Politik

Besuch in Italien Baerbock macht sich für Impfpflicht stark

270334633.jpg

Spricht sich für eine Impfpflicht aus: Außenministerin Annalena Baerbock.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die steigenden Corona-Inzidenzen sorgen in Deutschland zunehmend für Beunruhigung. Außenministerin Annalena Baerbock stellt sich bei ihrem Besuch in Rom ganz klar hinter die Einführung einer Impfpflicht. In Italien habe man damit schon große Erfolge gehabt.

Außenministerin Annalena Baerbock hat sich bei ihrem Besuch in Italien für die Einführung einer Impfpflicht ausgesprochen. "Ich glaube, dass eine Impfpflicht sinnvoll ist", sagte die Grünen-Politikerin nach einem Treffen mit ihrem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio in Rom. Sie und ihre Partei hätten das bereits deutlich gemacht. Es gehe darum, das Leben wieder so zu leben, wie es die Menschen gewohnt waren, und darum, Menschen zu schützen. Es sei daher sinnvoll, die Impfpflicht in Deutschland einzuführen, erklärte die 41-Jährige.

Italien hatte zuletzt die Impfpflicht ausgeweitet. Seit dem 8. Januar müssen sich Menschen, die älter als 50 Jahre sind, gegen Covid-19 immunisieren lassen. Ab dem 1. Februar droht eine Geldstrafe für diejenigen, die sich entweder nicht die erste oder eine der Folgeimpfdosen verabreichen lassen.

Am Nachmittag stand für Baerbock ein Besuch in einem Impfzentrum in Rom an. Di Maio bedankte sich bei der Deutschen für ihre Bereitschaft, dort hinzugehen. Die italienische Impfstrategie hat ihm zufolge große Erfolge gezeigt. Er verwies darauf, dass die Einführung der Pflicht für die Über-50-Jährigen eine Empfehlung der Wissenschaft gewesen sei.

Stand Montagmorgen waren dem Gesundheitsministerium zufolge rund 89,4 Prozent der Menschen in Italien, die älter als zwölf Jahre sind, gegen Covid-19 geimpft. In den vergangenen Wochen stiegen die Corona-Fallzahlen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohner rapide an. Die zuletzt offiziell berechnete Sieben-Tage-Inzidenz lag bei landesweit durchschnittlich 1669 Fällen je 100.000 Einwohner.

Auch in Deutschland stieg der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 375,5 an. Am Vortag hatte sie bei 362,7 gelegen, vor einer Woche bei 232,4. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Die Inzidenz liegt damit wieder so hoch wie zuletzt vor Weihnachten.

Quelle: ntv.de, can/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen