit. Bereits in der Nacht zum 28. Dezember 2025 brannte ein Bus der Kältehilfe, wobei auch ein danebenstehendes Fahrzeug beschädigt wurde. Ein Zusammenhang zwischen beiden Taten konnte aber nicht nachgewiesen werden.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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