Politik

"Der Schrei verzweifelter Eltern" Flehen um das Leben der Geiseln

jemen.jpgDie Eltern des im Jemen entführten Deutschen und seiner Familie haben im arabischen Fernsehen einen Appell an die Geiselnehmer und die jemenitische Öffentlichkeit gerichtet.

"Das Schlimmste für Eltern ist es, ein Kind zu verlieren", sagt die Mutter des entführten Familienvaters im arabischen Sender Al-Dschasira an die Adresse der Entführer. Sie bat in dem Appell um Hilfe, damit die fünfköpfige Familie "gesund und lebendig freigelassen" werde. "Hören Sie auf den Schrei von verzweifelten Eltern." Seit der Entführung ihrer Kinder und Enkelkinder habe sich ihr Leben geändert. "Wir sind zutiefst erschüttert und verzweifelt."

Eltern weisen Vorwürfe zurück

Die Eltern weisen in ihrem Appell zudem zurück, ihr Sohn habe "leichtsinnig" gehandelt, indem er "ausgerechnet im Jemen" Menschen habe helfen wollen. "Trotz der Entführung sind wir als Eltern fest davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Jemeniten Frieden und Gerechtigkeit wollen", heißt es in dem Beitrag.

Der Mann arbeitete in einem Krankenhaus in Saada. Die Familie aus Sachsen war Mitte Juni gemeinsam mit einem britischen Ingenieur, zwei jungen deutschen Pflegehelferinnen und einer südkoreanische Lehrerin im Norden des vorderasiatischen Landes entführt worden. Die beiden Helferinnen und die Südkoreanerin wurden wenige Tage darauf in der Region von Noschur in der Provinz Saada tot gefunden. Von den weiteren Geiseln fehlt bislang jede Spur.

Quelle: n-tv.de, AFP

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