Politik

Aktivist getötet Hamas droht mit Vergeltung

Die radikal-islamische Hamas hat Vergeltung dafür angekündigt, dass israelische Soldaten den Hamas-Anführer von Nablus im Westjordanland getötet haben. "Der Mordanschlag wird die Entschlossenheit der Hamas stärken, mit dem Dschihad (Heiligen Krieg) und dem Widerstand fortzufahren", sagte Ismail Hanijah, ein Hamas-Vertreter im Gaza-Streifen gegenüber Reuters.

Ein israelisches Sonderereinsatzkommando hatte zuvor nach Angaben aus israelischen Sicherheitskreisen den Hamas-Anführer Muhanad el Taher getötet, der Bomben für mehrere Selbstmordanschläge gebaut haben soll. Palästinenser beschrieben Taher als den Anführer des militärischen Flügels der Hamas in Nablus und als einen Bombenbauer, der auf Israels Fahndungslisten ganz oben stehe.

In israelischen Sicherheitskreisen hieß es, neben dem 26-jährigen Taher sei auch dessen Stellvertreter getötet sowie ein Komplize verletzt worden. Der israelische Rundfunk berichtete, Taher sei der Anführer der militanten Hamas-Brigaden im Gebiet um Nablus. Er habe mehrere Bomben für Anschläge in Israel gefertigt und sei mit anderen Hamas-Mitgliedern für den Tod von mehr als 100 Israelis verantwortlich. Unter anderem soll Taher an der Vorbereitung des Anschlags auf einen Bus in Jerusalem beteiligt gewesen sein, bei dem vor zwei Wochen 19 Menschen starben.

Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser begrüßte die Liquidierung Tahers. Er nannte den Hamas-Aktivisten einen "Mörder, Planer und Ingenieur", der für den Tod von 117 Israelis verantwortlich sei. Er habe auf der Fahndungsliste Israels "ganz oben" gestanden.

Vormarsch und Aufruf zum Ungehorsam

Unterdessen sind mindestens acht israelische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie ein Bolldozer in der Nacht zum Montag in die Stadt Rafah im Gazastreifen vorgedrungen. Laut palästinensischer Sicherheitskreise drangen die von Infanterieeinheiten begleiteten Fahrzeuge etwa 300 Meter in einen Teil der Stadt vor. Ein Palästinenser sei durch israelische Geschosse verletzt worden.

Nach der weitgehenden Wiederbesetzung des Westjordanlandes durch israelische Truppen hat die Palästinenserführung alle Bürger zu zivilem Ungehorsam gegenüber Israel auf. Zugleich forderte der palästinensische Kabinettssekretär Achmed Abdel Rachman alle führenden Palästinenserpolitiker auf, keine Gespräche mit US-Außenminister Colin Powell zu führen.

Quelle: ntv.de

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