Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:43 Insider: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen +++

12.10.2026, 00:01 Uhr

Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus "aufweichen". Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew, heißt es weiter. 

+++ 22:51 Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff wäre vergeblich +++

Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, warnt Russland vor einem Angriff auf das Bündnis und betont, dass jeder Angriff "sinnlos" wäre. "Wenn jemand so töricht ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen", sagt Grynkewich bei einem Besuch in Polen. "Wir werden den Angriff stoppen und dem Angreifer die Möglichkeit nehmen, seine Ziele zu erreichen, welche auch immer das sein mögen", betont der Oberbefehlshaber. "Kurz gesagt: Wir werden dafür sorgen, dass jeder Angriff auf einen Verbündeten sich als völlig sinnlos erweist." 

+++ 22:12 Klitschko: Raketen schlagen in Kiew ein - Luftalarm fast im gesamten Land +++

Kiew steht erneut unter russischem Beschuss. Eine Rakete sei in eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung eingeschlagen, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Etwa 20 Minuten später berichtet er von einem Raketeneinschlag in ein vierstöckiges Lagergebäude. Reporter ukrainischer Medien berichten von heftigen Explosionen kurz nach 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr in Deutschland), noch bevor in der ukrainischen Hauptstadt der Luftalarm losging. Bisher gibt es keine Berichte über Opfer. In weiten Teilen der Ukraine gilt aktuell Luftalarm.  

+++ 21:28 Trump verteidigt Diesel-Deal und teilt gegen EU aus +++

US-Präsident Donald Trump verteidigt sich gegen Kritik, Diesel von Russland kaufen zu wollen. "Ich habe die richtige Entscheidung für das amerikanische Volk getroffen - immer: Amerika zuerst", schreibt er bei Truth Social. Außerdem teilt er gegen die EU aus: "Die Europäische Union hat Russland 250 Milliarden Dollar für Energie gezahlt, und die Fake-News-Medien wollen sich nicht mit dieser Geschichte befassen." Näher geht Trump nicht darauf ein. Doch die Mediengruppe CNBC schreibt, Trumps Angaben deckten sich in etwa mit einigen Schätzungen darüber, wieviel die EU seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 für den Import fossiler Brennstoffe aus Russland ausgegeben hat. Die EU hat sich seit Kriegsbeginn darum bemüht, ihre Abhängigkeit von russischem Gas stark zu verringern. Dennoch fließt weiterhin Gas nach Europa: Russisches Pipeline-Gas und Flüssiggas (LNG) machten nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2025 rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Pro Monat entsprechen die Einfuhren fossiler Energieträger - Gas und ein kleinerer Anteil Öl - aus Russland der Kommission zufolge einem Wert von rund 1,5 Milliarden Euro. Ab November 2027 verbietet die EU russische Gaseinfuhren völlig. 

+++ 21:04 Russische Behörden: Mensch bei Drohnenangriff auf Auto getötet +++

Bei einem Drohnenangriff auf ein Auto in der russischen Grenzregion Belgorod wird nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch getötet. Der Vorfall ereignet sich demnach im Dorf Kupino. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Angaben nicht unabhängig überprüfen. 

+++ 20:41 EU bestraft Nordkorea für Russland-Hilfe +++

Die EU beschließt neue Sanktionen gegen drei Personen und vier Organisationen in Nordkorea wegen deren Rolle in den nuklearen und ballistischen Raketenprogrammen des Landes. Zu den Sanktionen gehört das Einfrieren von Vermögen, Einreiseverbote in die EU und das Verbot, den Betroffenen direkt oder indirekt Gelder zur Verfügung zu stellen. Die Strafmaßnahmen stehen im Zusammenhang mit der wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit des Landes mit Russland, wie der Rat der Europäischen Union mitteilt. Diese umfasst unter anderem den Einsatz nordkoreanischer Arbeitskräfte in Russland, die Zusammenarbeit in Handel und Industrie sowie einen "Waffen-gegen-Öl"-Handel. 

+++ 20:24 Drohne trifft Hochhaus in Kiew: Zwei Tote und Verletzte +++

Bei einem russischen Drohnenangriff sind in Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Präsident Selenskyj spricht zudem von mindestens neuen Verletzten. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten. 

+++ 20:08 Merz und Selenskyj fordern Waffenruhe für Energieanlagen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sehen Russland in der Pflicht, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen. Das teilt der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nach einem Telefonat der beiden Regierungschefs mit. Selenskyj habe den Bundeskanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert. Merz habe die Solidarität Deutschlands bekräftigt.  

