Panorama

Blutdrucksenker weit verbreitetErwerbstätige schlucken immer mehr Arzneien

04.08.2026, 08:27 Uhr
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Männer bekommen fast doppelt so viele Herzmedikamente verschrieben wie Frauen. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Ob Antidepressiva, Mittel gegen Sodbrennen oder gegen Bluthochdruck: Arbeitnehmer in Deutschland greifen offenbar häufiger zu Medikamenten, wie die Auswertung einer Krankenkasse zeigt. Dabei gibt es aber regional große Unterschiede.

Erwerbstätige haben nach einer Auswertung der größten deutschen Krankenkasse TK im vergangenen Jahr so viele Arzneimittel verschrieben bekommen wie noch nie. Insgesamt lösten die bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten 6,2 Millionen Erwerbspersonen Rezepte für mehr als 34 Millionen Präparate ein, wie die Auswertung zeigt.

Am häufigsten wurden demnach Herz-Kreislauf-Medikamente verordnet, wie zum Beispiel Blutdrucksenker. Laut TK steigen die verordneten Dosen hier seit 25 Jahren kontinuierlich an. Dabei bekommen Männer fast doppelt so viele Herzmedikamente verschrieben wie Frauen. Es folgen laut den Daten der Krankenkasse Präparate gegen Magen-/Darmbeschwerden und Sodbrennen sowie Mittel für das Nervensystem, wie zum Beispiel Antidepressiva.

Insgesamt wurden mehr als 2000 Tagesdosen abgerechnet, also im Durchschnitt pro Tag gegen bestimmte Krankheiten verordnete Dosen. Das waren im Schnitt 292 Tagesdosen pro Erwerbsperson. Laut der Erhebung ist damit der Umfang der Verordnungen gegenüber dem Vorjahr um rund 2,6 Prozent gestiegen.

Laut der Auswertung wurden die meisten Medikamente in Sachsen-Anhalt (329 Tagesdosen) und dem Saarland (328 Tagesdosen) verordnet, TK-Erwerbstätige in Baden-Württemberg bekamen mit 257 die wenigsten Tagesdosen.

Für die Auswertung hat die TK die Arzneimittelverordnungen ihrer aktuell rund 6,2 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten oder arbeitslos gemeldeten Mitglieder betrachtet, also der sogenannten Erwerbspersonen.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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