Politik

Spitzenduo zur Wahl 2013 gesucht 15 Grüne wollen Chef werden

gruene.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Kurz vor Schluss reichen noch 7 Grüne ihre Bewerbungen ein. Damit wird die Urwahl der Spitzenkandidaten zum Tummelplatz der Basis. Um den Männerplatz bewerben sich 12 Grüne, um den Frauenplatz 3. Dennoch ist die Konkurrenz bei den Damen stärker.

Insgesamt 15 Grünen-Politiker wollen um die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl kämpfen. Allein sieben bisher nicht angekündigte Bewerbungen von Basisvertretern kamen bis zum Ablauf der Frist noch hinzu. Mit dem Freischalten der Liste auf der Grünen-Homepage am späten Montagabend ist klar: Wenn bei den anstehenden Vorstellungsrunden in den Ländern annähernd alle kommen, wird es große Podien brauchen.

Seit Wochen ist bekannt, dass vier Spitzenpolitiker die Grünen im Wahlkampf anführen wollen, die den Kurs der Partei zum Teil seit Jahrzehnten prägen: die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin, Parteichefin Claudia Roth und Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt. Weil sie sich nicht einigen konnten, wurde die Urwahl überhaupt erst nötig.

Die Satzung der Grünen schreibt vor, dass das Duo aus einem Mann und einer Frau oder aus zwei Frauen besteht. Damit kandidieren 12 Grüne um den einen Männer-Platz, denn neben Künast, Roth und Göring-Eckardt haben sich keine weiteren Frauen beworben. Allerdings gilt die Wahl von Trittin als vergleichsweise wahrscheinlich.

Beworben hatten sich bislang bereits die Parteimitglieder Patrick Held, Markus Meister, Franz Spitzenberger und Werner Winkler. Von der Basis dazugekommen sind nun noch Thomas Austermann (Essen), Nico Hybbeneth (Wiesbaden), Roger Jörg Kuchenreuther (Bamberg-Land), Alfred Mayer (Berg am Laim), Friedrich Wilhelm Merck (Harburg), Hans-Jörg Schaller (Berlin) und Peter Zimmer (Rottal-Inn).

Entscheidung bis zum 9. November

Ab diesem Samstag sollen die Kandidaten in Veranstaltungen in den Ländern aufeinandertreffen, es geht in Hannover los. Die Runden werden teilweise im Internet übertragen. Die Urwahlorganisatoren aus der Parteizentrale riefen die Mitglieder in einem Schreiben zur Teilnahme auf: "Die Zahl der Bewerbungen zeigt, dass reges Interesse an dieser ersten Urwahl besteht." Aus dem in der deutschen Parteiengeschichte einmaligen Vorhaben solle ein Erfolg werden.

Bis spätestens 9. November soll feststehen, wer das geplante Spitzen-Duo der Grünen im Wahlkampf wird. Alle knapp 60.000 Grünen-Mitglieder können bis 30. Oktober wählen. Vom 4. bis spätestens 9. November werden die Unterlagen ausgezählt.

Quelle: n-tv.de, hvo/dpa

Mehr zum Thema