+++ 19:40 Sabotageverdacht: Polen verkündet zwei Festnahmen in Deutschland +++

Sabotageverdachtsfall in Polen: Der polnische Regierungschef Donald Tusk gibt in sozialen Medien die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekannt. Auf Ersuchen der polnischen Behörden habe die deutsche Polizei zwei türkische Staatsbürger festgenommen, die im Verdacht stünden, eine Station des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in der Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. "Dies ist ein weiterer Akt des hybriden Krieges", schreibt Tusk. "Die Saboteure werden sich vor der polnischen Justiz verantworten müssen." Bei einer Pressekonferenz kurz darauf sagt Polens Minister für Sonderdienste, Tomasz Siemoniak: "Wir haben keinen Zweifel daran, dass russische Dienste hinter diesem Sabotageakt stecken." Russische Dienste würden sich zudem zunehmend an Personen aus dem kriminellen Milieu wenden. Die Station im Besitz des staatlichen Telekommunikationsunternehmens Exatel war Ende September angezündet, durch den Brand aber nicht zerstört worden. Sie wird nach Angaben der polnischen Behörden unter anderem dazu genutzt, Internetdaten durch Polen und auch in die Ukraine zu leiten. Mehr dazu hier.

+++ 19:01 Ukraine geht auf Ungarn zu und kommt EU-Beitritt näher +++

Das ukrainische Parlament verabschiedet ein Gesetz zum Schutz von Minderheiten - eine wichtige Voraussetzung für den angestrebten EU-Beitritt der Ukraine. Das Gesetz schütze "die Rechte nationaler Minderheiten, ohne den Status der ukrainischen Sprache zu beeinträchtigen", teilt das Parlament mit. Das Gesetz werde zudem die Möglichkeiten zur Nutzung von Minderheitensprachen, die zugleich Amtssprachen der Europäischen Union sind, im Bildungsbereich verbessern. Dabei geht es vor allem um die ungarischsprachige Minderheit in der Westukraine, deren Status lange Zeit für Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn gesorgt hatte. Die ungarische Außenministerin Anita Orban begrüßt das Gesetz und nennt es "eine notwendige Voraussetzung", damit Ungarn der Eröffnung neuer Verhandlungsblöcke mit der EU zustimmen könne. Kurz darauf kündigt die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos an, dass am Dienstag zwei Verhandlungsblöcke zur Ukraine starten sollen. Dabei geht es unter anderem um den Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit.

+++ 18:33 Lawrow will Selenskyj nicht durchatmen lassen +++

Moskau wirft dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, sich mit allen Mitteln Zeit auf dem Schlachtfeld verschaffen zu wollen. "Ich denke nicht, dass er eine Atempause verdient hat", sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow laut russischen Medienberichten. "Ich denke nicht, dass wir uns erneut von Zusicherungen und Versprechungen täuschen lassen werden." Selenskyj wolle jede Initiative für eine Atempause nutzen, sagt Lawrow demnach bezüglich der von den USA angekündigten "Energie-Waffenruhe". Im Gegensatz zu Russland zeigte sich die Ukraine zu einer Waffenruhe im Energie-Sektor bereit. Moskau lehnt Waffenruhen immer wieder ab mit der Erklärung, dass es eine dauerhafte Lösung des Konflikts anstrebe. 

+++ 17:50 Navidi: "Trump ist auf Zerstörungskurs unterwegs" +++

US-Präsident Donald Trump will die Spritpreise senken und macht dafür Geschäfte mit Kremlchef Wladimir Putin. Gleichzeitig droht er der Ukraine. Hängt das mit den anstehenden Zwischenwahlen zusammen? Nicht direkt, sagt US-Expertin Sandra Navidi. Trump sei sich seines Wahlsiegs inzwischen so sicher, dass er offen Wähler beleidige.

+++ 17:24 Kiew drängt auf Einsatz eingefrorener Vermögen für Verteidigung +++

In der Diskussion um die eingefrorenen russischen Vermögenswerte in der EU spricht sich der ukrainische Außenminister dafür aus, die Gelder zur Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland zu verwenden. "Europa kann nicht länger untätig bleiben, was Russlands eingefrorene Vermögenswerte angeht. Der Hebel liegt nicht darin, das Geld zurückzuhalten, sondern darin, es zur Verteidigung einzusetzen", sagt Außenminister Andrij Sybiha laut dem "Kyiv Independent" vor Journalisten. Ein früherer Plan zur Nutzung der rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern scheiterte am Widerstand Belgiens wegen möglicher Schadensersatzklagen Russlands. Die Mitgliedstaaten einigten sich stattdessen auf ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine, das durch den EU-Haushalt gegenfinanziert wird. Im August teilte die EU-Kommission zudem mit, der Ukraine 1,4 Milliarden Euro aus den Zinserträgen von Guthaben der russischen Zentralbank zur Verfügung zu stellen.

