Politik

Ergebnis der Rasterfahndung 140 Studenten im Visier

Die nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in Deutschland eingeleitete Rasterfahndung nach potenziellen Komplizen der Attentäter trägt Früchte: Insgesamt will die Hamburger Polizei 140 Studenten vernehmen, die möglicherweise zum Umfeld der Täter gehörten.

Die ersten Betroffenen seien inzwischen per Brief zu "persönlichen Gesprächen" aufs Revier gebeten worden, erklärte Polizeisprecher Ralf Kunz. Einige seien auch bereits im Polizeipräsidium erschienen. Insgesamt werde die Aktion positiv und mit Verständnis aufgenommen, sagte Kunz.

Ausländisch, männlich, studiert

Ins Visier der Rasterfahndung gerieten vor allem männliche und aus dem Ausland stammende Studenten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, erklärte Kunz. Er betonte, die Angeschriebenen würden "nicht als Verdächtige oder gar Beschuldigte" gesehen. "Sie sind durch ein grobes Raster gefallen und werden gebeten, uns bei den weiteren Ermittlungen zu helfen", sagte Kunz.

Nach bisherigem Ermittlungsstand gab es in Hamburg eine Gruppe der afghanischen Terrororganisation El Kaida, die für die Anschläge am 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht wird. Drei der mutmaßlichen Attentäter hatten an der Technischen Universität Hamburg-Harburg beziehungsweise an der Hamburger Fachhochschule studiert.

Quelle: ntv.de

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