Panorama

Gefahr durch Sturmtief "Elli"Mehrere Bundesländer verzichten auf Präsenzunterricht an Schulen

08.01.2026, 17:21 Uhr
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Am Freitag drohen neben massiven Schneefällen auch Schneeverwehungen. (Foto: picture alliance/dpa)

Den Norden und Osten soll das Sturmtief "Elli" am Freitag besonders hart erwischen. An vielen Schulen findet dementsprechend kein regulärer Betrieb statt. Teilweise wird die Entscheidung den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder losschicken oder nicht.

Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen. Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen aus, geht aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervor.

Auch in Hamburg und Bremen haben die Behörden entschieden, den Präsenzunterricht an Schulen am Freitag ausfallen zu lassen. Zudem gibt es Ausfälle an allgemein- und berufsbildenden Schulen in vielen Kreisen Schleswig-Holsteins, wie das Bildungsministerium mitteilte. An den von Schließungen betroffenen Schulen soll es für die Jahrgangsstufen eins bis sechs aber eine Notbetreuung geben.

In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist es Eltern nach Angaben der Landesregierungen freigestellt, ihre Kinder wegen der Witterung zu Hause zu lassen.

Schuld an der Wetterlage ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das Sturmtief "Elli", das sich mit einer Warmfront von Südwesten her nähert und Schnee und Regen bringt. Am Freitag soll es stürmisch werden. Vor allem im Norden und Osten werden massive Schneefälle erwartet. In Kombination mit Sturmböen drohen Schneeverwehungen.

"Auf massive Probleme einstellen"

Dem ntv-Meteorologen Björn Alexander zufolge steht Deutschland vor einer intensiven, teils auch sehr gefährlichen Wetterentwicklung mit erhöhtem Unwetterpotenzial. "Es wird nicht alle Landesteile gleichermaßen heftig erwischen und vor allem im Westen und Südwesten schützt die Milderung in den tieferen Lagen wahrscheinlich vor einer massiven Glättelage. Aber andernorts müssen wir uns leider auf massive Probleme auf den Straßen und Schienen sowie teils auf Blitzeis einstellen."

An den Küsten drohen laut Alexander schwere Sturm- bis orkanartige Böen bis über Tempo 100. Auch im Südwesten seien auf den Bergen teilweise schwere Sturm-, im Hochschwarzwald auch Orkanböen möglich.

Quelle: ntv.de, rog/dpa/AFP

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