+++ 16:43 Verfassungsschutz: Russland geht es um Neukartografierung Europas +++

Das Bundesamt für Verfassungsschutz rechnet mit einer Fortsetzung verdeckter Angriffe und Destabilisierungsaktionen Russlands gegen Deutschland und andere europäische Staaten - auch nach einem Ende des Ukraine-Krieges. Dies sei "ein langfristig angelegter hybrider Angriff", betont Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen. Das aggressive Vorgehen Russlands richte sich "gegen die europäische Sicherheitsordnung", erklärt er. "Dabei setzt Russland gezielt auf Destabilisierung, um uns zu schwächen, zu verunsichern und zu spalten." Selen warnt davor, russische Einflussversuche oder verdeckte Angriffe wie den Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne in Leipzig nur als Reaktion auf die Unterstützung der Ukraine durch Deutschland zu sehen. "Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Lage in der Ukraine mit der Sicherheitslage in anderen Ländern Europas, insbesondere mit Deutschland, zu stark zu koppeln", sagt er. "Die Russen tun das nicht. Und für Russland geht es um mehr. Für Russland geht es um eine komplette Neukartografierung Europas und der eigenen Rolle innerhalb Europas und in der Weltpolitik." 

+++ 16:10 Reisner: Putins "Dreieck des Terrors" zermürbt die Ukraine +++

Russland überzieht die Ukraine mit schweren Luftangriffen auf Energie- und Wasserversorgung und hat die Produktion für sein Waffenarsenal deutlich gesteigert. Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer glaubt deshalb an den bislang härtesten Kriegswinter. An der Front sieht er derweil kaum Bewegung. Mehr dazu hier.

+++ 15:49 Selenskyj betrachtet Energiewaffenruhe als von Russland abgelehnt +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj lehnt Russland die von den USA vorgeschlagene Waffenruhe im Energiesektor ab. Dies werde nach den russischen Angriffen auf sechs ukrainische Anlagen zur Energieversorgung immer deutlicher, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. "Dies geschieht, wenn Russland die Aussicht auf höhere Einnahmen für seine Kriegsmaschinerie sieht", erklärt er.

+++ 15:31 Vier Länder halten Militärübung mit Russland ab +++

Russland und die vier weiteren Mitglieder der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit OVKS beginnen in Belarus mit gemeinsamen Militärübungen. Dies teilt die Organisation, die von Russland angeführt wird, mit. Die Übungen sollen vom 12. bis zum 16. Oktober auf zwei Übungsgeländen auf belarussischem Gebiet stattfinden. Mehr als 1500 Soldaten, über 300 Militärfahrzeuge und rund 80 Drohnen sollen beteiligt sein. An den Übungen nehmen Militärkontingente aus Belarus, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan teil. Im Mittelpunkt der Übungen steht der Organisation zufolge die Ausbildung der "Friedenssicherungskräfte". Außerdem würden Übungen zur Abwehr biologischer Bedrohungen durchgeführt. 

+++ 15:02 Nato will Angriff im Ernstfall in drei Schritten abwehren +++

Nato-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich stellt ein neues Konzept zur Abwehr eines möglichen russischen Angriffs auf Mitgliedsstaaten des Bündnisses vor. Seine als "Theory of Victory" (Konzept für den Sieg) bezeichneten Überlegungen sehen vor, einen Angreifer in drei Schritten militärisch zu besiegen. Demnach sollen die eigenen Streitkräfte zunächst den Angriff stoppen ("Block"). Falls der Gegner weiterkämpft, würde dann die Wucht seines Angriffs gebrochen und jedes weitere Vorrücken verhindert ("Blunt"). Reicht auch das nicht aus, sollen die gegnerischen Truppen und das gesamte militärische System, das sie unterstützt und führt, zerschlagen werden ("Break"). So würde man Nachschubwege unterbrechen, Führungssysteme ausschalten und die angreifenden Einheiten kampfunfähig machen. An der "Theory of Victory" arbeite die Nato schon seit einigen Jahren, sagt Grynkewich auf dem Sicherheitsforum in Warschau. Nach der jüngsten Entwicklung habe man sich aber entschlossen, sie öffentlich zu machen. Explizit erwähnt wird Russland in dem Konzept nicht. Grynkewich geht nicht davon aus, dass ein Konflikt unmittelbar bevorsteht oder unvermeidlich ist. Mehr dazu hier.

