Prozess gegen V-MannGeständnis zu Beginn
Ein enttarnter V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes muss sich vor dem Berliner Landgericht verantworten. Sein Fall hatte zum Streit zwischen den Sicherheitsbehörden beider Länder geführt.
Zum Auftakt eines Prozesses gegen den Brandenburger V-Mann Toni S. vor dem Berliner Landgericht hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der 28-Jährige sagte zu dem Vorwurf, er sei an Herstellung und Vertrieb einer rechtsextremen CD beteiligt gewesen: "Das ist alles richtig."
Der V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes wird für die Produktion der CD "Noten des Hasses" verantwortlich gemacht, in der laut Anklage unter anderem zur Tötung von Ausländern und Farbigen aufgerufen wird.
Die Festnahme von Toni S. im Juli diesen Jahres durch die Berliner Polizei hatte zu einem Streit mit dem Land Brandenburg geführt, weil die dortigen Verfassungsschützer nicht über die Ermittlungen gegen ihren V-Mann informiert worden waren.
Presseberichten zufolge soll Toni S. vom Brandenburger Verfassungsschutz zu seiner konspirativen Tätigkeit genötigt worden sein. Die V-Mann-Tätigkeit des 28-Jährigen spielte in der Anklageverlesung der Staatsanwaltschaft aber keine Rolle.