Panorama

30.000 Menschen in QuarantäneGroßbrand in Lager für Industrieabfälle in Ostfrankreich

02.08.2026, 20:44 Uhr
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Einsatzkräfte am Ort des Brands. Bei dem Einsatz wurden den Angaben zufolge zwei Feuerwehrleute leicht verletzt, einer von ihnen musste ins Krankenhaus. (Foto: AFP)

Ein Feuer wütet in einem als Risikostandort eingestuften Lager für Industrieabfälle. Obwohl die französischen Einsatzkräfte die Lage unter Kontrolle bringen, herrscht weiterhin Gefahr. Bürger werden gebeten, wegen möglicher Chemikalien in der Luft zuhause zu bleiben.

Wegen eines Brandes in einem Lager für Industrieabfälle sind im Osten Frankreichs am Sonntag rund 30.000 Menschen aufgefordert worden, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. "Als Vorsichtsmaßnahme werden die Einwohner von Gandrange, Amnéville, Vitry-sur-Orne, Clouange und Rombas gebeten, bis auf Weiteres zu Hause zu bleiben", erklärte die Präfektur des Départements Moselle.

Der am Vormittag ausgebrochene Brand war den Angaben zufolge zwar am Nachmittag "unter Kontrolle" gebracht worden, verursachte jedoch eine riesige schwarze Rauchwolke. Das Feuer wütete in einem als Risikostandort eingestuften Lager auf dem Gelände des Unternehmens Safe (Suez Alternative Fuels & Energies) im Industriegebiet Gandrange.

Es handele sich um "eine 800 Quadratmeter große Lagerhalle für Industrieabfälle, deren Struktur eingestürzt ist", sagte eine Vertreterin der Feuerwehr von Moselle. Rund 135 Feuerwehrleute seien mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. Derzeit werde der Rauch untersucht, um zu entscheiden, ob die Quarantäne aufgehoben werden könne.

Bei dem Einsatz wurden den Angaben zufolge zwei Feuerwehrleute leicht verletzt, einer von ihnen musste ins Krankenhaus. Der Bürgermeister von Gandrange, Quentin Bigot, schrieb auf der Onlineplattform Facebook: "Insbesondere wegen des Vorhandenseins von Chemikalien müssen die Quarantänemaßnahmen unbedingt weiterhin eingehalten werden."

"Bleiben Sie zu Hause. Schließen Sie Türen und Fenster. Vermeiden Sie unnötige Ausgänge und Wege. Nähern Sie sich unter keinen Umständen dem Brandgebiet", appellierte der Bürgermeister an die Bürgerinnen und Bürger. Medienberichten zufolge war die schwarze Rauchwolke bis in die 15 Kilometer weiter südlich gelegene Stadt Metz zu sehen.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP

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