Panorama

600 Milliarden Dollar Schaden Das Geschäft der Hacker boomt

e074ee0d9bf09ae15a17818bee655796.jpg

Im Mai 2017 hat die nordkoreanische Schadsoftware "WannaCry" 300.000 Computer in 150 Ländern blockiert.

REUTERS

Cyberkriminalität sei so effizient und profitabel wie nie zuvor, sagen Sicherheitsexperten in einer neuen Untersuchung. Die zugrundeliegenden Zahlen sind schwer zu greifen. Vor allem Russland und Nordkorea sollen von dem Geschäft profitieren.

Der wirtschaftliche Schaden durch Cyberkriminalität ist laut einer Studie auf weltweit 600 Milliarden Dollar jährlich angestiegen. Die größte Gefahr gehe von russischen und nordkoreanischen Hackern aus, teilten die Computer-Sicherheitsfirma McAfee und das Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) mit. Ihnen zufolge macht der Diebstahl geistigen Eigentums etwa ein Viertel des Schadens aus.

Die Erpressung mit Schadsoftware sei das am schnellsten wachsende Betätigungsfeld der Hacker, da entsprechende Programme im Internet leicht verfügbar seien. Cyberkriminalität sei so effizient und profitabel wie nie zuvor, sagte McAfee-Experte Steve Grobman. In der vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2014 war der weltweite Schaden noch auf 445 Milliarden Dollar beziffert worden.

Russland sei wegen der Fähigkeiten der Hacker und der lückenhaften Strafverfolgung die führende Nation in Sachen Cyberkriminalität, sagte CSIS-Vizepräsident James Lewis. Dahinter folge Nordkorea, das es vor allem auf Digitalwährungen abgesehen habe. Hacker aus beiden Ländern sowie aus dem Iran seien für die meisten Angriffe auf Finanzinstitute verantwortlich, während Täter aus China im Bereich Spionage am aktivsten seien.

Die Studie konzentrierte sich auf den Diebstahl geheimer Geschäftsdaten, Onlinebetrug und Finanzdelikte sowie Kosten für Versicherungen und potenzielle Schäden für den Ruf eines Unternehmens. Das Weiße Haus hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Cyberkriminalität in den USA 2016 einen Schaden zwischen 57 und 109 Milliarden Dollar verursacht habe.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

Mehr zum Thema