Politik

Jordanische Regierung: Hamas-Anschläge vereitelt

Die jordanische Regierung hat Angehörigen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas vorgeworfen, sie habe Terroranschläge auf Einrichtungen in Jordanien geplant. Diese seien von den jordanischen Sicherheitskräften vereitelt worden, sagte Regierungssprecher Nasser Dschaude am Dienstag in der Hauptstadt Amman. Geplant worden seien die Operationen - Attentate auf Regierungsvertreter und Angriffe auf "zentrale Einrichtungen" - von Hamas-Mitgliedern in Damaskus. Einer der Festgenommenen habe gestanden, seine Befehle von einem Angehörigen des militärischen Zweiges der Hamas in Syrien erhalten zu haben.

In Damaskus leben mehrere Angehörige der Organisation, die als Sieger aus der Parlamentswahl der Palästinenser vor drei Monaten hervorgegangen ist und deren Regierung derzeit wegen Finanzproblemen unter Druck steht. Zu den Hamas-Mitgliedern, die in Syrien leben, zählt auch Politbürochef Chaled Meschaal, der 1999 aus Jordanien ausgewiesen worden war.

Die jordanische Regierung hatte vor zwei Wochen einen Besuch des neuen palästinensischen Außenministers Mahmud Sahar von der Hamas abgesagt, nachdem in Jordanien angeblich ein Waffenlager der Palästinenserorganisation entdeckt worden war. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hat die jordanische Polizei bisher sechs Verdächtige festgenommen. Die Mehrheit der Jordanier ist palästinensischer Herkunft. Die bewaffnete Fraktion der Hamas hatte sich bislang auf Anschläge gegen israelische Ziele beschränkt.

Quelle: n-tv.de