+++ 14:42 Merz stellt sich gegen Trumps Diesel-Abkommen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz stellt sich deutlich gegen den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Für Europa kommt eine solche Entscheidung nicht infrage", sagt Merz. "Russland wird nur unter Druck ernsthaft verhandeln." Man müsse den Druck im Gegenteil noch verstärken. Zu Trumps Vorstoß eines Waffenstillstands für Angriffe auf Energieinfrastruktur sagt Merz nur, dass Russland die rücksichtslosen Angriffe gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine danach noch verstärkt habe. "Präsident Selenskyj kann sich in dieser Lage auf Deutschland verlassen", fügt Merz mit Blick auf Trumps Aufforderung hinzu, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten brauche. Man werde weiter für einen gerechten und dauerhaften Frieden arbeiten, "der die Freiheit der Ukraine und die Sicherheit Europas zugleich wahrt".  

+++ 14:17 Selenskyj appelliert an Trump, für Einhaltung von Waffenruhe zu sorgen +++

Die Ukraine wirft Russland den Bruch der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe im Energiesektor vor. Nach einem Angriff auf ein Wärmekraftwerk in Charkiw drängt Präsident Wolodymyr Selenskyj die USA dazu, die Einhaltung der Vereinbarung durch Moskau zu gewährleisten. Er habe von dem Abkommen selbst erst aus den Medien erfahren und warte auf Details, sagt Selenskyj. "Diese Waffenruhe kann Bestand haben und ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Krieges werden, wenn die Amerikaner jetzt wirklich eingreifen und dafür sorgen, dass die Russen sie einhalten." Die Ukraine habe in der Nacht keine russischen Raffinerien angegriffen. Wenn Russland wolle, dass diese Schläge ausgesetzt blieben, müsse es die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur ebenfalls einstellen. Russland erklärt, die Kontakte über eine mögliche Waffenruhe im Energiesektor dauerten an. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow macht jedoch keine Angaben dazu, ob diese nur für Ölraffinerien gelten solle. (Siehe Eintrag um 10:08 Uhr) Mehr dazu hier.

+++ 13:53 Geheimdienste warnen vor russischen Mordanschlägen auf Firmenchefs +++

Mehrere europäische Geheimdienste warnen Unternehmen vor möglichen Mordanschlägen auf hochrangige Manager durch russische Agenten. Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Insider aus fünf Diensten, dass nach ihrer Einschätzung Russland seine hybride Kriegsführung in Europa ausweite und dabei neben Sabotageakten auch Mordanschläge auf Zivilisten plane. Dies sei lange ein Tabu für Russlands Geheimdienste gewesen. Im Fokus der russischen Bedrohung stehen laut FT die Chefs und hochrangige Vertreter von Rüstungskonzernen. Doch auch Manager kleinerer Unternehmen könnten zum Ziel werden, insbesondere von Startups, die Drohnen oder Komponenten davon herstellten. Die Geheimdienste rieten den Unternehmen, den Schutz ihrer Einrichtungen und ihrer Mitarbeiter zu verstärken, unter anderem auch durch private Personenschützer. In Deutschland, dem inzwischen größten Unterstützer der Ukraine in deren Abwehrkampf gegen Russland, ist die Bedrohung besonders groß. Am vergangenen Montag hatte unter anderem der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz", Sinan Selen, vor einer Bedrohung durch Russland gewarnt.

+++ 13:30 Bundesregierung: Moskaus Antwort auf Energie-Waffenruhe sind neue tödliche Angriffe +++

Die Bundesregierung sieht keine Anzeichen für eine russische Bereitschaft zu der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Energie-Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew. Russland habe bereits seine Antwort gegeben auf Trumps Initiative, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. "Russland hat auf diesen Vorschlag mit neuen Angriffen reagiert, mit vielen Toten. Das heißt, an der Kriegssituation hat sich nichts geändert. "Kornelius bekräftigte, dass sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne. Bundeskanzler Friedrich Merz habe bei seinem Besuch vor einer Woche in Kiew Selenskyj diese Unterstützung zugesichert, und daran halte der Kanzler natürlich fest. "Die deutsche Regierung steht an der Seite der Ukraine."

+++ 13:12 Innenminister Dobrindt sieht "Schattenkrieg" zur Destabilisierung Deutschlands +++

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht Deutschland umfassender bedroht als noch im Kalten Krieg. Letzterer habe noch Grenzen gekannt, die heute aber verwischten, sagte der CSU-Politiker bei einer Tagung des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) in Berlin. Dobrindt sprach von einem Schattenkrieg. Dieser habe ein Ziel, das weit über jene des Kalten Kriegs hinausgehe. "Er hat das eindeutige Ziel, uns zu destabilisieren, uns abschließend zu destabilisieren", sagt der Minister. "Er hat das Ziel, uns nicht militärisch zu besiegen, sondern uns politisch und gesellschaftlich zu bezwingen."

