Panorama
Das ausgebrannte Auto des mutmaßlichen Täters.
Das ausgebrannte Auto des mutmaßlichen Täters.(Foto: REUTERS)
Freitag, 08. Februar 2013

Großfahndung in Kalifornien: Polizisten jagen Ex-Kollegen

Nach der Ermordung von drei Menschen sucht die Polizei in Los Angeles einen ehemaligen Kollegen. Dieser befindet sich offenbar auf einem Rachefeldzug.

Nach drei Mordtaten, die einem Ex-Polizisten zugeschrieben werden, läuft in Kalifornien eine Großfahndung nach dem mutmaßlichen Täter. Der Polizeichef von Los Angeles, Charlie Beck, sprach von einer "extrem besorgniserregenden und unheimlichen" Situation. Der Mann sei bewaffnet und extrem gefährlich. Der Verdächtige habe "mehrere Waffen" in seinem Besitz, darunter Sturmgewehre.

Der frühere Beamte soll in den vergangenen Tagen drei Menschen getötet haben, berichteten US-Medien. Das ausgebrannte Fahrzeug des Mannes sei am Donnerstag auf einer Waldstraße nahe Big Bear, rund 150 Kilometer östlich von Los Angeles, gefunden worden, berichtete der Sender CNN. Von dem Mann fehlte zunächst jedoch jede Spur.

Der 33-Jährige wird mit einem Doppelmord am Wochenende und einer Schießerei mit zwei verletzten und einem toten Polizisten am Donnerstag in Verbindung gebracht. Auf seiner Facebook-Seite habe der Mann einen Rachefeldzug angekündigt, hieß es. Er würde mehr als zwei Dutzend Menschen, darunter früheren Kollegen, bedrohen. Der Ex-Polizist war 2009 wegen Falschaussagen vom Dienst suspendiert worden.

Zwei Polizisten, von denen einer später starb, waren in der Nacht zum Donnerstag im Bezirk Riverside von Kugeln getroffen worden. In Irvine wurden am vergangenen Sonntag die Tochter eines früheren Polizeibeamten und ihr Verlobter erschossen aufgefunden. Der Vater des Opfers hatte damals die Vorwürfe gegen den Polizisten, die zu dessen Entlassung führten, mit untersucht. Er wird auf der Facebook-Seite des mutmaßlichen Täters namentlich genannt.

Dort schrieb der Ex-Polizist, er habe keine Angst vor dem Tod. "Die Attacken hören auf, wenn die Behörden die Wahrheit über meine Unschuld sagen, ÖFFENTLICH!!!". Er habe Personenschutz für mehr als 40 Menschen angeordnet, sagte Polizeichef Beck.

Quelle: n-tv.de