Politik

Sekte Boko Haram als Urheber vermutet Behörden in Nigeria finden weitere Tote

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Die fliehenden Menschen wurde an Kontrollpunkten abgefangen und ermordet.

(Foto: AP)

In Nigeria steigt die Zahl der Toten nach einem mutmaßlichen Massaker der radikalislamischen Sekte Boko Haram stark an. Die Terroristen hatten sich als Soldaten verkleidet und an Kontrollposten auf Fliehende geschossen.

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Noch immer werden in den Trümmern niedergebrannter Häuser Leichen entdeckt.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Angriff mutmaßlicher Kämpfer der islamistischen Boko-Haram-Sekte im Nordosten Nigerias ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 142 gestiegen. Nach dem Angriff am Dienstagabend würden immer mehr Leichen geborgen, sagte ein Behördenvertreter des betroffenen Bundesstaates Borno. Zunächst hatten die Behörden von insgesamt 87 Todesopfern gesprochen.

Als Soldaten verkleidete Bewaffnete hatten den Angaben zufolge im Bundesstaat Borno zahlreiche Häuser niedergebrannt. Fliehende Menschen seien an Kontrollposten der Islamisten niedergeschossen worden.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias gewaltsam für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. Bei den Anschlägen und Kämpfen mit der Armee wurden mehr als 3600 Menschen getötet. Für den Nordosten Nigerias gilt der Ausnahmezustand, seit die Armee im Mai eine Offensive startete, um den Aufstand von Boko Haram zu beenden.

Quelle: n-tv.de