Panorama

Mehr als 150 Menschen erkrankt Kuba gesteht Cholera-Fälle ein

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Die Revolution ist in Kuba allgegenwärtig.

(Foto: REUTERS)

Das Gesundheitssystem ist der ganze Stolz der kubanischen Regierung. Entsprechend ungern gibt man zu, dass sich die Cholera-Fälle in dem Land häufen. Doch nun veröffentlichen die Behörden neue Zahlen. Demnach sind mehr als 150 Menschen erkrankt. Eine "Epidemie" sei es aber nicht.

Die kubanischen Behörden haben nach elf Tagen des Schweigens neue Informationen über den Ausbruch der Cholera bekanntgegeben. Nach den nun veröffentlichten Zahlen erhöhte sich die Zahl der Erkrankten auf 158. Allerdings wollte das Gesundheitsministerium in Havanna weiterhin nicht von einer "Epidemie" sprechen.

Die Behörden des kommunistisch regierten Karibikstaates zählen es zu ihren wichtigsten Errungenschaften, ein außergewöhnlich gutes Gesundheitssystem zu unterhalten, das der gesamten Bevölkerung zugutekommt. Daher wird die Ausbreitung der Cholera - vor allem in der Stadt Manzanillo, 750 Kilometer südöstlich von Havanna - als Niederlage empfunden.

Am 3. Juli mussten die Behörden bereits einräumen, dass es 53 Cholera-Fälle gab und dass drei Patienten im Alter von 66, 70 und 95 gestorben waren. Sie verwiesen darauf, dass es sich um "chronisch Kranke" gehandelt habe.

Im benachbarten Haiti und der Dominikanischen Republik sind in den vergangenen Monaten . Cholera verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Sie wird meistens durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen.

Quelle: ntv.de, AFP