+++ 12:43 Kreml bestätigt Energie-Waffenruhe nicht +++

Der Kreml bestätigt das Inkrafttreten einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine nicht. "Die Gespräche dauern an. Sobald wir etwas dazu zu sagen haben, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten auf Nachfrage. Auf Kiews Forderung nach einer 60-tägigen vollständigen Waffenruhe für das Abhalten von Wahlen in dem Land angesprochen, sagt Peskow: "Wir wollen keine Waffenruhe, wir wollen dauerhaften Frieden."

+++ 12:12 Selenskyj: Putin liest offenbar nicht Trumps Posts +++

Der ukrainische Präsident Wolodymy Selenskyj fordert die USA auf, Russland zur Einhaltung der von US-Präsident Donald Trump verkündeten begrenzten Energie-Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagt Selenskyj. Man sei am Vortag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagt Selenskyj weiter. "Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug." Kremlchef Wladimir Putin lese offenbar nicht Trumps Posts auf dessen Netzwerk Truth Social.

+++ 11:43 Ukraine: Russische Angriffe auf Gasförderanlagen von Naftogaz +++

Russland greift in der Nacht Gasförderanlagen des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der Region Charkiw an und löst einen Brand aus. Dabei wird wichtige Infrastruktur beschädigt, wie der kommissarische Naftogaz-Chef Serhij Fedorenko über Telegram mitteilt. Die Mitarbeiter setzten alles daran, die Schäden so schnell wie möglich zu beheben und Risiken für den stabilen Betrieb des Energiesystems abzuwenden, erklärt er.

+++ 11:15 Wieder schwere Angriffe auf Charkiw +++

Bei mehreren russischen Angriffen auf die ukrainische Großstadt Charkiw werden am Morgen mindestens zwölf Menschen verletzt, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilt. Charkiw ist aufgrund seiner Nähe zur Front regelmäßig Ziel russischer Angriffe auf die zivile Infrastruktur. Dabei verstärken die Russen zuletzt ihre Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am Sonntag mit: "Allein in dieser Woche haben die Russen rund 1.450 Luftbomben, 75 Raketen verschiedener Typen und über 1.640 Angriffsdrohnen abgefeuert, von denen etwa 60 Prozent mit Strahltriebwerken ausgestattet sind." 

+++ 10:43 EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer +++

Die Europäische Union verhängt neue Sanktionen gegen eine Rekordzahl von Unterstützern der russischen Kriegsmaschinerie. Die EU-Außenminister beschließen, knapp 1600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen zu belegen, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilt. Mehr dazu hier.

+++ 10:08 Bericht über Energie-Deal: "Trump ist wirklich wütend" +++

Ein Beamter des Weißen Hauses spezifiziert nun, was US-Präsident Donald Trump offenbar unter einer Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine versteht - nämlich einen höchst einseitigen Deal zugunsten Moskaus. Gegenüber dem Portal "Axios" erklärt der Beamte demnach: "Am Sonntag verkündete Präsident Trump einen 'Energiewaffenstillstand' zwischen Russland und der Ukraine. Er bezog sich dabei auf ein mögliches Abkommen, in dem sich beide Seiten verpflichten würden, die Angriffe auf Ölraffinerien einzustellen." Wenn die Angriffe auf Ölraffinerien aufhörten, könnte der nächste Schritt folgen: eine Vereinbarung zur Beendigung von Angriffen auf Kraftwerke und Energienetze. Wie ein ukrainischer Beamter "Axios" sagt, verfügt die Ukraine aber nur über eine einzige Ölraffinerie, die von den Russen wiederholt angegriffen worden sei und nicht mit voller Kapazität arbeite. Russland hingegen besitzt ein umfangreiches Netz von Raffinerien. Laut "Axios" warnt der Beamte des Weißen Hauses zudem davor, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien der Beziehung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu Trump mehr schadeten als Russland selbst. "Trump ist wirklich wütend. Er glaubt, Selenskyj nehme die US-Hilfe als selbstverständlich hin." Mehr dazu hier.

+++ 09:36 Wadephul begrüßt "beispiellose" Russland-Sanktionen +++

Außenminister Wadephul begrüßt die Verabschiedung neuer EU-Sanktionen gegen Russland als "beispiellosen" Schlag gegen die Kriegswirtschaft von Präsident Wladimir Putin. Die EU nehme damit so viele Personen und Unternehmen in die Sanktionsliste auf wie nie zuvor, erklärt der Minister. Insgesamt seien es weit über 1600 Verantwortliche und Betriebe. Die EU reagiere mit der Sanktionierung von Drohnenherstellern zudem auf hybride Angriffe wie den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle. Der Druck auf Russland solle so lange erhöht werden, bis Putin zu ernsthaften Friedensverhandlungen bereit sei, sagt Wadephul.

