Politik

CDU klarer Wahlsieger Alle Daten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

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Am Domplatz hinter barocker Fassade: der Landtag von Sachsen-Anhalt.

(Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening)

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit großem Abstand. Die AfD liegt demnach deutlich dahinter auf Platz zwei.

Es war der letzte große Stimmungstest vor der Bundestagswahl im September: In Sachsen-Anhalt wurde ein neuer Landtag gewählt - und die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff bleibt nicht nur stärkste Kraft im Magdeburger Landtag, sondern kann ihr Ergebnis sogar deutlich verbessern.

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Die AfD schnitt schwächer ab als nach letzten Umfragen erwartet, ist aber zweitstärkste Kraft. Die SPD rutschte weiter ab, auch die Linken verloren spürbar und kommen nun auf ihr schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt seit der deutschen Einheit. Die Grünen legten leicht zu, und auch die FDP gewann Stimmen, sodass ihr nun, nach zehn Jahren, der Wiedereinzug in den Landtag gelingt.

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In Sachsen-Anhalt regieren seit 2016 die CDU, die SPD und die Grünen zusammen als Deutschlands erste sogenannte Kenia-Koalition. Diese könnte nun bestehen bleiben. Womöglich eröffnen sich aber auch neue Koalitionsoptionen. Mit der Rückkehr der Liberalen wären auch eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP denkbar oder ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Eventuell könnte es sogar für eine große Koalition reichen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD hatte CDU-Ministerpräsident Haseloff im Wahlkampf ausgeschlossen.

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Haseloff sagte in der ARD, das Land habe sich angesichts der Prognosen der vergangenen Tage "regelrecht aufgebäumt", um ein Erstarken der AfD zu verhindern. Der 67-Jährige begründete den Erfolg mit seinen eigenen Umfragewerten und mit der Arbeit der CDU im Land: "Letztlich mussten wir das selber erkämpfen." Er kündigte an, dass die CDU mit allen demokratischen Parteien sprechen werde.

Linke Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch sagte zum Ergebnis, es sei "zweifelsfrei eine Niederlage". Die Gründe dafür sieht er in der Corona-Pandemie, die das direkte Gespräch mit Bürgern erschwere sowie im fehlenden Rückenwind der Bundespolitik. Ferner gab er Instituten und Medien eine Mitschuld wegen der angeblichen Polarisierung in der Berichterstattung bei der Frage, ob CDU oder AfD die Wahl gewinnen würden.

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Knapp 1,8 Millionen Menschen waren heute zur Wahl aufgerufen. Vor fünf Jahren hatte die CDU 29,8 Prozent der Wählerstimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Die AfD kam 2016 auf 24,3 Prozent. Die Linke bekam 16,3 Prozent der Wählerstimmen, die SPD 10,6 Prozent und die Grünen 5,2 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,9 Prozent an der 5-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag 2016 bei 61,1 Prozent.

Quelle: ntv.de, asc/dpa

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