Politik

"Alles muss auf den Prüfstand" CSU: Corona-Politik ist schuld an Wahlpleite

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Markus Blume sieht im Ausgang der Wahlen einen "Weckruf".

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den heutigen Wahlschlappen begibt sich die CDU auf Ursachenfindung. Für CSU-Generalsekretär Blume sind Fehler im Corona-Management der Union der Grund. Um ein Linksbündnis bei den Bundestagswahlen zu verhindern, müssten nun dringend Fortschritte her.

Die schweren Pleiten der CDU bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind aus Sicht der CSU auf die aktuellen Probleme im Corona-Krisenmanagement zurückzuführen. "Es gibt nichts schönzureden: Die Ergebnisse sind auch ein Resultat von Fehlern und Verfehlungen auf Bundesebene", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume in München.

Nun müsse "alles auf den Prüfstand, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen." Für die gesamte Union müssten die zwei schweren Niederlagen ein Weckruf im Superwahljahr 2021 sein. Insbesondere bei der Corona-Bekämpfung müssten im Bund jetzt schnelle Erfolge und Fortschritte her, betonte Blume. "Klar ist: Nicht die Strategie ist falsch, aber die Umsetzung ist schlecht."

Die Wahlergebnisse seien auch ein Warnzeichen für mögliche Bündnisse auf Bundesebene. "Die Gefahr eines Linksrutsches bei der Bundestagswahl ist nicht gebannt, ganz im Gegenteil. Die Grünen müssen nun klären, was sie sein wollen: bürgerlich oder weiter nach links?" Auch die FDP müsse Farbe bekennen. Wolle sie Steigbügelhalter von Grün-Rot werden oder das bürgerliche Lager vertreten.

"Wir haben immer gewarnt, dass die Bundestagswahl nicht automatisch gewonnen ist. Wir sehen, das wird ein ganz schwieriger Weg: Es braucht nun klare Entscheidungen und einen klaren Kurs in der Corona-Bekämpfung", sagte Blume.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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