Panorama

Auf dem Weg nach SyrienPolizei fasst mutmaßliche Terroristen kurz vor der Ausreise

16.01.2026, 11:11 Uhr
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Die Männer im Alter von 18 und 27 Jahren sind nun in U-Haft. (Foto: picture alliance/dpa/Ole Spata)

Zwei Männer bereiten sich auf eine Reise vor: Es geht nicht irgendwo hin, sondern wohl nach Syrien. Dort wollen die beiden sich von Islamisten ausbilden lassen, sind Ermittler überzeugt. Kurz vor Abflug überwältigen Spezialkräfte die beiden Hessen.

An den Flughäfen Hannover und Stuttgart sind zwei Männer festgenommen worden, die eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben sollen. Die beiden Deutschen "mit Bezügen in die islamistische Szene" wollten mutmaßlich nach Syrien reisen, um sich dort ausbilden zu lassen und an Kämpfen im Ausland teilnehmen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilten.

Die Ausreise des 27-Jährigen und des 18-Jährigen sei "durch intensive polizeiliche Maßnahmen unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften" verhindert worden. Nach den Festnahmen am Donnerstag wurden beide Verdächtige den Angaben zufolge in Frankfurt einem Haftrichter vorgeführt und kamen in Untersuchungshaft.

Ihre Wohnungen in Kassel und im Landkreis Kassel wurden durchsucht. Dabei fanden die Beamten unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen sowie Flyer und Broschüren mit Bezug auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Auch Bargeld, Handys und Datenträger wurden beschlagnahmt und sollen ausgewertet werden.

Den Angaben zufolge wurde gegen die beiden bereits umfangreich ermittelt, auch bundesländerübergreifend. Die Ermittlungen gehen nun weiter. Eine schwere staatsgefährdende Gewalttat ist definiert als Straftat gegen das Leben oder die persönliche Freiheit, die Bestand oder Sicherheit eines Staats oder einer internationalen Organisation beeinträchtigen oder Verfassungsgrundsätze der Bundesrepublik beseitigen, außer Geltung setzen oder untergraben könnte.

Was die Männer genau geplant haben sollen, wurde nicht mitgeteilt. Die Ermittler betonten aber, dass "zu keinem Zeitpunkt" eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe.

Quelle: ntv.de, mpa/AFP

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