Politik

Bei Abzug bekommen Helfer Asyl Bundeswehr nimmt Afghanen mit

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Ohne den Schutz der Bundeswehr droht einigen Helfern womöglich Schlimmes.

(Foto: dpa)

Ende 2014 ist Schluss, die Bundeswehr will bis dahin aus Afghanistan verschwunden sein. Mit den deutschen Soldaten sollen nun auch die afghanischen Mitarbeiter der Armee nach Europa reisen. "Wir lassen niemanden im Stich", sagt Generalinspekteur Wieker. Den geschätzt 3000 Betroffenen soll politisches Asyl angeboten werden.

Die Bundeswehr bereitet die Evakuierung afghanischer Mitarbeiter nach Deutschland vor, die nach einem Abzug der deutschen Truppen mit Verfolgung in ihrer Heimat rechnen müssten. "Wir werden niemanden, der um Leib und Leben fürchten muss, im Stich lassen", sagte Generalinspekteur Volker Wieker der "Bild am Sonntag". Dabei gehe es nicht nur um Ortskräfte bei den Streitkräften, sondern zum Beispiel auch um zivile Aufbauhelfer. "Für sie alle besteht eine Fürsorge-Verpflichtung, der wir auch nachkommen werden", sagte Wieker.

Derzeit werden nach den Worten Wiekers afghanische Mitarbeiter erfasst, deren Leben nach dem Abzug der Bundeswehr in Afghanistan gefährdet sein könnte. Sie sollen offenbar in Deutschland politisches Asyl erhalten. Die "BamS" schrieb von Schätzungen, wonach mehr als 3000 Afghanen betroffen sein könnten. Diese Zahl bestätigte Wieker demnach aber nicht. "Ich kann Ihnen noch keine belastbare Zahl nennen", sagte der Generalinspekteur.

Wieker äußerte die Erwartung, dass es beim Abzug der Bundeswehr selbst keine größeren Gefahren geben werde. "Wir haben es geschafft, die Afghanen in die Lage zu versetzen, dass sie Sicherheitsverantwortung übernehmen können. Wir werden unsere Truppen geordnet zurückführen können", sagte er der "BamS". Die internationalen Kampftruppen sollen Afghanistan bis Ende 2014 verlassen. Allerdings sollen auch danach noch Soldaten als Ausbilder und Militärberater im Land bleiben.

Quelle: ntv.de, AFP