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Die Tochter des Diktators Carmen Franco gestorben

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Carmen Franco im Dezember 1960 in Brüssel.

(Foto: dpa)

Bis zuletzt verherrlichte sie die Gewaltherrschaft ihres Vater, dem spanischen Diktator Francisco Franco. Nun ist Carmen Franco im hohen Alter an Krebs gestorben.

Die einzige Tochter von Diktator Francisco Franco ist in Spanien mit 91 Jahren gestorben. Carmen Franco sei in ihrem Haus in Madrid einem Krebsleiden erlegen, teilte die Familie mit. Die Krankheit war der Vorsitzenden der Francisco-Franco-Stiftung erst im September diagnostiziert worden.

Die am 14. September 1926 in Oviedo in Asturien geborene Diktator-Tochter, die mit vollem Namen María del Carmen Franco Polo hieß, hatte bis zuletzt das Vermögen und die Geschäfte der Familie verwaltet. Diese werden von Medien auf Hunderte von Millionen Euro geschätzt. Carmen Franco heiratete 1950 den Chirurg Cristóbal Martínez Bordiú und hatte mit ihm sieben Kinder.

"Doña Carmen" wurde in Spanien immer wieder vorgeworfen, die Gewaltherrschaft ihres 1975 verstorbenen Vaters zu verherrlichen. Bei den jährlich am 20. November an Francos Grab im Tal der Gefallenen nordwestlich von Madrid begangenen Feierlichkeiten zum Todestag des Diktators wurde sie oft von Tausenden Ultrarechten bejubelt. Die öffentlichen Auftritte waren zuletzt aber sehr selten geworden.

Franco war nach einem von ihm ausgelösten und mit Hilfe der faschistischen Achsenmächte Deutschland und Italien gewonnenen Bürgerkrieg (1936 bis 1939) an die Macht gelangt. Schätzungen zufolge starben in dem Konflikt zwischen Unterstützern der republikanischen Regierung und den Nationalisten und Faschisten um Franco rund 500.000 Menschen. Nach seinem Sieg regierte Franco in Spanien jahrzehntelang mit eiserner Hand, zahlreiche Oppositionelle wurden verhaftet. Franco starb 1975 nach 36 Jahren an der Macht.

Die nach Franco benannte Stiftung ist aktiv darum bemüht, das "Werk" des Diktators zu verteidigen. Auf ihren Druck hin musste das Madrider Bürgermeisteramt im Oktober die von ihm beschlossenen Maßnahmen aussetzen, an die Franco-Diktatur erinnernde Straßennamen zu entfernen.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa/AFP

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