Politik

Bestätigung nach Terror in Hanau Botschaft beklagt fünf türkische Todesopfer

Bislang sind die Identitäten der zehn Todesopfer von Hanau offiziell unbekannt. Der türkische Botschafter in Berlin erklärt nun, dass die Hälfte der Getöteten Landsleute von ihm gewesen seien. Die deutschen Behörden halten sich derweil noch bedeckt.

Unter den Todesopfern in Hanau sind nach Angaben der türkischen Botschaft in Berlin auch fünf türkische Staatsbürger. Ein Sprecher der Botschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu, die sich auf den türkischen Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin, berufen hatte.

Das türkische Außenministerium in Ankara verurteilte unterdessen den "niederträchtigen Anschlag" in Hanau. Er sei eine "neue und schwere Auswirkung von wachsendem Rassismus und Islamfeindlichkeit". Es sei an der Zeit, solche Angriffe zu stoppen.

Zuvor hatte ebenfalls der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, schnelle Aufklärung gefordert. "Wir erwarten von den deutschen Behörden maximale Anstrengungen, um den Vorfall aufzuklären", schrieb Kalin auf Twitter. In dem Tweet sprach er von einem "rassistischen Angriff" und bezeichnete Rassismus als "kollektiven Krebs".

Offizielle Angaben der deutschen Behörden zu den Identitäten der Todesopfer stehen noch aus. Bislang hieß es nach ersten Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden, dass unter den Getöteten viele Menschen mit Migrationshintergrund seien. Ein 43-jähriger Deutscher steht im Verdacht, insgesamt zehn Menschen aus ausländerfeindlichen Motiven getötet zu haben.

Quelle: ntv.de, cri/dpa