Politik

Ahmadinedschads Israel-Hetze Ban weist Iran zurecht

Seine Israel-Hetze bringt dem Iran einen Rüffel des UN-Generalsekretärs ein. Israel fühlt sich durch das iranische Atomprogramm bedroht. US-Präsident Obama soll öffentlich seine Loyalität bekunden, fordern einige.

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Erschüttert über die beleidigenden und hetzerischen Worte: Ban Ki Moon.

(Foto: AP)

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist nach Worten seines Sprechers bestürzt über die verbale Attacke des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel. Ban verurteile die "kämpferischen und aufhetzenden Bemerkungen" von Ahmadinedschad und dem Obersten Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hieß es in einer Mitteilung des UN-Sprechers.

Ahmadinedschad hatte Israel am Freitag in einer Rede an der Universität von Teheran als "ein Krebsgeschwür" bezeichnet und dem jüdischen Staat abermals das Existenzrecht abgesprochen. Bei einer Massendemonstration versicherten Hunderttausende Iraner den Palästinensern ihre Solidarität.

Ban mahnte, die politischen Führer im Nahen Osten sollten die ohnehin angespannte Lage in der Region nicht noch weiter anheizen, sondern ihre Stimme vielmehr zur Entspannung einsetzen. Die UN-Charta verpflichte alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, sich der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit eines anderen Landes zu enthalten.

Derweil forderte der ehemalige Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Jadlin, US-Präsident Barack Obama auf, in einer Rede im Parlament in Jerusalem das Nein Amerikas zu einem atomar bewaffneten Iran zu bekräftigen. "Der US-Präsident sollte Israel besuchen und der Führung sowie - noch wichtiger - dem Volk versichern, dass die Verhinderung eines atomaren Irans im Interesse der USA liegt, und dass er militärische Mittel einsetzten wird, wenn das notwendig werden sollte", schrieb Jadlin in der "Washington Post". Nur so könne Obama der israelischen Führung die Angst nehmen, dass sie nach einem Verzicht auf einen militärischen Alleingang später von den USA im Stich gelassen werde.

Teheran wird von der internationalen Gemeinschaft verdächtigt, unter dem Deckmantel einer zivilen Forschung Atomwaffen zu entwickeln. Israel betrachtet das Atomprogramm als derzeit größte Bedrohung seiner Existenz. Der Iran bestreitet alle Vorwürfe und betont, das Atomprogramm verfolge rein friedliche Ziele.

Quelle: n-tv.de, AFP

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