Politik

US-Soldaten starben bei AngriffChina bestreitet Informationsweitergabe an Iran

14.09.2026, 13:25 Uhr
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Satellitenbilder des amerikanischen Luftwaffenstützpunkts Muwaffak Salti in Jordanien aus dem Februar. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Iran trifft im Krieg gegen die USA mehrere US-Basen in der Region. Es gibt tote und verletzte Soldaten. Geholfen haben könnten Satellitenbilder chinesischer Firmen, legt ein Bericht nahe. Peking will davon nichts wissen und fordert Beweise.

China hat einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach chinesische Unternehmen den Iran mit Satellitenbildern einer Militärbasis in Jordanien versorgt haben sollen. "Wir weisen unbegründete Verdächtigungen und Anschuldigungen ohne Beweise entschieden zurück", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, vor Journalisten. Bei einem iranischen Angriff auf den Stützpunkt waren drei US-Soldaten getötet worden.

Die Zeitung "Wall Street Journal" (WSJ) hatte am Wochenende unter Berufung auf US-Regierungskreise über die angebliche Informationsweitergabe Pekings vor und nach dem iranischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffak Salti in Jordanien am 17. Juli berichtet, bei dem die drei US-Soldaten getötet worden waren. Die in dem Bericht zitierten Beamten nannten keine Namen der beteiligten chinesischen Unternehmen. Auch legten sie keine direkte Verantwortung Pekings nahe.

US-Präsident Donald Trump hatte den Bericht mit den Worten kommentiert: "Wenn man sagt, dass China uns ausspioniert, dann sage ich: Da haben Sie recht, und wir spionieren sie auch aus." An Bord der Präsidentenmaschine Air Force One sagte er am Sonntag vor Journalisten: "Das ist es, was wir tun. Sie machen im Grunde das Gleiche wie wir."

Laut WSJ verlangten chinesische Regierungsvertreter Beweise für die angebliche Weitergabe von Satellitenbildern an Teheran, als sie von den US-Beamten angesprochen wurden. Zudem wiesen sie demnach den Vorwurf zurück, dass chinesische Unternehmen an der Bereitstellung solcher Satellitenbilder beteiligt gewesen seien.

Trump hatte China davor gewarnt, Waffen an den Iran zu verkaufen. Im Mai verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen drei Satellitenfirmen mit Sitz in China wegen Unterstützung iranischer Militäraktionen.

China ist ein wichtiger Handelspartner des Iran und Abnehmer einer großen Menge der iranischen Ölproduktion. Zudem ist Peking ein wichtiger diplomatischer Verbündeter Teherans.

Über Chinas Staatschef Xi Jinping sagte Trump am Sonntag, dieser habe sich "einigermaßen vernünftig verhalten, und wir verhalten uns ebenfalls einigermaßen vernünftig". Für den 24. September ist ein Besuch Xis im Weißen Haus geplant. Dabei dürfte das Thema Iran wie schon bei Trumps Besuch im Mai in Peking zur Sprache kommen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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