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Auch einheimische Journalisten werden in China zuweilen an ihrer Arbeit gehindert.
Auch einheimische Journalisten werden in China zuweilen an ihrer Arbeit gehindert.(Foto: REUTERS)
Montag, 09. Dezember 2013

Strafe für nicht genehme Berichte?: China verweigert Journalistenvisa

China versucht, ausländische Journalisten mit der Vergabe von Visa gefügig zu machen. Diesen Vorwurf erhebt eine Vereinigung von Auslandskorrespondenten in Peking. Aktueller Fall: Dutzenden amerikanischen Journalisten droht die Ausweisung.

Zwei Dutzend amerikanischen Journalisten droht die Ausweisung aus China. "Kein Korrespondent der 'New York Times' und von 'Bloomberg' konnte bislang sein jährliches Visum erneuern", kritisierte die Vereinigung der Auslandskorrespondenten (FCCC) in Peking. Die chinesischen Behörden nutzten zunehmend die Vergabe von Visa, um Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen, hieß es weiter. Sowohl die New Yorker Zeitung als auch die Sendergruppe Bloomberg hatten im vergangenen Jahr über die immensen Vermögen der Familien von Chinas Führern berichtet.

Der amerikanische Vizepräsident Joe Biden hatte sich bei seinem Besuch in Peking vergangene Woche für bessere Arbeitsbedingungen von Journalisten ausgesprochen. Daraufhin sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums: "China setzt sich dafür ein, sehr gute Bedingungen für ausländische Journalisten im Land zu bieten." Aber ausländische Berichterstatter müssten sich an die vorgegebenen Regeln der chinesischen Regierung halten. Er ließ jedoch offen, gegen welche Regeln die Journalisten verstoßen haben könnten, die noch auf ihre neuen Visa warten.

Ende vergangenen Jahres musste bereits ein Korrespondent der "New York Times" China verlassen. Chinesische Behörden verweigerten dem Australier Chris Buckley die Verlängerung seines Journalistenvisums. Nur sieben Monate zuvor hatte Peking die amerikanische Journalistin Melissa Chan ausgewiesen, die aus China für den arabischen Fernsehsender Al-Dschasira gearbeitet hatte. Es war die erste Ausweisung seit 14 Jahren und wurde als Teil der Einschüchterungskampagne verstanden. Auch verweigert China dem designierten künftigen Bürochef der "New York Times" in Peking, Philip Pan, seit mehr als 18 Monaten eine Akkreditierung.

Die Journalistenvereinigung FCCC kritisierte: "Die Behörden haben keine öffentliche Begründung für ihr Vorgehen gegeben." Das erzeuge den Eindruck, dass es um eine Vergeltung für eine Berichterstattung gehe, die der Regierung missfallen habe.

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Quelle: n-tv.de

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