+++ 09:08 Kallas zweifelt an Putins Willen, eine Energie-Waffenruhe einzuhalten +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußert sich skeptisch über die von US-Präsident Donald Trump verkündete Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine. "Wir begrüßen den Waffenstillstand im Energiebereich, wenn er tatsächlich eingehalten wird", sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister heute in Luxemburg. "Bisher haben wir jedoch noch nicht gesehen, dass sich auch Russland daran halten wird." Kallas betont, dass eine Waffenruhe im Energiebereich "äußerst wichtig" sei, "weil der Winter kalt werden wird". Da Russland viele Raffinerien habe, sei dies auch in Moskaus Interesse.

+++ 08:39 Von der Leyen: "Krieg ist in eine neue, noch düsterere Phase eingetreten" +++

Die Europäische Union wird der Ukraine diese Woche zusätzliche Mittel für den Kauf von Drohnen und Raketen zur Verfügung stellen. Dies gibt die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekannt. Ziel sei es, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken und ihren Luftraum zu schützen. Die EU-Staats- und Regierungschefs würden außerdem über den Finanzbedarf der Ukraine für das kommende Jahr und die weitere Unterstützung ihrer europäischen Integration beraten. Von der Leyen beklagt zudem, dass Russland den Krieg auf dem Schlachtfeld verzögere und Zivilisten weit hinter den Frontlinien angreife. "Der Krieg ist in eine neue, noch düsterere Phase eingetreten."  

+++ 08:04 Experte über Diesel-Deal: "Als würde man auf der Titanic die Liegestühle umstellen" +++

Was bringt der Diesel-Deal von US-Präsident Trump? Unbestritten ist: Der Kreml darf sich freuen. Doch auf den Energiemarkt hat er einem Experten zufolge nur eine minimale Wirkung. "Das ist so, als würde man auf der Titanic die Liegestühle umstellen", meint Michael Lynch, Fellow am Energy Policy Research Foundation. "Wenn wir Diesel aus Russland beziehen, bedeutet das im Grunde, dass deren bestehende Kunden keinen Diesel mehr bekommen und sich anderweitig versorgen müssen, wodurch der Preis im Wesentlichen auf dem derzeitigen Niveau bleiben wird." In einzelnen US-Bundesstaaten könnten die Preise Lynch zufolge leicht sinken. Landesweit werde dies in den USA - und auch global - nicht wirklich etwas ändern.

+++ 07:28 In "Todeszonen": Nato-Vertreter beziffert russische Verluste für September +++

Russland hat im vergangenen Monat offenbar in der Ukraine mehr als 50.000 Verluste erlitten. Dies berichtet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf einen hochrangigen Nato-Vertreter. Unter den Opfern seien bis zu 28.000 getötete Soldaten. Das russische Militär versuche demnach, in der Ukraine offensiv Fortschritte zu erzielen und habe Truppen in "Todeszonen" entsandt, in denen bewaffnete Drohnen, Landminen, Artilleriefeuer und andere Verteidigungsanlagen weit verbreitet seien. Laut dem Nato-Vertreter sollen die ukrainischen Streitkräfte im selben Zeitraum etwa 5.000 Verluste erlitten haben. Die Zahl der russischen Verluste deckt sich in etwa mit den Angaben des ukrainischen Generalstabs. Dieser geht von 46.230 Verlusten im September aus – gegenüber 31.710 im Januar. Anfang des Jahres sagte der damalige Verteidigungsminister Mychailo Fedorow, die Ukraine strebe an, "50.000 Russen pro Monat zu töten".

+++ 06:59 EU befürchtet ökologische Katastrophe durch russische Schattenflotte +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt vor einer drohenden Ölkatastrophe an den europäischen Küsten durch die sogenannte russische Schattenflotte. Die Schiffe seien "ökologische Zeitbomben", da sie oft alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert seien, sagt Kallas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die EU habe im Kampf gegen die Schattenflotte in den vergangenen Monaten sechs Inspektionen vorgenommen. Jeder dieser Einsätze an Bord koste Russland Zeit und Geld, erklärte die Chefdiplomatin. Der größte Druck auf Moskau entstehe jedoch durch diplomatische Maßnahmen, erklärt sie weiter. So hätten afrikanische Länder auf Bitte der EU Hunderte Schiffe aus ihren Registern gestrichen. "Der Verlust der Flagge macht einen Tanker anfälliger für Inspektionen und Festsetzungen und führt dazu, dass Behörden, Versicherer, Banken und Händler zögern, mit ihm Geschäfte zu tätigen", so Kallas. Bislang habe die EU rund 670 Schiffe mit Sanktionen belegt. 

