Politik

Rundumschlag gegen Gewalt Bulmahn macht mobil

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hat den Ländern vorgeworfen, erfolgreiche Modellprojekte zur Gewaltprävention an Schulen zu zögernd flächendeckend umzusetzen. "Es ist jedoch nicht zu vermitteln, dass man Modelle testet, anschließend jedoch nicht umsetzt", sagte sie der "Magdeburger Volksstimme". "Wenn der Föderalismus seine Bedeutung nicht verlieren will, müssen die Länder bereit sein, diese erfolgreichen Strategien mitzutragen."

Fortbildungs-Pflicht für Lehrer?

Als Konsequenz aus dem Massaker am Erfurter Gutenberg Gymnasium mit 17 Toten will Bulmahn zudem die Lehrer zu regelmäiger Fortbildung verpflichten. "Viele Pädagogen nehmen bereits freiwillig an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teil", sagte Bulmahn dem Blatt. "Es ist jedoch notwendig, dass dies in regelmäßigen Abständen verpflichtend für alle Lehrerinnen und Lehrer wird."

Auch die Ausbildung von Lehrern müsse vom ersten Semester an nicht nur eine fachliche, sondern auch eine pädagogische Komponente erhalten. Zudem müsse der Informationsfluss zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sicher gestellt werden. "Wenn ein Schüler der Schule verwiesen wird, ist dies eine Krise für den Jugendlichen. Dann müssen die Eltern auch die Möglichkeit haben, dies zu erfahren."

Bund und Länder hatten sich als Konsequenz aus dem Amoklauf von Erfurt auf eine drastische Verschärfung des Waffenreechts verständigt. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll u.a. prüfen, ob das Mindestalter für den Kauf von Waffen für Sportschützen von derzeit 18 auf 25 Jahre heraufgesetzt werden kann. Bulmahn sprach sich für eine Altersgrenze von 21 Jahren aus. "Den Besitz einiger Waffen würde ich jedoch grundsätzlich einschränken - nicht nur für Jugendliche."

Quelle: n-tv.de