Politik

Hoffnung auf Endlagersuchkompromiss Altmaier lobt die Grünen

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Atommülllager sind eine gewaltige Baustelle für Umweltminsiter Altmaier. Im Juni besuchte er die marode Asse.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Weg für einen Kompromiss mit der Bundesregierung ist wieder offen seit sich die Grünen auf ihrem Parteitag in Hannover dazu durchrangen, Gorleben bei der Endlagersuche nicht von vornherein auszuschließen. CDU-Umweltminister Altmaier spricht von einem "wichtigen Schritt der Annäherung an die Realität".

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Die Grünen lehnen den niedersächsischen Salzstock Gorleben als Standort für ein Atommüllendlager ab.

(Foto: dapd)

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) sieht nach dem Grünen-Kompromiss zum Umgang mit dem Salzstock Gorleben Chancen für eine Einigung auf eine neue Atommüll-Endlagersuche. Er nannte die am Sonntag beim Bundesparteitag der Grünen in Hannover gefassten Beschlüsse in der "Süddeutschen Zeitung" einen "wichtigen Schritt der Annäherung an die Realität". "Mit ihnen öffnet sich die Tür einen Spalt weiter für einen Kompromiss".

Die Grünen hatten sich gegen einen politischen Ausschluss Gorlebens bei einer neuen Atommüllendlagersuche ausgesprochen. Sie wollen einem Endlagersuchgesetz aber nur zustimmen, wenn strenge Kriterien gelten. Derart streng, dass Gorleben im Vergleich mit anderen Standorten rasch herausfallen dürfte.

Das Thema sorgte bei der Partei zuvor seit Monaten für Zündstoff. Die niedersächsischen Grünen, dort wird am 20. Januar ein neuer Landtag gewählt, drangen bisher auf einenAusschluss, weil es kein ausreichendes Deckgebirge über dem Salzstock in Gorleben gebe, um den stark strahlenden Atommüll von der Umwelt abzuschirmen.

Ein politischer Ausschluss wäre jedoch das Aus für einen Kompromiss mit der Bundesregierung gewesen. Union und FDP wollen beim Endlagersuchgesetz von einer weißen Landkarte ausgehen, die Gorleben einschließt.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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