Politik

AfD würde über absolute Mehrheit entscheiden Forsa-Umfrage: Deutschland will Merkel

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(Foto: imago stock&people)

Dass die Kanzlerin die beliebteste Politikerin des Landes ist, überrascht schon lange nicht mehr. Nun legt sie im "Stern"-RTL-Wahltrend erneut zu. Auch eine Alleinregierung könnte sie eventuell erreichen, entscheidend dafür ist das Abschneiden der AfD.

Wenn am kommenden Sonntag Bundestagwahl wäre, würde sich die Regierungsbildung genauso schwierig gestalten, wie es im Moment der Fall ist. Zunächst gäbe es wahrscheinlich einen langen Wahlabend: Die AfD steht im "Stern"-RTL-Wahltrend weiterhin bei 5 Prozent, der Einzug in den Bundestag wäre also möglich, aber nicht sicher. Die FDP dagegen verharrt bei 3 Prozent, wäre also sicher nicht dabei.

Sollte die AfD an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, kämen CDU und CSU der absoluten Mehrheit sehr nahe: 43 Prozent der Stimmen bekäme die Union laut Umfrage - und damit einen Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Gemeinsam kommen SPD, Grüne und Linke auf denselben Wert. Ob die Unionsfraktion also ohne Koalitionspartner regieren könnte, würde von sehr wenigen Stimmen abhängen - zu wenige, um in einer Umfrage vorherzusagen, wer am Ende mehr Sitze hätte.

Rot-Rot-Grün hätte keine Mehrheit

Würde die AfD dagegen den Einzug in den Bundestag schaffen, wäre nur eine schwarz-rote oder eine schwarz-grüne Koalition möglich. Zwar konnte die SPD einen Punkt hinzugewinnen und steht nun bei 24 Prozent, dafür gab der Wert der Grünen einen Punkt nach und liegt nun bei 9 Prozent. Die Linke bleibt seit Wochen stabil bei 10 Prozent.

Eine Koalition mit der AfD wäre unwahrscheinlich, zu weit ist ihr Programm von dem der etablierten Parteien entfernt, und zu zerstritten tritt sie derzeit auf. Damit stellten sich die gleichen Koalitionsoptionen wie im aktuellen Bundestag - mit dem Unterschied, dass das rot-rot-grüne Bündnis nun auch rechnerisch keine Mehrheit hätte.

Merkels Beliebtheit ist ungebrochen

So unsicher die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag sind, so entschlossen sind die Deutschen, wenn sie nach der Bundeskanzlerin gefragt werden. Könnten die Wähler direkt über die Besetzung des Amtes entscheiden, würde eine deutliche Mehrheit Angela Merkel wählen. Im Vergleich mit Hannelore Kraft bekäme sie 58 Prozent, zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Im Vergleich mit Sigmar Gabriel wäre es sogar 64 Prozent, ebenfalls zwei Punkte mehr als vor sieben Tagen.

Wie immer fragte Forsa auch nach den Wirtschaftserwartungen, die einen leicht positiven Trend zeigen: Nur noch 36 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse, ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Weiterhin 19 Prozent erwarten eine Verbesserung.

Quelle: ntv.de, che

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