Politik

700 Kilometer Autofahrt statt FlugAsche zwingt Ban in die Pampa

13.06.2011, 17:03 Uhr
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Bilder wie im Winter: In Argentinien regnet es Asche. (Foto: REUTERS)

UN-Generalsekretär Ban ist auf Südamerikareise. Eigentlich wollte er von Kolumbien nach Argentinien fliegen - doch die Vulkanasche aus Chile macht ihm einen Strich durch die Rechnung. 700 Kilometer fährt er mit dem Auto. Die Eruption des Vulkans beeinträchtigt inzwischen auch den Luftverkehr in Australien.

Die Vulkanasche aus Chile hat auch die Reisepläne von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Südamerika durcheinandergebracht. Bans Flugzeug musste auf dem Weg von Kolumbien in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires zur zweitgrößten Stadt des Landes, Córdoba, umgeleitet werden. Die Flughäfen der Hauptstadt waren wegen Asche in der Luft bis auf weiteres geschlossen. Von Córdoba aus musste Ban deshalb 700 Kilometer per Auto durch die Pampa bis in die Millionenmetropole am Rio de la Plata zurücklegen.

Dort wollte er sich unter anderem mit Präsidentin Cristina Kirchner treffen und die Gedenkstätte für die Opfer der Militärdiktatur (1976-1983), das frühere Folterzentrum Esma, besuchen. Am Dienstag stand zudem ein Besuch im Ausbildungszentrum für argentinische Blauhelmsoldaten in der Kaserne Campo de Mayo in der Nähe der Hauptstadt auf dem Terminplan.

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In Kolumbien weihte Ban eine Schule ein. (Foto: dpa)

Nach der Eruption in der Vulkankette Puyehue-Cordon Caulle im Süden Chiles ist der Flugverkehr in Südamerika stark beeinträchtigt. Erstmals seit 20 Jahren erreichte die Vulkanasche aus Südamerika auch Australien. Der Flugverkehr zwischen Neuseeland und Australien wird dadurch ebenfalls gestört.

Nächste Station der Rundreise von Ban Ki Moon ist am Dienstag Uruguay. Sollten die Flughäfen der Region dann immer noch geschlossen sein, müsste Ban per Schiff nach Montevideo reisen.

Quelle: rpe/dpa