Politik

Schäuble erster Gast Brender holt die Köpfe des Monats

Bei Brender! Nikolaus Brender

"Bei Brender!" heißt die neue Sendung des Top-Journalisten.

Ab dem 2. Februar 2012 begrüßt Nikolaus Brender einmal monatlich eine Persönlichkeit aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft zum neuen n-tv Talk "Bei Brender!". Unterstützt wird er dabei von jeweils drei weiteren meinungsstarken Journalisten, die den Gast gemeinsam mit dem Anchor zu tagesaktuellen Themen interviewen. "Bei Brender!" wird jeweils am 1. Donnerstag im Monat um 17.10 Uhr und um 23.10 Uhr bei n-tv ausgestrahlt sowie sonntags um 11.10 Uhr wiederholt. Im Gespräch mit n-tv.de sagt der renommierte Journalist, was der Zuschauer von seiner neuen Sendung erwarten darf.

n-tv.de: Vorweg muss doch eine kleine Frage zur berühmten Elefantenrunde 2005 erlaubt sein. Wie haben Sie sich gefühlt, als Kanzler Schröder persönlich wurde. Bekommt man da nicht sowas wie eine klitzekleine Panikattacke?

Nikolaus Brender: Nein, überhaupt nicht. Ich war ja vorbereitet. Ich hatte gesehen, wie Schröder nach dem Bekanntwerden des voraussichtlichen Ergebnisses seine Leute in der SPD-Zentrale zusammengebrüllt hat. Da wusste ich schon, was uns blüht. Und man muss damit auch rechnen. Wenn man in so ein Interview geht und beim ersten kleinen Murren eines Politikers klein beigibt, ist man fehl am Platze.

Sie sagten mal, Sie wollten nach dem ZDF-Zoff nicht zurück auf den Bildschirm. Was hat Sie vom Gegenteil überzeugt?

Der Anruf von Friedrich Küppersbusch, dem Produzenten. Und das Format, das er gemeinsam mit n-tv kreiert hat. Es ist angelehnt an den alten amerikanischen Klassiker "Meet the press". Das gibt es im deutschen Fernsehen bislang nicht.

Sie gehen nun als öffentlich-rechtliches Urgestein ins Privatfernsehen. Sind Sie da nicht auch ein wenig skeptisch bei all den Vorurteilen?

n-tv hört es zwar nicht so gerne, aber der Sender ist ja quasi der öffentlich-rechtliche unter den Privatsendern. Es ist eine politische Interviewsendung, die mir Spaß macht. Ich muss mich da nicht verbiegen.

Nun zur neuen Sendung, Herr Brender. Sie befragen – gemeinsam mit drei Kollegen – einen Gast. Das ist deutlich anders als die bekannten Polit-Talkshows. Was bietet das Konzept dem Zuschauer genau?

Das ist kein Talk im ursprünglichen Sinne. Es reden da nicht alle mit- und durcheinander, sondern Journalisten befragen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Und wir versuchen, die Frau oder den Mann des Monats mit dem Thema des Monats ins Studio zu bekommen. Wir wollen Informationen herausbekommen, die man in Kurzinterviews sonst nicht erhält.

Ihr erster Gast ist Wolfgang Schäuble, dazu Gratulation. Aus Erfahrung wissen wir, dass auf n-tv.de Artikel, in denen er vorkommt, besonders viele Leser finden. Was erwarten Sie von ihm?

Wir sind froh, dass Schäuble zugesagt hat. Die Debatten in Europa zeigen: Er ist der Mann des Monats. Überdies ist er ein guter Interviewpartner, weil er sich auch in Interviews nicht duckt, in der Regel gute Argumente hat und ein geschickter Verfechter seiner Thesen ist.

Ihre ersten drei Kollegen in der Sendung sind Marc Beise (Süddeutschen Zeitung), Ulrike Herrmann (taz) und Jan Hildebrand (Die Welt). Warum ist die Auswahl so, wie sie ist? Und was ist Ihnen wichtig dabei?

Es sollen immer Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichem Temperament und Standpunkt sein. Es wird interessant, wenn der Blickwinkel auf das Thema verschieden ist. Beim Europa-Thema der ersten Sendung sind alle meine Mitstreiter bestens ausgewiesen.

Quelle: n-tv.de, Mit Nikolaus Brender sprach Jochen Müter