Panorama

Skandale erschüttern Akademie Literaturnobelpreis wird vielleicht ausgesetzt

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Der Glanz der Schwedischen Akademie liegt im Schatten erschütternder Skandale.

(Foto: picture alliance / dpa)

Als Reaktion auf Skandale um Korruption und sexuelle Belästigung erwägt die Schwedische Akademie angeblich, erstmals seit 1943 keinen Literatur-Nobelpreis zu vergeben. Das Ansehen des Preises habe durch die Krise großen Schaden genommen.

Die krisengeplagte Schwedische Akademie erwägt Medienberichten zufolge, in diesem Jahr keinen Literaturnobelpreis zu vergeben. Das Gremium führe entsprechende Diskussionen, bestätigte der Sprecher der Nobelpreisstiftung, Carl-Henrik Heldin, dem Sender SVT. Beschlossen sei aber noch nichts, betonten Akademie-Mitglieder demnach auch.

Der aus der Jury zurückgetretene Peter Englund äußerte gegenüber dem Schwedischen Radio: "Mit Gedanken an die Situation der Akademie und den Preis selbst ist es vielleicht das Beste, die Vergabe ein Jahr zu verschieben." Die Schwedische Akademie wählt seit 1901 den Träger des Literaturnobelpreises aus. Sieben Mal wurde er seitdem nicht vergeben, zuletzt von 1940 bis 1943.

Die Schwedische Akademie wird derzeit von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert, in dessen Folge mehrere ihrer 18 Mitglieder zurücktraten. Zuletzt hatte das Gremium beteuert, die Arbeit für den Nobelpreis 2018 gehe trotzdem weiter. Zugleich hieß es: "Das Ansehen des Literaturnobelpreises hat großen Schaden genommen durch die Aufmerksamkeit um die Krise der Akademie."

Quelle: n-tv.de, mra/dpa

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