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Keine Mehrheit für Koalition AfD büßt in Thüringen-Umfrage deutlich ein

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Für den Erfurter Landtag deutet sich eine komplizierte Mehrheitsfindung an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wahl in Thüringen beschließt den Reigen der Urnengänge im Osten Deutschlands in diesem Jahr. In der jüngsten Umfrage deuten sich ein paar Verschiebungen in der Wählergunst an. So holt die CDU auf, während die AfD absackt.

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Thüringen muss die rot-rot-grüne Regierungskoalition weiter um ihre Mehrheit bangen. Laut dem "Politbarometer extra" des ZDF würde es aktuell für eine Fortsetzung des Bündnisses nicht reichen. Gewinner der jüngsten Erhebung ist die CDU. Regelrecht abgesackt ist die AfD.

Demnach liegt die Linke mit 27 Prozent weiterhin vorn, allerdings nur noch knapp vor der CDU mit 26 Prozent. Die SPD kommt in der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf neun Prozent, die Grünen kommen auf acht. Das würde für die Fortsetzung von Rot-Rot-Grün nicht reichen. Allerdings hätte auch ein denkbares Bündnis aus CDU, SPD und Grünen keine Mehrheit.

Die AfD kommt in der neuen Erhebung auf 20 Prozent und liegt damit deutlich unter den Ergebnissen der vergangenen Wochen. Die FDP liegt bei fünf Prozent - damit ist offen, ob ihr der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und damit der Wiedereinzug in den Thüringer Landtag gelingt.

Der Sender wies darauf hin, dass sich bis zum Wahltag am 27. Oktober noch viel tun könne. 38 Prozent der Befragten wissen demnach noch nicht sicher, wem sie ihre Stimme geben sollen oder ob sie überhaupt wählen werden.

Linke-Ministerpräsident Bodo Ramelow regiert Thüringen seit 2014. Seine Zustimmungswerte sind gut: Im "Politbarometer extra" ist er der beliebteste Politiker des Landes, gefolgt von SPD-Landeschef und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und dem Vorsitzenden der Thüringer CDU, Mike Mohring.

Bei der Frage, wen die Umfrageteilnehmer lieber als Ministerpräsidenten hätten, sprachen sich den Angaben zufolge 50 Prozent für Ramelow aus, 31 Prozent bevorzugen Mohring. Im direkten Vergleich mit dem Spitzenkandidaten der AfD, Björn Höcke, lag Ramelow sogar mit 76 zu 6 Prozent vorne.

Für das "Politbarometer extra" hatte die Forschungsgruppe Wahlen nach eigenem Bekunden von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1004 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Der Fehlerbereich wurde mit drei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 40 Prozent und zwei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von zehn Prozent angegeben.

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Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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