Politik

Christen in Syrien Entführte Bischöfe wieder frei

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Bischof Gregorios Yohanna Ibrahim (r.) und Bischof Bulos Jasidschi.

(Foto: AP)

Vor dem Bürgerkrieg konnten Christen in Syrien ihre Religion weitgehend ungehindert praktizieren. Die Unterstützung christlicher Gemeinden für das Assad-Regime macht die religiöse Minderheit aber auch zur Zielscheibe von Islamisten. Nun werden zwei Bischöfe entführt, ein Diakon wird getötet. Über die Hintergründe der Tat gibt es nur Gerüchte.

Die beiden im Norden Syriens entführten Bischöfe sind wieder frei. Das wurde in Rom von der Ostkirche mitgeteilt. Das Oberhaupt der syrisch-orthodoxen Kirche im nordsyrischen Aleppo sowie das dortige Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche waren am Montag verschleppt worden.

Noch immer ist unklar, wer Erzbischof Gregorios Yohanna Ibrahim und seinen griechisch-orthodoxen Amtsbruder Bulos Jasidschi entführt hatte. In Syrien wird gerüchteweise vermutet, dass die beiden Geistlichen von einer Brigade verschleppt wurden, der Ausländer angehören und die von Oppositionellen verdächtigt wird, heimlich mit dem Regime von Präsident Baschar al-Assad zusammenzuarbeiten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Bewaffnete hatten den Wagen der Geistlichen gestoppt und ihren Fahrer, einen Diakon, getötet. Die Bischöfe sollen dabei unverletzt geblieben sein. Der Vorfall habe sich in einem von der Freien Syrischen Armee (FSA) kontrollierten Gebiet ereignet, berichtete der Bundesverband der Aramäer in Deutschland.

Bis zu zehn Prozent der mehr als 20 Millionen Einwohner Syriens sind Christen. Darunter sind die Griechisch-Orthodoxen mit rund 500.000 Gläubigen und die Katholiken mit 420.000 die größten Gruppen.

Quelle: ntv.de, dpa

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