Politik

Nach Unfall um sich geschossen Ex-Söldner angeklagt

Die Firma Blackwater genießt schon seit langem einen zweifelhaften Ruf. Nun soll zwei ehemaligen Mitarbeitern der Prozess gemacht werden. Der Grund: Nach einem Verkehrsunfall eröffneten sie das Feuer und töteten mehrere Afghanen.

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Auch die CIA griff oft auf die private Söldnerfirma Blackwater zurück

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, wurde Anklage gegen Christopher Drotleff und Justin Cannon unter anderem wegen Totschlags und versuchten Totschlags erhoben. Die beiden 29 und 27 Jahre alten Männer hatten am 5. Mai vergangenen Jahres nach einem Verkehrsunfall in der afghanischen Hauptstadt Kabul das Feuer auf ein anderes beteiligtes Auto eröffnet. Zwei Afghanen starben, ein dritter wurde verletzt. Die Amerikaner gaben später an, sie hätten sich angegriffen und bedroht gefühlt.

Die beiden Angeklagten arbeiteten für eine Tochterfirma von Blackwater, das inzwischen unter dem Namen Xe firmiert. Sie sollten die US-Armee bei der Ausbildung afghanischer Soldaten unterstützen.

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Blackwater-Mitarbeiter sind nicht zimperlich bei der Wahl ihrer Mittel.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Immer wieder gerät das US-Unternehmen mit umstrittenen Methoden und Aktionen in die Schlagzeilen. Im September 2007 töteten Blackwater-Mitarbeiter nach Angaben von Augenzeugen in Bagdad 17 irakische Zivilisten. Die irakische Regierung entzog der Firma daraufhin die Lizenz. Ein Gerichtsverfahren gegen fünf Mitarbeiter platzte Ende 2009, die irakische Regierung kündigte Berufung an.

 

Quelle: ntv.de, dpa

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