Politik

Nach Tod von Anführer Hamas droht Vergeltung an

Israel muss wegen des gewaltsamen Todes von Hamas-Führer Nasser Dscherar mit Vergeltungsanschlägen rechnen. Der Sprecher der radikal-islamischen Organisation Abdel Asis Rantisi sagte in Gaza, der Tod des 44-Jährigen werde "nicht ohne eine deutliche Strafe" für Israel hingenommen. Die israelische Armee hatte am Mittwoch Häuser im Westjordanland zerstört und dabei Dscherar getötet.

In Gaza sollen israelische Soldaten am Donnerstag einen fünfjährigen Jungen erschossen haben. Palästinensischen Angaben zufolge wurden sein Großvater und ein weiterer Mann schwer verletzt, als israelische Soldaten am Rand von Chan Junis nahe einer jüdischen Siedlung das Feuer auf ein Wohngebiet eröffneten. Den Schüssen sei keine Provokation vorausgegangen, hieß es. Die israelische Armee erklärte dagegen, Palästinenser hätten das Feuer eröffnet und seien anschließend in einem Auto geflüchtet. Über ein getötetes Kind sei nichts bekannt.

Sicherheitsgespräche verschoben

Die zwischen Israelis und Palästinensern geplanten Sicherheitsgespräche wurden nach Angaben von Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser verschoben.

Der israelische Außenminister Schimon Peres war am Mittwochabend mit fünf palästinensischen Ministern zum bislang größten Treffen seit der Wiederaufnahme der Gespräche im Juni zusammengekommen. Im Anschluss sagte der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat, Israel müsse sich im Rahmen eines Abkommens auch aus den besetzten Gebieten im Westjordanland zurückziehen. Dies sei die "endgültige Position" der Palästinenser.

Quelle: ntv.de