Politik

Strack-Zimmermann im "Frühstart" FDP befürwortet Lieferung weiterer "Marder"-Panzer

Die NATO stockt ihre Eingreiftruppe massiv auf, auch Deutschland will 15.000 Soldatinnen und Soldaten beisteuern. FDP-Politikerin Strack-Zimmermann sieht die Bundeswehr deshalb vor einer großen Herausforderung. Ihre Partei befürwortet derweil weitere Waffenlieferungen.

Nach Ansicht der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann stehen Politik und Industrie vor einer "Mammutaufgabe" bei der deutschen Zusage, die NATO -Eingreiftruppe mit 15.000 Soldatinnen und Soldaten zu unterstützen. "Da werden jetzt einige Köpfe rauchen im Ministerium, auch im Beschaffungsamt", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im "ntv Frühstart".

Es gehe nicht nur darum, vor Ort zu sein, sondern auch kampffähig zu sein. Das Material müsse bereitstehen und die Soldatinnen und Soldaten müssten trainiert werden. "Die, die die Verantwortung haben im Ministerium und auch im Beschaffungsamt, haben in den vergangenen Jahren eine gewisse Bequemlichkeit an den Tag gelegt, weil die natürlich nicht wirklich mit dem gerechnet haben, mit dem wir jetzt konfrontiert sind", sagte Strack-Zimmermann. "Das bedeutet, dass alle Bedenkenträger sich jetzt verabschieden sollten. Es zählt jetzt die Tat."

"Es stünde Deutschland gut zu Gesicht"

Nachdem Verteidigungsministerin Christine Lambrecht der Ukraine drei weitere Panzerhaubitzen zugesagt hat, befürwortet die FDP auch weitere Waffenlieferungen. Strack-Zimmermann hält die Lieferung von 50 Panzern des Typs "Marder" für möglich. "Das ist ein Panzer, den wir liefern könnten", sagte sie. Die Bundeswehr habe 350 "Marder" im Bestand. "Einen Teil davon zu liefern, sind wir als Freie Demokraten der Meinung, kann man und sollte man machen", sagte sie. Es sei richtig, dass Deutschland die Panzer brauche, aber 50 Stück könne die Industrie innerhalb eines Jahres kompensieren.

Ebenfalls sei das Argument richtig, bei Waffenlieferungen werde mit den Franzosen und Amerikanern Rücksprache gehalten. "Aber es stünde Deutschland gut zu Gesicht zu sagen, dass wir eben damit anfangen und die anderen bitten, auch nachzuziehen", sagte Strack-Zimmermann. "Wir könnten da auch mal einen Schritt vorgehen, ohne immer zu warten, dass ein anderer sich zuerst bewegt."

Die Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, es werde zu "Ausgleichsmaßnahmen" kommen, nachdem die NATO beim Gipfel in Madrid die Verstärkung ihrer Truppen bekannt gegeben hatte, müsse man ernst nehmen, sagte Strack-Zimmermann. "Natürlich müssen wir uns darauf einstellen, dass er auch Aggressionen uns gegenüber zeigt", sagte sie. Aber das Bündnis werde mit 32 Staaten - zusätzlich mit Schweden und Finnland - ein sehr, sehr starkes sein. "Wir sind in der Prävention. Wir verteidigen unser Territorium und wir sind hier nicht im Angriff", so Strack-Zimmermann.

Quelle: ntv.de, nla

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen