Politik

"Denkzettel akzeptieren" Gabriel warnt SPD vor Ende der GroKo

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Das Ergebnis der Wahl in Bayern ist die "Quittung für den Regierungsstil in Berlin", sagt Gabriel.

(Foto: dpa)

Nach der krachenden Niederlage bei der Bayern-Wahl werden in der SPD erneut Stimmen laut, die ein Ende der Großen Koalition fordern. Ex-SPD-Chef Gabriel warnt: das würde Deutschland nur instabil machen. Die SPD solle lieber besser regieren.

Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel hat seine Partei nach dem Wahl-Debakel in Bayern davor gewarnt, auf ein Ende der Großen Koalition in Berlin zu setzen. "Eine neue Regierungskrise auszulösen, weil man die Brocken hinschmeißt, macht Deutschland bestimmt nicht stabiler", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung. Er rate dazu, "diesen Denkzettel zu akzeptieren und die richtigen Konsequenzen zu ziehen." Das heiße "vor allem erst mal, besser zu regieren. Es gibt ja genug zu tun."

Der Ausgang der Bayern-Wahl sei eine Quittung für den Regierungsstil in Berlin, sagte Gabriel. "Dieser Irrsinn mit dem Streit zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer hat doch alles überdeckt. Wer so miteinander umgeht, muss sich nicht wundern, wenn die Wähler in Scharen davonlaufen."

Unabhängig vom Ausgang der hessischen Landtagswahl in knapp zwei Wochen müsse die Bundesregierung "die Kraft zu einem Neustart finden", mahnte Gabriel. "Übrigens auch, weil ganz Europa still steht, wenn es so weiter geht in Deutschland."

Derweil wies CSU-Chef und Bundesinnenminister Seehofer in der "Bild"-Zeitung die Kritik von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther an seiner Partei zurück. Die Äußerungen der CDU-Politiker seien "in Ton und Inhalt zumindest ungewöhnlich", sagte Seehofer. "Aber wir haben uns darauf verständigt, dies nicht zu kommentieren."

Ein "Neustart" in den zerrütteten Beziehungen zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU sei aber nicht nötig, sagte Seehofer. "Aus meiner Sicht könnte sich manch einer mehr am Riemen reißen. Insgesamt läuft es aber ganz gut."

Quelle: ntv.de, ftü/AFP

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