Politik

"Mein Kampf" in Polen veröffentlicht Gericht bestätigt Verleger-Strafe

Ein polnischer Verleger war im Mai 2009 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er unrechtmäßig Auszüge aus dem Werk auf Polnisch veröffentlichte. Dagegen legte er Berufung ein - vergeblich.

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Die Reproduktion eines Plakates, das für "Adolf Hitler, Mein Kampf" wirbt.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Ein Berufungsgericht in Polen hat die Bewährungsstrafe gegen einen Verleger wegen der Veröffentlichung von Auszügen aus Adolf Hitlers "Mein Kampf" bestätigt. Das Gericht in Breslau wies damit einen Berufungsantrag der Verteidigung zurück. Marek S., Inhaber des Verlagshauses XXL, war im Mai vergangenen Jahres zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er unrechtmäßig Auszüge aus dem Werk auf Polnisch veröffentlichte. Zwei Jahre lang darf er sich keines ähnlichen Vergehens schuldig machen, sonst greift die Strafe. Außerdem muss er knapp 2300 Euro Geldstrafe zahlen.

Das Urheberrecht für das autobiografisch geprägte Buch Hitlers, in dem er seine politischen Ziele darlegte, liegt seit 1945 beim Freistaat Bayern. Um eine Verbreitung der nationalsozialistischen Inhalte zu unterbinden, klagen die bayerischen Behörden regelmäßig gegen Verlage, die daraus Auszüge drucken.

Quelle: n-tv.de, AFP

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