Politik

Terrorverdächtiger angeblich erst 16 Deutscher vor Gericht

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Die Terrorverdächtigen im Jemen. Der Deutsche ist der zweite von links.

(Foto: dpa)

In Jemen muss sich ein angeblich minderjähriger Deutscher vor Gericht verantworten. Er soll laut Anklageschrift "eine bewaffnete Bande gegründet haben, um Touristen sowie ausländische und militärische Ziele im Jemen anzugreifen". Der Deutsche bestreitet dies - und erklärt, er wolle zurück nach Deutschland.

Im Jemen steht ein angeblich erst 16 Jahre alter Deutscher wegen Mitgliedschaft in einer islamistischen Terrorgruppe vor Gericht. Der Sohn eines Deutschen und einer Jemenitin bestreitet die Vorwürfe. Er sagte vor dem Staatssicherheitsgericht in der Hauptstadt Sanaa, seine Lebensumstände im Jemen seien hart, er wolle nach Deutschland zurückkehren.

Zusammen mit dem Deutschen stehen ein 15 Jahre alter Iraker und zwei Jemeniten im Alter von 18 und 22 Jahren vor Gericht. Sie sollen laut Anklageschrift "eine bewaffnete Bande gegründet haben, um Touristen sowie ausländische und militärische Ziele im Jemen anzugreifen".

Nach der Verhaftung der vier Terrorverdächtigen hatte es von offizieller Seite zunächst geheißen, sie seien an der Planung eines misslungenen Selbstmordattentates auf den britischen Botschafter Tim Torlot beteiligt gewesen. Davon war nun vor Gericht aber nicht mehr die Rede. Der Prozess soll am 3. Oktober fortgesetzt werden. Der britische Botschafter war bei dem Anschlag am 26. April dieses Jahres unversehrt geblieben. Ein junger Selbstmordattentäter hatte sich neben ihm in die Luft gesprengt.

Al-Kaida-Terroristen im Visier

Die Al-Kaida-Terroristen im Jemen stehen seit dem misslungenen Anschlag auf ein Passagierflugzeug nach Detroit im vergangenen Dezember verstärkt im Visier des US-Geheimdienstes. Der Anschlag soll im Jemen geplant worden sein.

Unterdessen tauchte auf einer Islamisten-Website ein Bekennerschreiben im Namen der Gruppe Al-Kaida in der Arabischen Halbinsel zu einer Entführung vom vergangenen Monat auf. Aus dem Schreiben geht hervor, dass die Terroristen den vor dreieinhalb Wochen verschleppten Vize-Sicherheitschef der nördlichen Provinz Saada, Ali al-Hossam, in ihrer Gewalt haben. Sie wollen ihn benutzen, um zwei Gesinnungsgenossen freizupressen. Die beiden mutmaßlichen Terroristen sollen in der Region Al-Jawf von schiitischen Rebellen geschnappt und später an die staatlichen Sicherheitsbehörden übergeben worden sein.

Quelle: ntv.de, dpa

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