Politik

Das ungeliebte Rentenpaket In der Union rumort es gewaltig

Das Rentenpaket der schwarz-roten Bundesregierung sorgt weiter für Ärger. Der Wirtschaftsflügel der Union fordert Änderungen. Ihm ist die Zahl der Anspruchsberechtigten auf die Rente mit 63 zu groß.

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Vielen Schwarzen ist das Rentenpaket zu rot.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der Union gibt es einem Bericht zufolge weiterhin massiven Widerstand gegen das Rentenpaket der Bundesregierung. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung droht der Wirtschaftsflügel mit Ablehnung der Reform. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten, wird mit den Worten zitiert: "Ich habe kein Argument gehört, warum Arbeitslosenjahre wie Arbeitsjahre anerkannt werden sollen. Deshalb muss dieser Punkt gestrichen werden. Sonst ist das Gesetz nicht zustimmungsfähig."

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt sagte dem  Blatt, das Rentenpaket müsse auf jeden Fall Generationen-gerechter werden. "Wir müssen über eine Finanzierung über Steuern nachdenken", sagte er. Dazu forderte Wendt, die Zahl der Anspruchsberechtigten zu verkleinern und Frühverrentung auszuschließen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte angekündigt, einen Missbrauch der geplanten Rente mit 63 zu verhindern. Es werde geprüft, wie man verfassungssicher einen Missbrauch in Form einer Welle von Frühverrentungen begrenzen könne, sagte die SPD-Politikerin.

Langjährig Beschäftigte mit 45 Beitragsjahren sollen mit 63 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen können. In Teilen der Union und aus der Wirtschaft gibt es Kritik, Ältere könnten schon mit 61 Jahren entlassen werden und die zwei Jahre zur vorzeitigen Rente durch den Bezug von Arbeitslosengeld überbrücken.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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