Jugendstrafen in FrankfurtMänner wegen Mordversuchs an Polizisten verurteilt

In der Silvesternacht 2024/25 begehen drei Jugendliche in Frankfurt am Main mehrere Straftaten. Ein 17-Jähriger wirft einen E-Scooter von einer Brücke auf ein fahrendes Polizeiauto. Das Landgericht sieht den Tatbestand des versuchten Mordes als erfüllt an und verhängt lange Jugendstrafen.
Wegen des Wurfs eines E-Scooters auf ein Polizeiauto hat das Landgericht Frankfurt am Main drei Männer zu Jugendstrafen verurteilt. Zwei von ihnen sollen unter anderem wegen versuchten Mordes für sieben Jahre beziehungsweise vier Jahre und zehn Monate in Haft, wie ein Gerichtssprecher sagte. Ein dritter Angeklagter wurde unter anderem wegen Landfriedensbruchs zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt.
Die zuständige Kammer sah es in ihrem Urteil vom Donnerstag als erwiesen an, dass die Männer in der Silvesternacht 2024/25 in Frankfurt mehrere Straftaten begangen hatten. Zwei von ihnen waren damals 17 Jahre alt, der dritte 19. Laut Urteil warf einer der beiden 17-Jährigen am späten Abend des 31. Dezember 2024 einen rund 30 Kilogramm schweren E-Scooter von einer Fußgängerbrücke zielgerichtet auf ein darunter fahrendes Polizeiauto.
Den Tod der Beamten nahm er laut Gericht dabei in Kauf. Der Aufprall beschädigte das Auto schwer, die beiden Polizisten wurden verletzt. Neben dem E-Scooter warf die Gruppe Knallkörper, ein Fahrrad und weitere Gegenstände auf Einsatzfahrzeuge. Der 19-Jährige stellte einen Molotowcocktail her und koordinierte die Gruppe. Auch er warf Gegenstände von der Brücke. Der zweite 17-Jährige bewarf einen Streifenwagen mit einer Flasche. Alle drei Angeklagten befanden sich vor Prozessbeginn in Haft.