+++ 06:48 Russische Behörden melden Drohnenangriffe auf Belgorod und Donezk +++ 

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen pro-russischen Verwaltung eine weitere Person bei einem ukrainischen Angriff getötet.

+++ 06:20 BDI: Russische Sabotage bedroht zunehmend deutsche Unternehmen +++

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer wachsenden Gefahr durch russische Sabotageakte gegen heimische Unternehmen. Die Industrie stelle sich darauf ein, dass die Bedrohung anhalte und die Angriffsmethoden vielfältiger würden, sagt der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch dem "Handelsblatt". Unternehmen gerieten nicht zufällig ins Visier. Russische Einfluss- und Sabotageaktivitäten seien längst kein abstraktes Szenario mehr. Unternehmen, kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten stünden bereits heute im Fokus der Angriffe. Der Schutz der Wirtschaft müsse deshalb ein Grundbaustein der nationalen Sicherheit sein und politische Priorität haben, fordert Lösch. Erst in der vergangenen Woche warnte der Bundesnachrichtendienst BND eindringlich vor russischen Aktivitäten in Deutschland.

+++ 05:51 Deutschland schickt Tornados zu Atomwaffenübung der Nato +++

Die deutsche Luftwaffe beteiligt sich in den kommenden Tagen mit mehreren Kampfflugzeugen an einem Nato-Manöver zur Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Wie ein Sprecher sagt, werden für die Übung mit dem Namen "Steadfast Noon" drei Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 auf die Aviano Air Base nach Norditalien verlegt. Die Maschinen sind normalerweise auf dem Stützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert. Dort lagern nach offiziell unbestätigten Angaben US-Atomwaffen, die im Ernstfall über das Konzept der sogenannten nuklearen Teilhabe der Nato auch von deutschen Jagdbombern abgeworfen werden könnten.

+++ 05:33 Kretschmer: Deutschland muss Beitrag zum Gelingen einer Waffenruhe leisten +++

Deutschland sollte sich laut dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer aktiv für eine Friedenslösung in der Ukraine einsetzen. Er halte die Position der früheren grünen Außenministerin Annalena Baerbock für falsch, wonach es nicht die Zeit für Diplomatie, sondern für Waffenlieferungen sei, sagt der CDU-Politiker im ZDF: "Wir sehen jetzt nach vier Jahren, wohin das geführt hat - in eine Katastrophe." Gleichzeitig mache US-Präsident Donald Trump "ringsherum" Geschäfte. "Das schlägt dem Fass ja wirklich den Boden aus", fügt er hinzu. Deutschland halte hingegen eine Fahne hoch: "So geht es nicht. Wir brauchen einen anderen Antritt und wir als Deutsche müssen diejenigen sein, die da auch einen Beitrag dazu leisten, dass dieser Waffenstillstand jetzt kommt", sagt Kretschmer. Bisher ist allerdings Kremlchef Wladimir Putin auf alle Bemühungen um einen Waffenstillstand nicht eingegangen.

+++ 04:47 CDU-Außenexperte: EU sollte Kiew zu Angriffen auf Russlands Ölraffinerien ermuntern +++

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter stärkt dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump den Rücken und kritisiert die USA scharf. "Die Ukraine hat mit den gezielten Angriffen auf russische Ölraffinerien legitime Ziele des Aggressors getroffen und trägt mit den weitreichenden Sanktionen effektiv bei, Russlands Kriegsmaschine zu schwächen", sagt Kiesewetter den Funke Medien. "Europa und Deutschland sollten die Ukraine deshalb darin bestärken, weiterhin relevante Ziele in Russland auszuschalten, denn das ist im Sinne der europäischen Sicherheit."

+++ 03:33 Telefonat mit Selenskyj: Kanadas Premier verurteilt Trumps Diesel-Deal mit Moskau +++

Der kanadische Regierungschef Mark Carney kritisiert den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Russland scharf. "Dieses Abkommen steht in direktem Widerspruch zu den Bemühungen der Ukraine, Kanadas und unserer Verbündeten, Frieden und Stabilität in Europa zu schaffen", sagt Carney nach Angaben seines Büros in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Es wird Russland zusätzliche Einnahmen verschaffen und dazu beitragen, seinen illegalen und ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren." Nach dem Telefonat mit Selenskyj telefoniert Carney auch noch mit Trump. Darin bekundet Carney einer Erklärung zufolge Unterstützung für eine "Energie-Waffenruhe" zwischen der Ukraine und Russland. Carney erinnert zudem an Selenskyjs "Appell" an Russland, sich an eine solche Vereinbarung zu halten. Alle Angriffe auf Energieinfrastruktur und Zivilisten müssten sofort eingestellt werden.

