Panorama

Vermutlich keine Überlebenden Flugzeugunglück in Pakistan

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REUTERS

Beim Absturz eines Flugzeuges in Pakistan kommen vermutlich alle 152 Menschen an Bord ums Leben. Zunächst hatte es geheißen, fünf oder sechs Überlebende seien aus den Trümmern geborgen worden.

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(Foto: AP)

Eine pakistanische Linienmaschine mit 152 Insassen ist beim Landeanflug auf Islamabad in den angrenzenden Hügeln zerschellt. Rettungskräfte konnten die Insassen nur noch tot bergen, die Leichen sind teils so entstellt, dass DNA-Tests zur Identifizierung nötig sind. Die Ursache für den Absturz des Airbus A321 war zunächst unklar, doch herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks heftiger Regen und schlechte Sicht.

Nach Angaben eines Sprechers der Fluglinie Airblue war der Airbus am Morgen kurz vor 08.00 Uhr (05.00 Uhr MESZ) aus der Wirtschaftsmetropole Karachi in Richtung der pakistanischen Hauptstadt gestartet. An Bord waren laut Airblue und der zivilen Luftfahrtbehörde 152 Insassen, darunter sechs Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren befanden sich mindestens zwei US-Bürger und sechs Kinder.

Beim Landeanflug auf den Internationalen Flughafen Benazir Bhutto zerschellte die Maschine in den angrenzenden Margalla Hills, stürzte in eine Schlucht und ging in Flammen auf. Innenminister Rehman Malik sagte im Fernsehen, niemand habe das Unglück überlebt.

Warum die Maschine abstürzte, war zunächst unklar. Das pakistanische Informationsministerium korrigierte früher gemachte Angaben, wonach der Flugschreiber der Maschine bereits gefunden sei. Einwohner des nahegelegenen Nobelvororts E-7 berichteten, der Airbus sei ungewöhnlich niedrig geflogen, dann hätten sie einen lauten Knall gehört.

Letzter Kontakt verlief normal

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Angehörigen von Passagieren am Flughafen von Islamabad.

(Foto: dpa)

Nach Angaben von Regierungsvertretern leitete die Flugkontrolle die Maschine kurz vor der Landung von der normalen Flugroute auf eine Route über die Margalla-Hügel um. "Während des letzten Gesprächs mit dem Tower erhielt der Pilot grünes Licht für die Landung, und alles verlief ganz normal, bis die Maschine in den Hügeln abstürzte", berichtete der Vize-Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde.

Als die Bergungsmannschaften die schwer zugängliche Absturzstelle erreichten, empfing sie nach den Worten ihres Leiters Arshad Javed die "Hölle": "Wir sahen nur verkohlte Leichenteile. Wir riefen, ob noch jemand lebt, aber niemand antwortete", sagte Javed. Nach seinen Angaben waren große Teile des Wracks unter Geröll und umgestürzten Bäumen begraben.

Innenminister Malik sprach von einer "schweren Tragödie". Premierminister Yousuf Raza Gilani und sein Kabinett wollten für die Opfer und ihre Angehörigen beten. Die Regierung ordnete eine eintägige Staatstrauer an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Gilani in einem Schreiben das "aufrichtige Beileid der Bundesregierung" zu. US-Präsident Barack Obama drückte den Familien der Opfer seine "tiefste Anteilnahme" aus.

Quelle: n-tv.de, rts

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