Politik

2004 zumTode verurteilt Hamas henkt Kollaborateure

Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas hat zwei wegen Kollaboration mit Israel verurteilte Männer hingerichtet. Die beiden seien erhängt worden, nachdem ihr Einspruch gegen die Verurteilung abgewiesen worden sei, teilte das Innenministerium mit.

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Hamas-Polizisten verhaften einen palästinensischen Demonstranten in der Nähe des Erez-Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Israel (Archivaufnahme).

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Männer hätten 2004 mit Israel zusammengearbeitet, hieß es. Wie die Kollaboration ausgesehen haben soll, wurde nicht mitgeteilt. Den Angaben zufolge waren die beiden Männer bereits 2004 zum Tod durch Erhängen verurteilt worden. Mitte Juli sei das Todesurteil dann von einem Berufungsgericht bestätigt worden.

Die Hamas hatte im Juni 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Seither wurden insgesamt 15 Palästinenser wegen des Vorwurfs der Kollaboration mit Israel hingerichtet.

Das palästinensische Gesetz sieht die Todesstrafe für Kollaborateure, Mörder und Drogenhändler vor. Sie kann eigentlich aber nur mit Zustimmung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vollstreckt werden. Die Hamas erkennt die Legitimität des Palästinenserpräsidenten jedoch nicht an.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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