+++ 02:37 EU überlegt sich Reaktion auf Russlands hybride Angriffe +++

Die EU-Außenminister kommen an diesem Vormittag zu Gesprächen in Luxemburg zusammen. Ein Thema werden dabei die hybriden Angriffe Russlands auf Europa sein. Auch sollen weitere Sanktionen gegen das russische Militär und die russische Rüstungsindustrie beschlossen werden. Die Mitgliedstaaten hatten sich vergangene Woche auf Strafmaßnahmen gegen fast 1600 Verantwortliche und Organisationen geeinigt. 

+++ 01:39 Drohnen unterbrechen Moskaus Flugverkehr +++

Die vier Moskauer Flughäfen stellen am Abend den Flugbetrieb wegen ukrainischer Drohnen vorübergehend ein. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski wurden alle Landungen und Starts für kurze Zeit abgesagt, berichtet die Staatsagentur Tass. Mindestens 25 anfliegende Maschinen wurden auf andere Flugplätze umgeleitet. Der Alarm wurde am späten Abend an allen Airports aufgehoben. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden mindestens 23 ukrainische Drohnen auf ihrem Weg in die russische Metropole noch vor den Stadtgrenzen abgeschossen. Auch in anderen russischen Städten wie Kostroma und Jaroslawl wurde der Flugbetrieb am Abend durch Drohnenalarm gestört. 

+++ 00:27 Britischer Premier Burnham unterstützt Trumps "Appell" für Energie-Waffenruhe  +++

Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine unterstützt der britische Premierminister Andy Burnham die Idee grundsätzlich. "Russland hat am Wochenende seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur verstärkt", schreibt Burnham bei X. "Das ist ein Angriff auf ukrainische Zivilisten, der sie in Kälte und Dunkelheit stürzt." Großbritannien unterstütze daher "nachdrücklich den heutigen Appell von Präsident Trump für eine dauerhafte, sofort beginnende Energie-Waffenruhe". Trump selbst hatte mitgeteilt, Moskau und Kiew seien einverstanden, aus Moskau gibt es dafür bislang keine Bestätigung. 

+++ 23:07 "Diesel-Deal rechtswidrig": Sieben Senatoren feuern gegen Trump +++

Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatoren beider Parteien. "Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz." Die Vereinigten Staaten dürften Kremlchef Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, heißt es weiter. "Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren." Hinter dem Schreiben stehen die demokratischen Senatoren Richard Blumenthal, Jeanne Shaheen und Ron Wyden sowie ihre republikanischen Kollegen Thom Tillis, Lisa Murkowski, John Curtis und Susan Collins. Trumps Regierung habe es versäumt, den Kongress bei der Entscheidung zu konsultieren oder eine Begründung vorzulegen, "wie es gesetzlich vorgeschrieben ist".

+++ 22:07 Kiesewetter: "Müssen aufpassen, dass Trump nicht Zukunft Europas verkauft" +++

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter wirft US-Präsident Donald Trump vor, die Zukunft der Ukraine und Europas zu gefährden. Anstatt die Ukraine durch die Bereitstellung von mehr Waffen und Geheimdienstinformationen für zukünftige Verhandlungen zu stärken, stärke Trump Russland, erklärt Kiesewetter gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform. Mit Blick auf die von Trump angekündigten russischen Diesel-Lieferungen sagt er: "Wir müssen aufpassen, dass Trump kurz vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten nicht die Zukunft Europas verkauft. Wir könnten Diesel in die Vereinigten Staaten liefern, aber wir können nicht hinnehmen, dass Trump Putin unterstützt. Die Vereinigten Staaten und Russland haben sich gegen die Zukunft der Ukraine sowie gegen Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung verbündet."

+++ 21:44 Drei Menschen bei Drohnenangriff in Westukraine getötet +++

Die westukrainische Großstadt Iwano-Frankiwsk wird von russischen Drohnen angegriffen. Drei Menschen seien getötet worden, sagt Gouverneurin Svitlana Onyshchuk. Mehrere Mehrfamilien- und Geschäftshäuser seien beschädigt - und es gingen weiterhin Meldungen ein, schreibt sie in sozialen Medien.

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