Politik

Deutsche Anrainer fordern Abschaltung Brand in AKW Cattenom sorgt für Unruhe

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Das AKW Cattenom ist nicht zum ersten Mal wegen einer Panne in den Schlagzeilen.

(Foto: dpa)

Der Betreiber des französischen Atomkraftwerks Cattenom beschwichtigt: Ein Brand auf dem Gelände sei nicht groß gewesen und hätte keine Gefahr dargestellt. Doch die deutschen Nachbarn sind zunehmend besorgt über das "Pannen-AKW".

Ein Brand im nichtnuklearen Teil des französischen Atomkraftwerks Cattenom hat auf deutscher Seite erneut für Unruhe und heftigen Protest gesorgt. Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers EDF schaltete sich Block 1 automatisch ab, nachdem ein Transformator zu brennen begonnen hatte.

Das Feuer, das für eine weithin sichtbare Rauchsäule über dem AKW sorgte, wurde nach Angaben der französischen Atomaufsicht ASN rasch gelöscht. Nach EDF-Angaben bestand für die Bevölkerung keine Gefahr. Verletzt wurde niemand.

Die Regierungen von Rheinland-Pfalz und Saarland forderten eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls. Sie bekräftigten ihre Forderung, das grenznahe AKW abzuschalten. In dem lothringischen Atomkraftwerk war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Pannen gekommen. "Cattenom ist ein für uns nicht akzeptables Risiko in der Großregion", sagte die saarländische Umweltministerin Anke Rehlinger von der SPD. "Cattenom ist und bleibt ein Pannen-AKW", sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke von den Grünen. Die Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion im Saarland, Simone Peter, nannte Cattenom eine tickende Zeitbombe.

Nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums war in dem AKW Öl in Brand geraten. Das Feuer war nach EDF-Angaben nicht groß, verursachte aber viel Rauch, der noch aus großer Entfernung zu sehen war. Die französische Atomaufsicht ASN teilte mit, zwei ihrer Vertreter seien auf dem Gelände, um den Zwischenfall zu untersuchen.

Quelle: ntv.de, dpa

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